Brain Storm – Spielkritik

Die Gedanken sind frei. Herzlich Willkommen in der neuen Denkfabrik von Haim Shafir. Bei Brain Storm rattert das Hirn im Schnellzugstempo und aus Bildern baut man passende Wörter, Begriffe oder Redewendungen. Ein Spiel für Schnelldenker.

Brain Storm 1Wer Spiele von Haim Shafir kennt, der weiss, dass es oft schnell zu und her geht. Schnell stapeln, schnell legen, schnell aufdecken – Tempo heisst das Zauberwort. A propos Wort, da könnte man doch auch mal ein schnelles Spiel draus machen… Und schon entstand Brain Storm.
120 Motivkarten enthält das Spiel, 9 davon legt man offen in die Tischmitte. Sofort beginnen alle Spieler zwei der Karten miteinander zu verbinden. Das darf wortwörtlich geschehen, aber auch auf der Bedeutungs- oder Interpretationsebene. Wer aus 2 Bildern ein passendes Wort, einen Satz, einen Titel etc. kombiniert, zeigt die Bilder an und nennt laut seine Lösung. Stimmen die Mitspieler dem Vorschlag zu, nimmt man die beiden Karten zu sich, legt neue aus und das Spiel beginnt wieder von vorn.

Sobald der Kartenstapel leer ist und sich keine Karten mehr in der Tischmitte befinden, endet das Spiel. Wer die meisten Karten ergattern konnte, gewinnt.

Brain Storm 2

Brain Storm spielt sich schnell und immer auf der Suche nach einer gelungenen Wortkombination. Erfolg stellt sich ein, wenn man mit den Bildern und den möglichen Bedeutungen dazu spielt. Wer zu sehr an den Bildern hängt, wird in diesem Spiel wenig erreichen.

Fazit:
Brain Storm ist eine schnelles Spiel und auch für grosse Spielgruppen geeignet. Brain Storm ist aber auch Wortakrobatik, Bedeutungssuche und sprachliche Kreativität. Die Altersangabe „ab 12 Jahren“ erstaunt auf den ersten Blick ein wenig. Doch in Brain Storm steckt eben auch viel Erfahrung und Allgemeinwissen. Wer Zusammenhänge erkennt, sie kombinieren und benennen kann, muss nicht lange auf den Erfolg warten. Das Modell der Denkfabriken unterstützt das Weiterführen von Ideen und Ansätzen – Brain Storm auch. Das Spiel benötigt auch ein wenig Toleranz. Nicht immer liegen die Herleitungen der genannten Wörter auf der Hand. Aber alle Spieler müssen ihr Einverständnis geben, damit ein Begriff gültig ist. Brain Storm ist ein Spiel für schnelle Wortkünstler, die auf den ersten Blick sehen, was da auf dem Tisch liegt. Die Spielregeln sind äusserst simpel, doch die Wörter dürfen danach nicht auf der Zunge liegen bleiben.

Brain Storm | Autor: Haim Shafir | Verlag: AMIGO
Kartenspiel für 2-10 Spieler | Spieldauer: 15 Minuten | Ab 12 Jahren | Benötigt: Das passende Wort zu bildlicher Kombination | Wiederspielreiz: gross

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Frantic – Spielkritik

Hinterhältig will es sein – Frantic, das Kartenspiel. Aus einer Kickstarter-Kampagne entstanden, ist es nun bereits in einer zweiten, grossen Auflage erschienen. Den Erfolg verdankt es wohl auch den einfachen Regeln, die unbestritten an UNO erinnern. Doch Frantic ärgert seine Mitspieler deutlich mehr.

Frantic 1Erst einmal hat man es hier mit einem normalen Karten-Ablegespiel zu tun. Wer seine Karten zuerst weggespielt hat, gewinnt. Altbekannt sind die Zahlenkarten, die es in den Farben blau, rot, grün und gelb gibt. In jedem Durchgang legt man eine Karte ab, Zahl auf Zahl oder Farbe auf Farbe. Das UNO-Prinzip drückt bis hierhin doch extrem durch. Nun gebe man aber noch eine Prise „fies“ dazu, dann sind wir langsam bei Frantic angelangt. Da gibt es die Spezialkarten. Man spielt sie farbunabhängig oder auf eine bestimmte Farbe. Neben gewöhnlichen Wunschkarten findet man die Gift-Karte (gib einem Mitspieler 2 Karten), die Equality-Karte (ein Mitspieler mit weniger Karten muss seine Kartenhand auf die gleiche Anzahl auffüllen) oder die Fuck You-Karte (sie darf erst gespielt werden, wenn man exakt 10 Karten auf der Hand hält). Und das sind nur einige Beispiele. Zusammenfassend könnte man sagen: Füge deinen Mitspielern Schaden zu oder bringe sie zumindest aus dem Konzept!

