Spiel des Jahres 2013 – Nominierungslisten

Logo Spiel des JahresDie Jury “Spiel des Jahres” hat entschieden und die Listen mit den Nominierten 2013 veröffentlicht. In den 3 Kategorien Spiel des Jahres, Kennerspiel des Jahres und Kinderspiel des Jahres. Die Gewinner befinden sich also zwangsläufig unter den hier genannten Spielen, werden aber erst nach einer weiteren Testphase bekanntgegeben.

Spiel des Jahres
» Augustus (Paolo Mori / Hurrican)
» Hanabi (Antoine Bauza / Abacusspiele)
» Qwixx (Steffen Benndorf / Gamefactory)

Kennerspiel des Jahres
» Brügge (Stefan Feld / Hans im Glück)
» Die Legenden von Andor (Michael Menzel / Kosmos)
» Die Paläste von Carrara (Wolfgang Kramer & Michael Kiesling / Hans im Glück)

Kinderspiel des Jahres
» Der verzauberte Turm (Inka und Markus Brand / Drei Magier Spiele)
» Gold am Orinoko (Bernhard Weber / Haba)
» Mucca Pazza (Iris Rossbach / Zoch)

Die Gewinner werden am 10. Juni 2013 (Kinderspiel) und am 8. Juli 2013 (Spiel des Jahres, Kennerspiel) genannt.

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Ab in die Tonne – Spielkritik

In Zeiten, in denen die Müllentsorgung immer wichtiger wird, kommt Ab in die Tonne gerade recht. Die Tonne muss auf jeden Fall gefüllt werden. Was nicht passt, wird passend gemacht. Irgendwo wird schon noch Luft drin sein, denn niemand will freiwillig den Müll entsorgen.

Ab in die TonneIm Zentrum von Ab in die Tonne steht denn auch die Mülltonne. Je nach Spieleranzahl erhält sie ein kleines Grundgewicht. Den Rest übernehmen die Spieler nach und nach. Aus ihren 3 zufällig gezogenen Handkarten wählen alle eine aus. Auf den Karten sind normale Zahlen von 1 - 10 aufgedruckt. Die Zahlenkarten werden gemeinsam aufgedeckt. Wer die niedrigste Zahl hat, muss die Mülltonne mit der gleichen Anzahl Müll auffüllen. Dabei hat man eine kleine Auswahl: Milchtüten, Flaschen, Konservendosen oder Apfelkrotzen stehen zur Verfügung. Apfelkrotzen? Man lernt nie aus – das “Bitzgi” ist gemeint. Bitzgi?  Nun ja, das apfelinterne Restprodukt eben. So oder so gehört es in die Tonne. Wer sich für ein Produkt entscheidet, muss es erst komplett entsorgen, bevor er auf ein anderes umsteigen darf.
Die Abfallentsorgung untersteht natürlich strengen Richtlinien. Nur einhändig darf sie vorgenommen werden. Dafür kann man mit dem aktuellen Gegenstand auch im Müll wühlen.
Danach führt der Spieler mit der nächsthöheren Karte seine Entsorgungen durch. So füllt sich die Tonne Runde für Runde, der Abfall stapelt sich. Sobald einem Spieler auch nur ein Teil herunterfällt, muss er sich Minuspunkte nehmen und die Mülltonne leeren.

Ab in die Tonne 2   Ab in die Tonne 3

War jeder Spieler an der Reihe, startet man eine neue Runde mit einem weiteren, verdeckten Kartengebot. 6 Punktechips werden abgearbeitet oder alle 10 Zahlenkarten verwertet, dann endet das Spiel.

Auch für den Erfolgsfall ist vorgesorgt. Sollte es einem Spieler überraschend gelingen, die Mülltonne komplett zu füllen, darf er sich Pluspunkte gutschreiben. Natürlich versuchen die Mitspieler das mit ungeschickter Abfallplanung zu verhindern.

