Neuheiten von Ravensburger im Herbst 2014

Der Herbst bringt wieder einige neue Spiele auf den Tisch. Hier sind Auszüge aus den Neuheiten von Ravensburger.

Orongo | Autor: Reiner Knizia
Die Osterinseln sind wieder einmal Thema eines Spiels. Ein Legespiel, bei dem um die besten Bauplätze geboten werden muss. Wer errichtet zuerst seine 5 Moai. Ein Spiel für 2-4 Personen.

Quizduell – Das Spiel
Die beliebte Quiz-App ist nun auch als Brettspiel erhältlich. Bei über 1500 Fragen kann man sein Wissen testen. Die bekannten Rategesichter fehlen ebenso wenig, wie die Auswahlraster und Themengebiete. Für 2-6 Spieler.

Lauf rauf! | Autor: Rüdiger Koltze
Wieder einmal ein richtiges Familienspiel. Es wird gewürfelt und die Figuren müssen auf den Berg laufen. Die Mitspieler und der Berggeist haben da aber etwas dagegen. Ein Laufspiel, das mit Glück und Taktik gewonnen wird. Für 2-4 Spieler.

Sau-Bande!
Und für die Kinder noch eine richtige Schweinerei. Endlich darf man den Matschball durch die Gegend schleudern in diesem Reaktionsspiel. Eine Schlammschlacht unter Ferkeln mit einfachen Regeln. Für 2-4 Personen.

Orongo Quizduell Lauf rauf Sau-Bande

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Suisse Toy 2014

Bald öffnet sie wieder ihre Tore – die Suisse Toy 2014 in Bern. In den Messehallen der Bernexpo finden die Besucher wieder ein vielfältiges Programm in verschiedenen Bereichen vor. Mit den Ausstellern der E-Games, der CREAKTIV und der FamExpo Baby ist man auch 2014 thematisch wieder flexibel unterwegs.

Suisse Toy 2014Vom 1. – 5. Oktober 2014 lautet das Motto: Hier spielt die Schweiz. Die Spielwarenhersteller präsentieren ihre neuesten Kollektionen und überall darf nach Lust und Laune getestet werden.
Aus Brettspiel-Sicht darf man natürlich immer gespannt sein, welche Neuheiten so kurz vor der SPIEL in Essen bereits in der Schweiz präsentiert werden können. Wie in den Vorjahren werden wohl einige Neuheiten auch zum Test ausliegen. An Spieltischen wird es nicht mangeln. Kosmos, Ravensburger, Carletto oder der Verein Spiel des Jahres sind vor Ort und animieren zum Spiel. Einige Spielgeschäfte und die Ludotheken füllen das Angebot weiter auf. Mit ein wenig Zeit kann man also aus einer grossen Auswahl an Brett- und Kartenspielen auswählen und gleich eine erste Probepartie starten.

Nach den Grossfamilien können in diesem Jahr Mehrlinge von einem Gratis-Eintritt zur Suisse Toy profitieren. Zwillinge, Drillinge, Vierlinge und mehr, die sich bis am 21. September 2014 melden, geniessen einen freien Eintritt in die grosse Spielewelt. Hier geht’s zum Anmeldeformular.

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Start frei – Spielkritik

Bei diesem Spiel wähnt man sich tatsächlich wie mitten in der Carrera Autorennbahn. Ein gutes Zeichen, schliesslich ist es ein Rennspiel und der Wiedererkennungswert soll möglichst gross sein. Start frei ist das grosse Familienspiel der neuen Marke Carrera Tabletop Games. Stürzen wir uns also ins Renngeschehen.

Start frei 1Bei jedem Spieler liegt das eigene Lenkrad aus, darin befinden sich auch seine Gänge. “In die Gänge” kommt man mittels Spielkarten. 6 Karten befinden sich in der Hand eines Spielers. Mit ihnen steuert man seinen Boliden. Verdeckt legt man Runde für Runde eine seiner Karten aus und befolgt die Anweisungen. Die Ordnungszahl der Karten legt die Reihenfolge der Spielzüge fest. Je tiefer die Zahl, desto eher fährt der Rennwagen weiter.
Die Rennwagen und überhaupt das Spielmaterial sind ein Highlight des Spiels. Toll, was da gezaubert wurde. Der Würfelbecher ist als Handregler getarnt, die Piste im originalen Carrera-Look, inklusive Spurwechsel und Verengungen.