Die Hinterhältigkeitsspitze ist allerdings noch nicht erreicht, denn es fehlen die Ereigniskarten. Sie sind schwarz und da die Farbe schon für sich spricht, dürfen sie nur auf passende Zahlen abgelegt werden. Gleich danach deckt man eine Karte des Ereigniskarten-Stapels auf und befolgt die Anweisungen. Auch hier einige Beispiele: Beim Tornado legt man alle im Spiel befindlichen Handkarten zusammen, mischt sie und verteilt sie neu. Robin Hood befiehlt einen Kartentausch zwischen dem Spieler mit den wenigsten und den meisten Karten. Und bei Merry Christmas verschenken die Spieler ihre Handkarten in beliebiger Aufteilung an die anderen Spieler. Das einzig Beständige an Frantic ist die Unbeständigkeit, daher verschweige ich auch die Auswirkungen der Friday The 13th-Karte.

FRantic 2

Eine Partie Frantic kann ganz kurz gehen: Doomsday beendet die Partie sofort und schenkt allen Spielern 50 Strafpunkte ein. Eine Partie Frantic kann sich aber auch in die Länge ziehen: Mit der Nice Try-Karte muss ein sicherer Sieger, der gerade seine letzte Karte losgeworden ist, noch einmal drei neue Karten nachziehen.

Schafft es ein Spieler tatsächlich irgendwann alle Karten abzulegen, endet eine Runde. Wer noch Karten in der Hand hält, schreibt Strafpunkte. Es werden so viele Runden gespielt, bis das vorher festgelegte Maximum an Punkten von einem Spieler erreicht wurde.

Fazit:
Wer Frantic spielt, muss Frantic mögen. Auf dem bekannten UNO-Grundprinzip sorgen Spezial- und Ereigniskarten für Unterhaltung. Und genau darum geht es bei Frantic. Planung? Nicht möglich. Strategie? Immer auf die Mitspieler. Ziele? Mal sehen, was kommt. Der Unterhaltungsfaktor bei Frantic ist gross. Dauernd wechseln die Karten ihre Besitzer. Wer eben noch in Führung lag, wird von den Mitspielern knallhart bestraft. Und selbst wenn man seine letzte Karte legt, hat man das Ziel noch nicht erreicht. In den ersten Partien gewöhnt man sich an die vielen Spezialkarten und ihre Möglichkeiten, bald setzt man sie ohne lange zu überlegen ein. Das Kartenspiel ist sehr gut geeignet für Spontanspieler, die sich auf ein Abenteuer einlassen. Bei Frantic wechseln sich Ärger und Überraschung regelmässig ab. Es spielt sich frisch, schnell und immer wieder anders. So gesehen kommt der Erfolg des Kartenspiels nicht überraschend.

Frantic | Autoren: Rulefactory | Verlag: Rulefactory
Kartenspiel für 2-8 Personen | Spieldauer: ganz unterschiedlich | Ab 12 Jahren | Benötigt: Kein Plan, keine Strategie, aber gute Nerven | Wiederspielreiz: gross

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Wizard-Schweizermeisterschaft 2016

In Wädenswil wird auch dieses Jahr wieder die Wizard-Schweizermeisterschaft ausgetragen. Seit vielen Jahren organisiert DER Spieletreff am Zürisee – Wädi spielt – die Meisterschaft um das beliebte Kartenspiel.

wädi spielt

In rund einem Monat, am 25. September 2016, findet der Anlass in Wädenswil statt. So bleibt noch genug Zeit, sich mit dem Karten anzufreunden und den Wettstreit um den Schweizer Meistertitel anzutreten. Anmelden sollte man sich aber bereits heute, damit man einen Startplatz auf sicher hat. Also – wer wird Wizard-Schweizermeister 2016?

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Sleeping Queens – Spielkritik

Schlafende Königinnen, die geweckt werden müssen. Ritter, Drachen, Schlaftrank und Hofnarr – was tatsächlich märchenhaft klingt und auch aus der Feder der Gebrüder Grimm stammen könnte, hat die kleine Miranda Evarts erfunden. Und mit Hilfe ihrer ganzen Familie entstand Sleeping Queens. Und das ist kein Märchen.

Sleeping Queens 1Das Kartenspiel hat einen klaren Auftrag: Wecke die schlafenden Königinnen! Gleich zwölf von ihnen schlafen verdeckt und geheim auf dem Spieltisch. Sie sind mit Punktzahlen zwischen 5 und 20 versehen und warten auf den königlichen Weckdienst. Mit 5 Handkarten versuchen die Spieler die Königinnen zu wecken und zu erobern. Denn nur wer genügend Königinnen oder eine genügend hohe Punktzahl erreicht, kann das Herz seiner vielen Frauen erobern.

