Sleeping Queens – Neu bei Game Factory 2016

Wenn eine kleine Prinzessin nachts von einem Spiel träumt, dann träumt sie von… schlafenden Königinnen! So geschehen bei Familie Evarts, die dann – schwupps – aus den Ideen der kleinen Miranda Sleeping Queens erschuf.

Nun warten die schlafenden Königinnen auf starke Könige, die sie endlich wachküssen und wecken. Und um das mittelalterliche Abenteuer zu komplettieren dürfen natürlich auch Drachen, Hofnarren, Ritter, Zauberstab und Schlummertrunk nicht fehlen. Mit den Karten versuchen die Spieler an die Königinnen zu gelangen, sie dienen aber auch der Verteidigung oder um Unruhe ins Spiel zu bringen.

Sleeping Queens ist ein einfaches Kartenspiel für die ganze Familie mit einer interessanten Geschichte IM und UM das Spiel. Es erscheint im Juli 2016.

Sleeping Queens | Autoren: Miranda Evarts & Family | Verlag: Game Factory
Kartenspiel für 2-5 Personen | Ab 7 Jahren 

Sleeping Queens

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Skyliners – Spielkritik

Stockwerk um Stockwerk wächst die Stadt, es geht hoch hinaus. Doch bei Skyliners kommt es auf die ganz persönliche Sichtweise an. Und die sieht von jeder Seite nun mal anders aus.

Skyliners 1Gespielt wird in der Schachtel. Dort türmen sich schon bald die Stockwerke in den vier Spielerfarben. Vor dem Spiel setzt man noch einige neutrale, weisse Bausteine und einen Park in die Mitte der Stadt. Die Spielregel schlägt ein Einsteigerspiel vor. Da aber selbst die ausgebauten Regeln nicht sonderlich schwierig, dafür definitiv interessanter zu spielen sind, widme ich mich nur „Skyliners total“.
Jeder Spieler erhält Bausteine in seiner Farbe. Da gibt es Stockwerke, Dächer und einen Park. Diese Teile darf man bauen, doch die Gesetze sind streng: Stockwerke nur auf den Boden oder auf andere Stockwerke, ein Park darf nie überbaut werden, Dächer gehören auf ein Stockwerk und niemals auf den Boden. Jeder Spieler sollte sich den Bauplatz von seiner Seite betrachten. Denn am Ende zählt, was man sieht. Oder vielmehr: Wie viele Häuser man sieht. Verschwindet ein Haus hinter einem anderen, zählt es nicht für die Endwertung. Durch den quadratischen Bauraster kann also ein grosses Bauwerk in der ersten Reihe alle weiteren Türme abdecken und es bleibt nicht viel übrig. Zum Glück bleiben jedem Spieler fünf Baureihen für die eigenen Pläne.

Skyliners 2

Ein Spielzug bietet überschaubare Möglichkeiten mit zwei Aktionen. Im ersten Schritt muss irgendwo auf dem Feld gebaut werden. Die Regeln dazu sind bekannt. Als zweite Aktion baut man ein weiteres Teil an eine andere Stelle oder man gibt seine Planung im Baucontainer ab. Für jede seiner Reihen darf man nämlich einen Tipp abgeben: Wie viele Gebäude sieht man wohl am Ende von seiner Seite aus. Je eher man tippt, desto mehr Zusatzpunkte kann man sich am Spielende sichern. Doch Achtung: Nur richtige Tipps werden gezählt!
Nun baut man also seine Teile, versucht die Mitspieler entscheidend zu stören und die eigene Planung möglichst perfekt anzupassen. Zudem besitzt jeder Spieler noch eine geheime Mission. Er erhält zufällig ein Quartier zugeteilt, in dem am Ende der grösste Wolkenkratzer der Stadt stehen soll. Einige Bauplätze überschneiden sich mit Quartieren anderer Spieler. Wer hat am Ende die Nase vorn? Allein oder gemeinsam?