Fazit:
Ab in die Tonne ist ein lustiges und kurzweiliges Geschicklichkeitsspiel für die ganze Familie. Der Müll wird gestapelt, bis er fällt. Jeder Spieler entscheidet von Runde zu Runde, wie hoch sein Gebot ist. Wartet man ab und lässt die anderen erst den Müll entsorgen, oder geht man mit gutem Beispiel voran? Ab in die Tonne ist ein einfaches, aber durchdachtes Spiel. Mäuse auf den Zahlenkarten sorgen selbst bei Gleichstand für eine klare Reihenfolge. Ein wenig Kartenglück gehört dazu, doch bis zum Ende müssen trotzdem alle Spieler ihre 10 irgendwann verwertet haben. Und wer sich eben noch am Missgeschick des Mitspielers amüsiert hat, gerät schon im nächsten Spielzug ins Schwitzen, wenn er nur noch die grossen Milchtüten stapeln kann. Selten entsorgt man so hochwertigen Abfall aus schönen Holzteilen und hat auch noch Spass dabei.

Ab in die Tonne | Autor: Carlo A. Rossi | Verlag: Abacusspiele
Geschicklichkeitsspiel für 2-5 Personen | Spieldauer: 30 Minuten | Benötigt: Eine ruhige Wühlhand in der Tonne | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Carletto und Abacusspiele für ein Rezensionsexemplar von Ab in die Tonne!

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Just in Time – Spielkritik

Just in time beendet man die gestellte Aufgabe beim gleichnamigen Brettspiel oft. Doch das Lösen in letzter Sekunde ist nicht immer punkteträchtig. Das Brettspiel von Ravensburger erinnert optisch ein wenig an Tetris oder Blokus. Das Legen der unterschiedlichen Spielsteine ist gar nicht so einfach – und wird noch schwieriger, wenn unter Zeitdruck lukrative Punktefelder frei bleiben sollen.

Just in Time 1Bei Just in Time spielen alle Spieler gleichzeitig. Jeder Spieler hat 10 Legetafeln. Für jede Spielrunde wird eine neue Tafel gewählt. Aufgabenkarten bestimmen zufällig, welche Spielsteine man für die aktuelle Runde nehmen muss. Erfahrenen Spielern werden diese Steine bekannt vorkommen. Die Figuren aus kleinen Quadraten finden immer wieder mal Verwendung in der Spielwelt.
Auf Kommando müssen nun alle Spielsteine auf die Legetafel platziert werden. Dabei darf natürlich der Rand nicht überschritten werden. Zudem befinden sich noch Zahlenfelder von 1-5 auf der Tafel. Sie bringen Punkte, wenn sie nach dem Legen der Spielsteine noch sichtbar sind.

Sobald ein Spieler seine Steine erfolgreich verarbeitet hat, ruft er laut seine Punktzahl in die Runde und startet den Countdown. Von nun an läuft die Sanduhr und lässt den Mitspielern nur noch ein wenig Zeit, um die gestellte Aufgabe zu bewältigen. Schaffen es weitere Mitspieler, die Legetafel zu füllen, so rufen sie ebenfalls ihre Punktzahl. Besonders gemein: Gleiche Punktzahlen dürfen in einer Runde nicht genannt werden.
So erhalten nur alle Spieler Punkte, die die Aufgabe erfolgreich lösen konnten und als Erste eine neue Punktzahl nannten.

Just in Time 2

Sollten sich nun bereits Lege-Legastheniker benachteiligt fühlen – Hilfe naht: Liegt man in der Punktewertung mehr als 10 Punkte hinter dem Führenden zurück, darf man für die nächste Aufgabe einen Spielstein seiner Wahl durch einen einfacheren Ersatzstein tauschen. Damit lässt sich die nächste Aufgabe leichter bewältigen und (hoffentlich) mit einer höheren Punktzahl abschliessen. Eine schöne Spieleigenschaft, die weit abgehängte Spieler immer wieder hoffen lässt.
Nach 10 Runden ist Schluss. Der Sieger steht nach Punkten fest.

Just in Time kann man natürlich auch allein spielen und trainieren. Am spannendsten spielt es sich aber zu dritt oder viert. Konkurrenz belebt das Geschäft um die besten Punktzahlen.