Mit den Spielkarten lässt sich einiges anstellen. Der Reihe nach legt jeder Spieler eine Karte ab und führt ihre Aktion aus. Könige wecken eine beliebige Königin auf. Man deckt eine Karte auf und nimmt sie zu sich, in der Hoffnung ganz viele Punkte zu finden. Mit einem Ritter kann man die Königin eines Mitspielers entführen. Ein Drache vereitelt die Aktion des Ritters und beschützt die Königin. Der Schlaftrank versetzt eine bereits geweckte Königin wieder in den Tiefschlaf – und damit verdeckt zurück auf den Spieltisch. Der Zauberstab macht den Schlaftrank unschädlich. Zahlenkarten lösen keine Aktion aus. Na ja, fast keine. Der Hofnarr lüftet später das Geheimnis. Zahlenkarten sind in erster Linie Ballast auf der Hand des Spielers. Man kann sie in unterschiedlicher Anzahl abwerfen, um neue Karten vom Nachziehstapel zu nehmen. Am schlechtesten fährt man, wenn man eine einzelne Karte abwirft. Besser wird es, wenn man zwei gleiche Karten weglegt. Noch schöner ist es, mit einer kleinen Addition gleich drei Karten zu entsorgen (2 + 3 = 5). Die neuen Karten werden hoffentlich besser sein.

Sleeping Queens 2

Bleibt noch der Hofnarr. Er kann tatsächlich Laune machen. Spielt man ihn, darf man sofort eine Karte nachziehen. Ist es eine Aktionskarte, erhält man einen zusätzlichen Spielzug. Ist es eine Zahlenkarte, zählt man den Kartenwert an allen Spielern ab. Bei einer 3 darf der dritte Spieler eine Königin wecken. An dieser Aktion hat doch nicht nur der Hofnarr seinen Spass…

Sleeping Queens 3

Auch einige Königinnen haben ihre speziellen Eigenschaften. Die Rosenkönigin scheint einen derartigen Duft zu versprühen, dass sie gleich noch eine weitere Königin weckt. Dafür vertragen sich Hund- und Katzenkönigin überhaupt nicht. Sie dürfen niemals den selben Besitzer haben.

Das Spiel endet, je nach Spieleranzahl, mit einer bestimmten Anzahl an Punkten oder Königinnen. Sind alle Königinnen geweckt, ohne dass ein Spieler das vorgegebene Ziel erreicht hat, gewinnt die höchste Punktzahl.

Fazit:
Sleeping Queens ist zauberhaft. Die Entstehungsgeschichte entlockt ein erstes Lächeln. Die Illustrationen sind ein Traum. Mein Favorit: Der angeknabberte Pfannkuchenkönig. Spielerisch bewegt man sich im unterhaltsamen Familienbereich. Glück, Interaktion und ein kleiner Ärgerfaktor sorgen für Betrieb am Spieltisch. Hier wird gerechnet, dort werden Abwehrkräfte gebündelt. Den Hofnarr sollte man mit Bedacht einsetzen. Gegen Ende kann er auch einem Mitspieler die letzte Königin vermitteln. Eingängige Regeln und die kurze Spielzeit bringen immer eine Folgepartie, auch wenn die Karten einmal überhaupt nicht das bringen, was man gerade sucht. Meist sind Aktions- und Zahlenkarten aber ausgewogen vorhanden und ganz oft legt man mehr als eine Karte weg, um die eigene Kartenhand auszuwechseln. Und so spielt sich Sleeping Queens eben doch wie ein Märchen.

Sleeping Queens | Autoren: Miranda Evarts und Familie | Verlag: Game Factory
Kartenspiel für 2-5 Personen | Spieldauer: 15 Minuten | Ab 7 Jahren | Benötigt: Aufgeweckte Spieler mit ebensolchen Königinnen | Wiederspielreiz: gross 

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Kinder erklären die Welt – Neue Auflage

Eigentlich ist es unglaublich. Nach nur 2 Monaten war die erste Auflage des Buches „Kinder erklären die Welt“ ausverkauft. Und da die Nachfrage immer noch gross war, gibt es Dank des Erfolges nun eine zweite Auflage.
Ab sofort ist das Buch wieder erhältlich. Exklusiv nur hier bei brettspielblog.ch.

Kinder erklären mehr oder weniger wichtige Begriffe des Weltgeschehens. Dabei kompensieren sie ihr Halbwissen mit ganz viel Charme. Entstanden ist ein unterhaltsames Werk mit einigen tollen Illustrationen von Michael Menzel, der sonst sehr erfolgreich Brettspiele illustriert.

» Zum Bestellformular von „Kinder erklären die Welt“

Kinder erklären die Welt klein

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