Skyliners 3

Hat ein Spieler alle Stockwerke verbaut, endet Skyliners und es geht an die Auswertung. Für jedes sichtbare Gebäude einer Reihe erhält man einen Punkt, wenn es mit der abgegebenen Planung übereinstimmt. Wertet man eine Reihe zuerst, stellt man auf die sichtbaren Gebäude eine Antenne – auch sie sind je einen Punkt wert. Ist der höchste Wolkenkratzer im eigenen Quartier, bringt das noch einmal drei Punkte.

Fazit:
Es ist eben alles ein Frage der Sichtweise. Skyliners ist ein Bauspiel mit einfachen Regeln. In jedem Spielzug schwankt man zwischen schnellem Bau, geschickter Planung oder Verhinderung gegnerischer Pläne. Dazu muss man die eigene Spielweise natürlich auch anpassen. Man sollte die eigenen Karten nie zu früh aufdecken. Auf frühe Planungen kann man auch hinarbeiten und sich später im Antennenbau profilieren. Eine richtig spannende Sache, die sich dank der verdeckten Ansagen erst am Ende entscheidet.
Doch Skyliners hat auch ein paar Mängel, die man erwähnen muss: Das Einführungsspiel ist gut gemeint, aber unnötig und langweilig. Auch in der ganzen Pracht ist das Spiel nicht komplex. Die punktezählenden Möwen stürzen früher oder später zwischen den Wolkenkratzern ab – kein gute Idee. Und so praktisch die Schachtel für den Bau während des Spiels ist, so unpraktisch ist sie für das Verstauen aller Teile.
Von diesen merkwürdigen Randerscheinungen sollte man sich aber nicht abschrecken lassen. Skyliners ist nämlich ein gut funktionierendes, spannendes Bauspiel für die ganze Familie mit dem Blick für das Wesentliche.

Skyliners | Autor: Gabriele Bubola | Verlag: Hans im Glück
Bauspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 30 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Bauteile, einen Plan und den passenden Architekten dazu | Wiederspielreiz: gross 

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Stone Age Junior – Kinderspiel des Jahres 2016

Rund einen Monat vor den grossen Wahlen wird das Kinderspiel des Jahres 2016 gewählt. Es ist Stone Age Junior von Autor Marco Teubner, erschienen im Verlag Hans im Glück.
Stone Age JuniorsNachdem die Reise in die Vergangenheit lange Zeit nur den Erwachsenen möglich war, erobern nun auch die Kinder die Steinzeit. Drei Hütten soll jeder errichten, die Rohstoffe dazu liegen im Land verstreut. Um sie zu sammeln, bewegt man seine Spielfigur mit verdeckt liegenden Plättchen durch die Steinzeit. Wer die Plättchen erkundet und sie sich merken kann, wird seine Hütten bald bauen.
Herzlichen Glückwunsch dem Gewinner!

Stone Age Junior | Autor: Marco Teubner | Verlag: Hans im Glück
Kinderspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 15 Minuten | Ab 5 Jahren

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Lichterfest – Spielkritik

Lichterfest ist angelehnt an Loi Krathong, bei dem in Thailand zahlreiche kleine Flosse das Wasser in ein buntes Lichtermeer verwandeln. Auch der Spieltisch wird mit diesem Legespiel immer bunter. Doch hier werden die Lichter strategischer in den See gesetzt.

Lichterfest 1Ein Start-Plättchen liegt in der Tischmitte bereit, jeder Spieler erhält drei See-Plättchen in die Hand. Jede Seite ist gefüllt mit kleinen Laternen in einer der 6 möglichen Spielfarben. Zudem erhält jeder Spieler als Startkapital eine Laternenkarte. Diese Karten liegen jederzeit offen vor den Spielern aus, sie können im Laufe des Spiels gegen Bonuskarten eingetauscht werden.
Lichterfest ist ein Legespiel, ein Spielzug folgt einer vorgegebenen Abfolge. Als Option wechselt man zu Beginn seines Spielzugs für 2 Boote eine Laternenkarte gegen eine andere aus dem Vorrat. Danach darf man eine Belohnungskarte einlösen. Verpflichtend ist es auf jeden Fall, ein See-Plättchen zu legen. Damit holt man für sich und die Mitspieler Laternenkarten, die man in weiteren Spielzügen umtauschen kann.