Die Handkarten ermöglichen den Spielern die Gangschaltung oder eine Vorwärtsbewegung durch einen Würfel. Für jeden Gang liegt ein farbiger Würfel bereit, der grössere oder kleinere Sprünge ermöglicht. Trotzdem muss vorsichtig gefahren werden. Schikanen sollten möglichst punktgenau angefahren, Überholmanöver vorher angekündigt werden. Einen Spurwechsel bezahlt man mit Carrera Coins. Das sind Erfahrungspunkte, die man zur Belohnung für ein geglücktes Überholmanöver oder eine perfekt angegangene Schikane erhält.
Zu schnelles Fahren wird bestraft. Wer auffährt muss sofort einen Gang tiefer schalten, bei gefährlichen Schikanen sogar zwei. Das schränkt den Bewegungsradius im nächsten Spielzug etwas ein.
Zum Überholen darf man zusätzlich einen Boost-Würfel verwenden. Der Boost kann bei einem Wurf aber auch seinen Dienst versagen. Dann scheitert zwar das Überholmanöver, man erhält jedoch als Trostpflaster einen Marker, mit dem man zu einem späteren Zeitpunkt einen Spielvorteil erhält (Gang schalten, Wurfergebnis verändern, würfeln…).

Start frei 2

Nach einem Kartendurchgang folgt der Boxenstopp. Dort kann man sich mit den Coins neue Karten von der Auslage kaufen und seine Rennkarten für die nächste Runde verbessern. Mit allen Karten geht es dann zum nächsten Durchgang.
Die Rennstrecke wird während des Fahrens ausgebaut. Nach zwei gefahrenen Runden steht der Sieger fest.

Der Streckenbau ist bei Start frei flexibel. Es sind viele Strecken planbar. Sie unterscheiden sich von der Spieldauer, als auch vom Schwierigkeitsgrad.

Fazit:
Start frei ist auf dem Cover als Familienspiel deklariert. Der Ablauf eines Rennens ist zwar relativ einfach, trotzdem sind viele Kleinigkeiten zu beachten. Zu Beginn muss häufig in den Regeln nachgeschlagen werden, um sicher zu sein, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Daher würde ich Start frei klar als gehobenes Familienspiel bezeichnen. Thematisch ist man von der ersten Sekunde an voll dabei. Das Spiel hat Atmosphäre – Autorennen pur. Das tolle Spielmaterial trägt viel dazu bei.
Das Glück spielt beim Auswürfeln des Tempos natürlich mit. Wer aber nicht vorausschauend fährt und seine Karten oder Marker geschickt einsetzt, wird nicht um den Sieg fahren. Auch Taktik ist gefragt.
Ohne grobe Fahrfehler bleibt ein Rennen lange offen. Hinten liegende Autos erhalten Spielvorteile, damit ein Aufholen jederzeit möglich ist. Ganz vorne zu fahren benötigt zusätzliche Ressourcen.
Mit Start frei erhält man ein unterhaltsames Autorennen mit einigen Möglichkeiten, in das man sich ein wenig einarbeiten muss.

Start frei | Autoren: Klemens Franz, Hanno Girke und Dale Yu | Verlag: Carrera Tabletop Games
Autorennen für 2-4 Personen | Spieldauer: 30-120 Minuten (je nach Rennstrecke und Personen) | Ab 10 Jahren | Benötigt: Angepasstes Fahren bei Höchstgeschwindigkeit | Wiederspielreiz: gross

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Finger weg! – Spielkritik

Was soll man bloss bei einem Spiel mit dem Titel Finger weg! machen. Das Risiko scheint gross, die Fragen sind schwierig. Wissen allein bringt auch nicht immer Punkte. Hier braucht es geschickt eingesetztes Halbwissen, um am Ende als Fragen-Champion dazustehen. Wer einmal im Spiel ist, lässt seine Finger drin.

Finger weg 1Sieben Themengebiete stehen zur Auswahl. Die üblichen Verdächtigen finden darunter Platz: Geographie, Sport, Kultur, Politik etc. Der Startspieler wählt eine Fragekarte aus und schiebt sie verdeckt in den Sicherungskasten. Schliesslich herrscht hier Hochspannung. Laut wird die Aufgabe allen Spielern vorgelesen. Dazu gibt es bereits acht Antworten, auch diese liest man vor. Nur EINE Antwort ist richtig. Finger weg vor dieser Antwort. Wer sie aufdeckt, beendet die Spielrunde und erhält keine Punkte gutgeschrieben.
Also arbeitet man sich im Ausschlussverfahren langsam vor. Reihum schliesst jeder Spieler eine “sichere” Antwort aus. Mit Finger weg-Scheiben muss jeder Spieler verdeckt einen Tipp abgeben. Mit der leeren Seite gibt man dem ratenden Spieler recht. Mit einem Blitz steigt man aus der Spielrunde aus, weil einem die Antwort zu gewagt erscheint (oder man kennt die Lösung). Je länger man im Spiel bleibt, desto mehr Punkte bekommt man.

Finger weg 2

Im besten Fall kann man sich in einer Fragerunde 10 Punkte sichern: Man tippt bis zum Schluss richtig, man verbleibt als letzter Spieler in der Runde oder man tippt mit einem Blitz auf die richtige Lösung.
Mit dem Sicherungskasten kann man jede Aussage sofort überprüfen. Ein Schieber bei jeder Antwort zeigt sofort, ob sie sicher ist oder die Sicherung durchbrennt.
Wer am Ende am meisten Punkte auf seinem Konto hat, gewinnt.

