Le Havre – Der Binnenhafen – Spielkritik

In Le Havre – Der Binnenhafen müssen 2 Spieler ihren Hafen bestmöglich ausbauen. Dazu stehen ihnen Waren, Geld und Gebäude zur Verfügung, doch nur gute Kombinationen lassen am Ende auch die Kassen klingeln. Ein taktisches Spiel mit einfachen Regeln.

Le Havre - Der BinnenhafenDas Aktionsrad bestimmt in Le Havre – Der Binnenhafen den Spielablauf. Dort kann man ablesen, wie viele Aktionen in einer Runde gespielt werden und welche Gebäude zur Verfügung stehen. Jeder Spieler besitzt ein solches Rad. Dazu kommt noch ein Warenlager und ein wenig Geld. Im Warenlager wird fortlaufend notiert, was an Holz, Lehm, Getreide und Fisch vorhanden ist.
Der Spielablauf ist in einfache drei Phasen unterteilt. Bei Rundenbeginn kommen neue Gebäudeplättchen ins Spiel. Sie können in der Hauptphase gekauft oder genutzt werden. Beim Rundenende verschieben sich die Zeiger auf den Aktionsrädern und lange unbenutzte Gebäude müssen verkauft werden.

Die Anzahl der Aktionen steigert sich langsam während des Spiels. Es wird abwechselnd gespielt, der Startspieler ändert von Runde zu Runde. Nun geht es ans Optimieren. Gekaufte Gebäude legt man auf das eigene Aktionsrad. Sie bringen am Ende Geld, im Laufe der Partie aber wichtige Erträge, wenn man sie nutzt. Je länger die Gebäude auf dem Aktionsrad liegen, desto mehr Ertrag generieren sie. Doch Vorsicht: Auch der Gegenspieler kann gegen ein geringes Entgelt die fremden Gebäude nutzen. Gerade benutzte Gebäude fallen auf dem Aktionsrad wieder zurück und bringen erst in späteren Runden wieder Ertrag.

Le Havre - Der Binnenhafen 2 Le Havre - Der Binnenhafen 3

So ist die eigentliche Aufgabe von Le Havre – Der Binnenhafen schnell erklärt: Kaufe Gebäude, vermehre durch deren Nutzung dein Einkommen, um wieder neue Gebäude zu kaufen. Nach jeder Aktion darf zudem auch ein eigenes Gebäude wieder verkauft werden. Das bringt zwar schnelles Geld, aber nur den halben Preis.
Hafen-Meister wird, wer nach 12 Runden die höchste Summe aus dem Gebäudewert und den eingenommenen Francs erwirtschaftet.

Fazit:
Le Havre – Der Binnenhafen ist ein taktisches Spiel für zwei Personen. Die Spielregeln sind einfach und reduzieren sich auf den Gebäudekauf und deren Nutzung. Doch dieser Teil, in Verbindung mit dem Aktionsrad, hat es in sich. Da auch gegnerische Gebäude genutzt werden können, kommt ein gewisser Ärgerfaktor ins Spiel. Immer ist man auf der Suche nach den besten Gebäudekombinationen, um am Ende möglichst viel Ertrag zu haben. Kleiner Nachteil des Spiels: Die Gebäudeplättchen sind doch sehr klein und fummelig geraten. Wer den Überblick behalten will, braucht gute Augen. Doch das Spiel um den besten Binnenhafen macht Spass, spielt sich locker leicht und bleibt spannend bis zum Schluss.

Le Havre – Der Binnenhafen | Autor: Uwe Rosenberg | Verlag: Lookout Spiele
Taktisches Spiel für 2 Personen | Spieldauer: ca. 30 Minuten | Benötigt: Erfolgreiche Ausbaupläne im Hafenviertel | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Lookout Spiele, Asmodee (Vertrieb Deutschland) und Swissgames (Vertrieb Schweiz) für ein Rezensionsexemplar von Le Havre – Der Binnenhafen!

» Mit dem Newsletter immer spielend mehr wissen!

Der verzauberte Turm – Kinderspiel des Jahres 2013

Das erste Spiel des Jahres 2013 ist gewählt – es ist das Kinderspiel. Gewonnen hat die begehrte Auszeichnung das Spiel Der verzauberte Turm. Erschienen ist es im Verlag Schmidt / Drei Magier Spiele. Autoren des Werkes sind Inka und Markus Brand, die letztes Jahr mit Village das Kennerspiel des Jahres 2012 veröffentlichten. Nun kann man sich ausrechnen, was wohl nächstes Jahr auf dem Programm der Autorenfamilie steht…

Der verzauberte Turm | Autoren: Inka und Markus Brand | Verlag: Schmidt / Drei Magier Spiele
Der verzauberte TurmDer verzauberte Turm ist ein Magnetspiel, bei dem es auf ein gutes Gedächtnis und Merkfähigkeit ankommt. Als Zauberer spielt man gegen das Team Robin, das die Prinzessin aus dem Turm befreien möchte. Dazu benötigt man aber den Schlüssel, der in einem Loch verborgen ist. Wird er beim Ziehen der Spielfigur angezogen, muss man nur noch das passende Schloss finden und die Prinzessin ist frei. Sonst beginnt der Wettlauf gegen den bösen Zauberer erneut.