Fazit:
Just in Time ist ein rasantes Legespiel. Wer löst eine vorgegeben Aufgabenstellung schnell und auch noch mit vielen Punkten? Der Schnellste holt jedoch nicht immer am meisten Punkte. Mit den Aufgabenkarten und den Legetafeln sind die Vorgaben immer unterschiedlich. Auch geübte Spieler müssen sich neu orientieren. Mit der Zeit entwickelt man ein Gefühl, welche Plätze man für bestimmte Spielsteine suchen sollte. Aber liegen die Punktezahlen auch günstig? Just in Time ist ein unterhaltsames Legespiel für die ganze Familie. Mit dem Ersatzstein erhalten auch abgehängte Spieler wieder eine Chance. Da alle Spieler immer aktiv sind, ist die gefühlte Spielzeit gering. Und wie schon bei Tetris möchte man es immer noch besser machen – und das just in time.

Just in Time | Autor: Günter Burkhardt | Verlag: Ravensburger
Legespiel für 1-4 Personen | Spieldauer: ca. 30 Minuten | Benötigt: Den schnellen Legeblick im Quadrat | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Carlit + Ravensburger AG Schweiz für ein Rezensionsexemplar von Just in Time!

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Snowdonia – Spielkritik

Im Spiel Snowdonia kommen Eisenbahnfreunde auf ihre Kosten. In Wales soll der Mount Snowdon ans Eisenbahnnetz angeschlossen werden. Schon 1894 war das ein wagemutiges Unterfangen. Das Brettspiel Snowdonia benötigt weniger Mut, dafür umso bessere Planung, um das Vorhaben erfolgreich zu realisieren.

SnowdoniaBei Snowdonia lebt der Eisenbahn – Pioniergeist wieder neu auf. Die Spieler müssen ihre Arbeiter geschickt einsetzen, um das Bauvorhaben voranzubringen. Die Schienen verlaufen ausserhalb des Spielbretts, die Planung der Aktionen erfolgt auf den Spielbrett. Das macht Snowdonia zu einem weitläufigen Spiel mit Atmosphäre. Die Arbeiten auf der Baustelle sind natürlich vielfältig. Erst müssen die Gleiskarten vom Geröll befreit werden, neue Stationen werden erschlossen oder Lokomotiven können zur Erleichterung der Arbeiten eingesetzt werden.

Die Spieler setzen zur Vergebung aller Aktionen ihre Arbeiter auf die Aktionsfeldkarten. Diese sind nur begrenzt nutzbar. Zudem verfügt jeder Spieler pro Spielrunde gerade mal über 2 Arbeiter, die er allenfalls noch aufstocken kann, wenn ein Mitarbeiter aus dem Pub wieder zur Arbeit motiviert wird.
Eisen, Stein, Kohle, Geröll und Stahl sind die Tauschelemente bei Snowdonia. Über die Aktionen oder das Freiräumen von Geleisen erhält man die Rohstoffe oder verarbeitet sie weiter.

Auftragskarten bieten weitere Möglichkeiten, um zusätzliche Aktionen durchzuführen. Aus drei offen ausliegenden Karten kann ausgewählt werden, wenn ein Arbeiter dafür eingesetzt wird. Mit den Karten darf vor einer normalen Aktion eine zusätzliche angekündigt und durchgeführt werden. Danach verliert die Karte ihren Nutzen und wird zur Seite gedreht.
Die Auftragskarten treten am Spielende wieder in Erscheinung. Kann man die aufgedruckten Aufträge erfüllen, erhält man zusätzliche Punkte.

Snowdonia 2

Bei Snowdonia wird nichts dem Zufall überlassen. Auch das Wetter spielt eine Rolle für die Planung. Bei Regen oder Nebel arbeitet es sich eben schwerer am Berg, als bei Sonnenschein. Dementsprechend passt sich das Arbeitstempo Runde für Runde neu an.

Snowdonia endet in der Runde, in der das letzte Gleis verlegt wurde. Danach werten die Spieler ihre Anteile aus, die sie zum gelungenen Streckenbau beigetragen haben. Es gibt Punkte für Gleis und Stationsbauten, erfüllte Auftragskarten und die Reichweite des eigenen Vermessers. Auch der Besitz einer Lok kann hilfreich sein. Der Sieger steht nun nach Punkten fest.