Fazit:
Finger weg! macht aus mehreren Gründen richtig viel Spass. Da wären einmal die Fragen. Sie sind vielseitig und mit den Antworten perfekt abgestimmt. Kaum eine Frage ist auf Anhieb zu beantworten. Man kann zwar Tendenzen ablesen, doch gegen Ende bleibt immer die Ungewissheit. Zudem sind immer alle Spieler aktiv und taktieren kräftig mit. Soll man schon aussteigen und den Mitspielern das Feld überlassen? Weiss man noch eine sichere Antwort, um eine nächste Runde anzupacken?
Mit dem Sicherungskasten sollte man vorsichtig umgehen. Die Karten verrutschen leicht und lüften dann ihr Geheimnis. Weit über 250 Fragekarten bringen aber langen Spielspass und man spielt nur zu gerne noch eine Runde, und noch ein, und noch eine… natürlich nur aus Neugier auf die nächste Frage. Und damit kämpft Finger weg! mit dem gleichen Problem wie alle anderen Fragespiele: Irgendwann sind alle Karten gespielt. Gerne mehr davon!

Finger weg! | Autor: Peter Wichmann | Verlag: Zoch
Fragespiel für 3-8 Personen | Spieldauer: ab 30 Minuten | Ab 12 Jahren | Benötigt: Perfekt genutztes Halbwissen | Wiederspielreiz: sehr gross 

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Grabolo – Spielkritik

Grabolo ist zumindest in der Spielschachtel lange haltbar. Die ist nämlich aus Blech. Auf dem Spieltisch verringert sich die Haltbarkeit dramatisch. Denn Grabolo ist ein Tempospiel. Es zählen Reaktion und Geschwindigkeit. Hier haut man auf die Karten. Also nichts für zarte Gemüter.

Grabolo 1Sämtliche Spielkarten sind rund. Zahlenkarten von 1 bis 6 in 6 verschiedenen Farben werden auf dem Spieltisch verteilt. Sie sollten für alle Spieler gut erreichbar sein. Denn hier wird schon ab der ersten Sekunde auf Tempo gespielt. Ein Spieler gibt mit einem Farb- und einem Zahlenwürfel die aktuelle Kombination durch (z.B. Grün/4). Sofort legen die Spieler ihre Hand auf die gesuchte Karte. Der schnellste Spieler erobert die Karte und legt sie verdeckt vor sich ab. Der nächste Spieler würfelt eine neue Kombination und die Suche geht von vorne los.
Im Laufe des Spiels werden ziemlich sicher Karten gesucht, die bereits weg sind. Nun ist ein gutes Gedächtnis gefragt. Man ruft laut den Namen des Spielers, bei dem man die Karte vermutet. Der zuerst gerufene Name wird überprüft. Liegt man richtig, wechselt die Karte den Besitzer. Bei einem falschen Tipp muss man eine eigene Karte zurück in die Mitte legen.

Grabolo 2

Eine besonders schöne Aktion ist beim Rufen der Namen möglich: Ruft man den eigenen Namen, kann man eine bereits gewonnene Karte verteidigen. Doch Vorsicht, auch die eigenen Karten sollte man kennen, sonst gibt man eine Karte zurück ins Spiel.

Je nach Anzahl der Mitspieler muss man eine bestimmte Kartenanzahl gesammelt haben, um Grabolo zu gewinnen.

Fazit:
Grabolo ist ein typisches Reaktionssspiel. Ob beim Suchen der richtigen Karte oder beim Rufen des Besitzernamens, hier gewinnt der schnellste Spieler. Hier sind Auge und Hand gleichermassen gefordert. So gehört es ins gleiche Genre wie Ligretto oder Crazy Cups. Freunde solcher Spiele erhalten mit Grabolo ein kleines, handliches Kartenspiel mit einfachsten Regeln, das man sofort losspielen kann. Der ständige Wechsel aus schneller Hand und Zahlengedächtnis beim Rufen des hoffentlich richtigen Besitzers bringt Abwechslung und Unordnung ins Spiel – das steigert auch gleichzeitig den Spielspass und die Schadenfreude. Zwischendurch geht es auch mal lautstark zur Sache, wenn in grösseren Runden viele Namen gerufen werden. Denn gerade in grösseren Spielrunden kann man sagen: Hier geht’s rund!

Grabolo | Autorin: Maureen Hiron | Verlag: Gamefactory
Reaktionsspiel für 3-5 Personen | Spieldauer: 15 Minuten | Ab 6 Jahren | Benötigt: Auge und Hand in möglichst geschickter Kombination | Wiederspielreiz: gross 

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