Lichterfest 2

Bevor aber alle Spieler zu weiteren Laternenkarten kommen, sichert sich der aktive Spieler erst einmal seine allfälligen Boni. Legt er ein See-Plättchen an, erhält er für jede passende Farbe eine Laternenkarte. Die Karten sind jedoch limitiert, ein Nachziehen ist nur solange möglich, wie der Vorrat reicht. Zusätzlich bekommt man ein Boot, wenn ein passend angelegtes See-Plättchen ein Symbol trägt. Und wir wissen ja: Mit diesen Booten tauscht man seine Laternenkarten. Sie sind also nicht zu verachten.
Bei jedem neu gelegten See-Plättchen werden auch die Mitspieler belohnt. Sie erhalten alle die jeweilige Laternenfarbe, die in ihre Richtung ausliegt. Damit kann ein aktiver Spieler auch steuern, welche Karten verteilt werden. Im schlechtesten Fall geht sogar ein Spieler leer aus, wenn die Vorräte aufgebraucht sind. So kann man seine Mitspieler auch ärgern.

Lichterfest 3

Zu den Bonuskarten: Sie liegen mit absteigenden Punktezahlen offen aus und es gibt sie in drei Kombinationsmöglichkeiten. Je nach Sammelleidenschaft tauscht man seine Laternenkarten ein: Vier Mal die gleiche Farbe, drei Paare oder eine Karte jeder Farbe. Um an die höchsten Punkte zu gelangen, sollte man die Sammlung der Mitspieler beobachten.

Das Lichterfest endet, wenn das letzte Seen-Plättchen gelegt ist. Am Schluss kann jeder Spieler noch einen letzten Tausch absolvieren, dann werden die Punkte gezählt.

Fazit:
Mir gefällt die Gestaltung von Lichterfest, die Regeln sind einfach, das Spielprinzip klar: Legen, sammeln, tauschen. So gesehen spielerisch nichts Neues. Bei jedem See-Plättchen profitieren auch die Mitspieler. Damit bleibt bei jedem Legen der Zwiespalt: Lege ich für mich optimal und sahne möglichst viele Laternenkarten ab? Oder vermiese ich den Mitspielern wichtige Karten in den von ihnen so dringend benötigten Farben? Bei den Belohnungskarten muss man nicht immer um die höchsten Punktzahlen kämpfen, viel wichtiger ist es, regelmässig Karten zu holen. In voller Besetzung ist es schwierig, den Überblick über die Laternenkarten sämtlicher Spieler zu behalten. Zu zweit lässt sich strategischer planen. Welche Farbe überlasse ich den Mitspielern? Lichterfest passt sich der Spielerzahl an, mit der Anzahl der Plättchen und Karten schafft man einen Ausgleich. Am Ende bildet sich auf dem Spieltisch ein schönes Lichtermeer. Mit den einfachen Strukturen ist Lichterfest ein schönes Familien-Legespiel.

Lichterfest | Autor: Christopher Chung | Verlag: Pegasus Spiele
Legespiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 30 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Farbenkombinationen beim Lichterfest | Wiederspielreiz: gross

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Gum Gum Machine – Spielkritik

Gum Gum? Das ist das Beste, was ihr euch vorstellen könnt. Jeder will es haben. So steht es zumindest in der Anleitung. Dann ist es ja gut, wenn man seine eigene Gum Gum Machine hat. Doch die verdrehte Maschine hat es in sich.