Fazit:
Snowdonia ist wirklich ein tolles Eisenbahnspiel mit Flair. Aus verschiedenen Aktionen muss man mit wenigen Arbeitern die richtige Auswahl treffen. Dabei ist der Spielverlauf flüssig und eingängig. Das Wetter bringt eine gewisse Unberechenbarkeit ins Spiel, ebenso das Auffüllen des Lagerplatzes, bei dem es zu gelegentlichen Überraschungen kommen kann. Die Auftragskarten mit den zusätzlichen Aktionen sind nicht zu unterschätzen. Sie können dem eigenen Eisenbahnbau Auftrieb verschaffen.
Nicht ganz ausgereift sind die deutschen Spielregeln. Leider wurden einige Punkte nicht ganz genau übersetzt (siehe unten: Regeln). Auch der Beutel für die Rohstoffe wurde nicht für Hände gemacht. Oder mir ist bis heute keine Hand bekannt, die darin rumwühlen könnte.
Sieht man von diesen Dingen einmal ab, ist Snowdonia ein richtig spannendes Optimierungsspiel, das thematisch wunderbar eingebettet ist und Spass macht.

Snowdonia | Autor: Tony Boydell | Verlag: Lookout Spiele
Optimierungsspiel für 1-5 Personen | Spieldauer: 30-90 Minuten | Benötigt: Erfahrung im Gleisbau am Berg | Wiederspielreiz: sehr gross

Besten Dank an Lookout Spiele, Asmodee (Vertrieb Deutschland) und Swissgames (Vertrieb Schweiz) für ein Rezensionsexemplar von Snowdonia!

Ergänzung zu den Regeln:
- Vor jeder Aktion darf eine oder mehrere Auftragskarten eingesetzt werden.
- Eine Auftragskarte darf jedoch nur einmal eingesetzt werden.
- Auftragskarten dürfen auch dann eingesetzt werden, wenn kein (eigener) Arbeiter auf dem Aktionsfeld steht.

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Spiel des Monats – Qwixx

Jeden Monat findet auf www.brettspielblog.ch ein Preisvergleich eines ausgewählten Spiels statt. Wo bekomme ich das Spiel am günstigsten? Aufgeführt werden ausschliesslich Schweizer Anbieter. Für den kleinen internationalen Vergleich ziehe ich Amazon bei.

Qwixx 1

Im April vergleiche ich die Preise von Qwixx (Autor: Steffen Benndorf / Verlag: Gamefactory). Ein rasantes Würfelspiel, bei dem alles gleichzeitig spielen.

Über das Spiel:
Die Spieler versuchen möglichst viele Zahlen einer Farbreihe anzukreuzen. Dabei dürfen sie nur der Reihe nach die Kreuze setzen und nicht zurück blicken. Der würfelnde Spieler hat sogar die Möglichkeit, mittels Würfelkombinationen gleich 2 Zahlen anzukreuzen. Ein schnelles Spiel für die ganze Familie.

Preisvergleich Qwixx - 30. April 2013

Anbieter
Ladenpreis
Versandpreis
Books.ch15.90 Fr.19.30 Fr.
Ex Libris / exlibris.ch13.90 Fr.13.90 Fr.
Postshop.ch----------13.90 Fr.
Spielbude.ch12.50 Fr.17.00 Fr.
Spielzeug24.ch14.90 Fr.21.80 Fr.
Spielzone.ch----------24.20 Fr.
WoG.ch12.90 Fr.12.90 Fr.
Preisvergleich des Würfelspiels Qwixx von Gamefactory. Grün markiert: Das günstigste Angebot mit und ohne Versandkosten.

Qwixx erhält man im Laden der Spielbude am günstigsten. Leider gibt es nur eine Filiale in der Schweiz. Übers Internet bekommt man Qwixx bei WoG.ch zu einem guten Preis. Amazon liefert das Spiel aktuell nicht in die Schweiz. Wer aufmerksam einkauft, kann aber auch bei diesem kleinen Spiel über 10.- Fr. einsparen. Ein Vergleich lohnt sich also!

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