» Mit dem Newsletter immer spielend mehr wissen!

Satuzzle – Spielkritik

Satuzzle heisst die neue Puzzleform eines jungen Unternehmens und setzt sich zusammen aus den Wörtern Satellitenbild und Puzzle. So einfach kann also ein neues Spiel entstehen. Und obwohl diese Art von Spielen nicht zu den Hauptgebieten von brettspielblog.ch gehört - diese Idee macht neugierig und soll getestet werden.

Satuzzle 1Aus 1000 Teilen wird Sydney zusammengestellt. Das Satellitenbild auf der Packung hat schon einmal einen hohen Wiedererkennungswert. Schnell findet man das Opernhaus oder die Harbour Bridge. Hier handelt es sich zweifelsfrei um eine gelungene Luftaufnahme von Sydney.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Damit das Satuzzle auch gelingt, benötigt es doch einen gewissen Einsatz. Was im Gesamtbild noch einen tollen Eindruck hinterlässt, muss schwer erarbeitet werden. Einige Teile sind schnell zu erkennen und zuzuordnen, bei den Häusern hangelt man sich bald von Dach zu Dach. Die Vorlage erweist sich als gute Hilfe. Doch noch wartet das Meer. Also mehr Meer muss wirklich nicht sein, die Herausforderung steigt.

Satuzzle 2

Da Sydney auch nicht an einem Tag entstanden ist, eilt es mit dem Satuzzle auch nicht so. Doch die Aufgabe ist lösbar und bringt doch einige Stunden an Puzzlespass. Die Idee des jungen Satuzzle-Unternehmens aus Deutschland besteht den Test. Weg von den üblichen Motiven, hin zu Originalschauplätzen aus der Vogelperspektive. Gerade wenn man die Stadt persönlich kennt, puzzelt es sich mit noch grösserer Motivation. Und die Idee ist ausbaufähig: Unterschiedliche Städte, Landschaften, Bauwerke. Mit einem tollen Satellitenbild lassen sich weitere schwierige Aufgaben stellen.

Fazit:
Satuzzle ist kein einfaches Puzzle-Projekt. Auch geübte Puzzler werden ihre Freude an den Satellitenaufnahmen haben. Und sie werden herausgefordert. Doch die Aufgabe ist lösbar und macht Spass. Die wirklich tollen Satellitenbilder sind der Schlüssel zu diesem Puzzle-Erfolg. Die 1000 Teile bringen einige Stunden Puzzlevergnügen. Belohnt wird man mit einer schönen Luftaufnahme der ausgewählten Stadt. Und der nächste Urlaub kommt bestimmt.

Satuzzle – puzzle die Welt von oben: Sydney
Puzzle aus 1000 Teilen | Spieldauer: laaaaang | Benötigt: Kenntnisse aus der Vogelperspektive | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Satuzzle für ein Rezensionsexemplar des Sydney-Satuzzles!  

» Mit dem Newsletter immer spielend mehr wissen!

Spiel des Monats – Brügge

Jeden Monat findet auf www.brettspielblog.ch ein Preisvergleich eines ausgewählten Spiels statt. Wo bekomme ich das Spiel am günstigsten? Aufgeführt werden ausschliesslich Schweizer Anbieter. Für den kleinen internationalen Vergleich ziehe ich Amazon bei.

Brügge 1

Im Mai vergleiche ich die Preise von Brügge (Autor: Stefan Feld / Verlag: Hans im Glück). Ein Spiel mit Brett und ganz vielen Karten.

Über das Spiel:
Man kämpft um Macht, Einfluss und Punkte bei Brügge. 165 Karten bringen viele Varianten ins Spiel, doch: Wie sollen die Karten verwendet werden? Soll man die starken Personen nutzen? Braucht man Geld oder Handlanger? Einfach nur ein neues Haus? Bei Brügge muss man auch verzichten können.

Preisvergleich Brügge - 1. Juni 2013

Anbieter
Ladenpreis
Versandpreis
Bol.ch-----59.90 Fr.
Books.ch55.- Fr.55.- Fr.
Ex Libris/exlibris.ch54.90 Fr.54.90 Fr.
OHC Computer-----43.50 Fr.
Postshop.ch-----54.90 Fr.
Spielbude.ch54.- Fr.58.50 Fr.
Spielzone.ch-----50.10 Fr.
Techmania.ch-----43.75 Fr.
Thalia.ch59.90 Fr.63.40 Fr.
Weltbild.ch53.90 Fr.61.85 Fr.
Wog.ch55.- Fr.55.- Fr.
Amazon-----31.30 Fr.
Preisvergleich des Spiels Brügge von Hans im Glück. Grün markiert: Das günstigste Angebot mit und ohne Versandkosten.