Gum Gum Machine 1Im Zentrum des Spiel steht natürlich die Maschine. Sie wird vor jedem Spiel montiert und kann dank flexibler Bauteile unterschiedlich gefüllt werden. Das macht auch schon den ersten Spielreiz der Gum Gum Machine aus. Jede Partie ist anders – mal mit vielen, mal mit wenigen Elementen. Auf dem Spielbrett liegen in Vertiefungen die farbigen Gum’s zufällig aus. Es gibt sie in 6 Farben. Diese Gum’s muss man sammeln, darf jedoch von jeder Farbe nur eines nehmen. Wer seinen Gum-Stapel mit einem schwarzen Deckel vollendet, erhält dafür Punkte.

Nun muss man nur noch seine Maschine genau kennen. Ein Spielzug startet immer mit dem Verschieben des Startschiebers. Man setzt ihn blind auf eine Position und sieht sich die darunter verborgene Zahl an. Sie bestimmt den Schalter, den man an der Maschine bewegt. Danach folgt man dem farbigen Rohr, das man mit dem Schalter aktiviert hat und die Gum Gum-Reise beginnt. Trifft man auf ein Gum entscheidet man, ob man es nimmt oder doch lieber liegen lässt. Der Weg geht auf jeden Fall immer vorwärts und nie zurück.
Wenn man ein Gum wegnimmt, könnte darunter ein Symbol erscheinen. Es bestimmt, wie und wo der Weg in der Maschine weiter geht. Man darf so lange sammeln und weiterfahren, bis der Weg endet. In den ersten Spielrunden entdeckt man gemeinsam die Maschine. Memory lässt grüssen. Wer sich merkt, was sich unter den Gum’s befindet kann eine lange Reise durch die Maschine antreten. Doch das ergibt sich meist erst nach einigen Runden. Leere Gum-Plätze füllt man nach jedem Spieler wieder zufällig neu auf.

Gum Gum Machine 2

In der Maschine warten noch einige Überraschungen: Eine Drehscheibe führt zu anderen Orten oder Aktionen. Ein grüner und ein blauer Kessel bringen Gum’s oder einen neuen Weg. Das Fliessband spuckt zwei beliebige Steine aus. Und beim Kreuzschalter kreuzt sich der Weg.

Ein Spielzug endet auch, wenn ein Gum Gum mit einem schwarzen Deckel abgeschlossen werden konnte. Je höher, desto mehr Punkte verdient man. Hat jemand 30 Punkte erreicht, endet das Spiel nach einem letzten Versuch an der Maschine. Der Gewinner nach Punkten steht fest.

Gum Gum Machine 3

Fazit:
Die Gum Gum Machine macht vor allem in den ersten Spielrunden viel Spass. Unglaublich, wie man sich auf dem Spielbrett hin und her bewegt, neue Wege entdeckt und Gum’s einsammelt. Im Grundsatz ist das Spiel ein sehr gut, oder besser gesagt, ein maschinell verpacktes Memory. Mit den verschiedenen Modulen baut man sich seine eigene Maschine nach eigenen Schwierigkeitsstufen zusammen und man trainiert seine Merkfähigkeit. Auf Dauer schleicht sich bei Erwachsenen aber etwas Routine ein, das Spiel verliert ein wenig seinen Reiz, die Handgriffe sind immer gleich. Anders mit Kindern: Sie tüfteln gerne an der Gum Gum Machine herum, folgen den lustigen Wegen und drehen an den Rädchen. Die Spielanleitung ist gut gemeint und erzählt eine schöne Geschichte zur Maschine. Die Spieldetails sind aber in den Erzählungen versteckt und man wähnt sich beinahe in der Gum Gum Machine bei der Suche nach den Details. Die Kurzübersicht ganz am Ende minimiert das Problem ein wenig, klärt aber nur grob auf. Wer aber auf der Suche nach einem überraschend anderen Familienspiel ist, sollte sich die Gum Gum Machine einmal ansehen.

Gum Gum Machine | Autoren: Stefan Dorra & Ralf zur Linde | Verlag: HUCH & friends
Brettspiel für 2-4 Spieler | Spieldauer: 30 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Gum Gum’s und Maschinenkenntnisse | Wiederspielreiz: gross

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