Brügge ist aktuell im Onlinehandel am günstigsten zu erwerben. OHC Computer führt das Spiel für 43.40 Fr. und ist damit der Konkurrenz voraus. Mit Amazon kann in diesem Preisvergleich jedoch kein Anbieter mithalten. Mit Umrechnungskurs vom 1. Juni 2013 erhält man dort das Spiel für 31.30 Fr. Ein beinahe unschlagbares Angebot. Ein Preisvergleich lohnt sich also!

» Spiel des Monats April: Qwixx

» Mit dem Newsletter immer spielend mehr wissen!

HUGO – Das Schlossgespenst – Spielkritik

HUGO geistert durch das Schloss. Das macht er schon bedeutend länger als sein berühmter Bruder im Geiste: Hubi. Denn das Spiel HUGO – das Schlossgespenst ist in regelmässigen Neuauflagen immer wieder erschienen. Nun wieder bei AMIGO, mit kleinen Regelerweiterungen.

Hugo - das Schlossgespenst 1HUGO erschreckt auf seinem Rundgang durch das Schloss reihenweise die Gäste auf der Galerie. Wer noch rechtzeitig in ein Zimmer hechtet und sich in Sicherheit bringt, lässt HUGO einfach vorbeiziehen. Doch HUGO lässt nicht locker: Er kommt immer wieder, bis sein letztes Stündlein geschlagen hat.

Erst werden die Spielfiguren auf die Galerie gesetzt. HUGO startet im Keller, arbeitet sich aber langsam vorwärts. HUGO – das Schlossgespenst ist ein Rennspiel. Es dreht sich im Kreis, und es wird gewürfelt. Das Spielprinzip ist dabei ganz einfach. Würfelt man eine Zahl, zieht man eine seiner Figuren im Kreis – in sicherem Abstand zu HUGO. Würfelt man einen Geist, so zieht man mit HUGO einige Plätze weiter.
Wird eine Figur von HUGO eingeholt, sperrt er sie in den Keller. Das bringt Minuspunkte. So versucht man, immer weit vor HUGO zu laufen oder sich in einem Raum zu verstecken. In einigen Räumen kann man sogar seine Minuspunkte abbauen. Doch ganz fies: Befindet sich bereits eine Figur im Raum, wenn man ihn betritt, schubst man sie wieder auf die Galerie. Damit macht man seinen Mitspielern viel Freude.

Hugo - das Schlossgespenst 2

HUGO gestaltet das lustige Wettrennen auch nicht einfacher. Mit jeder zurückgelegten Runde, nimmt er an Tempo auf. Seine Schrittfrequenz steigert sich von Runde zu Runde.
HUGO - das Schlossgespenst kann auf zwei Arten beendet werden. Um 5 Uhr früh hat HUGO’s letztes Stündlein geschlagen. Das Spiel endet sofort. Hat ein Spieler vor HUGO’s Verabschiedung schon die maximale Gruselpunktzahl erreicht, ist eher Schluss.

Auf der Rückseite des Spielbretts befindet sich noch eine alte HUGO-Version. Das neue Spiel mit den zusätzlichen Möglichkeiten (Raumbenutzung, HUGO’s Tempo) spielt sich allerdings flotter.

Fazit:
HUGO - das Schlossgespenst ist ein tolles Wettrennen für die ganze Familie. Das Würfeln benötigt Glück. In seltenen Spielsituationen kann eine Partie schnell beendet sein, wenn alle immer nur den Geist würfeln. Doch gerade mit mehreren Spielern entwickelt sich ein lustiges Wettrennen mit Ärgerfaktor bei der Raumvergabe. Gerade die zusätzliche Möglichkeit mit dem Rausschmiss der anderen Spielfiguren, sorgt immer wieder für Stimmung.
Kindern gefällt der Wettlauf mit dem Geist nach wie vor. HUGO – das Schlossgespenst ist schnell erklärt und spielt sich flott. Und mit bis zu 8 Spielern entwickelt sich eine abwechslungsreiche Geisterjagd.

HUGO - das Schlossgespenst | Autor: Wolfgang Kramer | Verlag: AMIGO
Wettrennen für 2-8 Personen | Spieldauer: ca. 30 Minuten | Benötigt: Würfelglück zur Geisterstunde | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Carletto und AMIGO für ein Rezensionsexemplar von HUGO – das Schlossgespenst

» Mit dem Newsletter immer spielend mehr wissen!