Limes – Spielkritik

Limes ist ein Legespiel für zwei Spieler. Zudem ist Limes ein gutes Beispiel, wie sich manche Dinge entwickeln, wenn sie die gleiche Ausgangslage haben. Hier spielt man immer die gleiche Karte, besitzt gleich viele Arbeiter – und steht am Ende doch in ganz unterschiedlichen Landschaften.

Limes 1Limes kommt mit ganz wenig Spielmaterial aus. Die Landschaftskarten sind in Viertel geteilt. Sie zeigen Wald, Acker, Wasser oder einen Wachturm. Zudem besitzt jeder Spieler noch 7 Arbeiter, die er zielgerichtet einsetzen soll. Ein Spieler mischt seinen Kartenstapel, der andere sortiert die identischen Karten nach Nummern.
Während Spieler A nun immer zufällig eine Karte zieht, sucht sich Spieler B die gleiche Karte in jeder Runde aus dem Stapel. Es muss eine Landschaft entstehen mit den Massen 4×4, die jeder Spieler vor sich aufbaut. Dabei gibt es kaum Legevorgaben. Die Karten dürfen gedreht, müssen aber waagrecht oder senkrecht an eine Kante gelegt werden.

Beim Legen einer Karte darf man zusätzlich einen Arbeiter einsetzen, natürlich nur auf die eben gelegte Karte. Wahlweise kann ein bereits gesetzter Arbeiter in ein anderes Gebiet verschoben werden. Das neue Gebiet muss wiederum waagrecht oder senkrecht angrenzend sein.

Limes 2Nach 16 Karten ist bereits Schluss, es wird gewertet. Nun zeigt sich, wer die bessere Landschaft erstellt hat. Und noch wichtiger: Wer hat Arbeiter auf den attraktivsten Gebieten? Der Ansatz für Siegpunkte ist nämlich ziemlich unterschiedlich. Während es beim Ackerland auf grosse Flächen ankommt, zählen bei Waldgebieten angrenzende Flächen. Für ein Wassergebiet bringen die Fischerhütten am Ufer Punkte, beim Wachturm zählen die Waldgebiete in Sichtweite.
Spätestens jetzt ist klar, dass bei Limes von der ersten Karte an unterschiedliche Landschaftsmodelle zum Erfolg führen können, wenn auch die Arbeiter richtig platziert sind.

Der Landschaftsplaner mit den meisten Punkten gewinnt. Limes lässt sich auch solo sehr gut spielen. Mit weiteren Spielschachteln können ohne Einschränkungen noch weitere Spieler teilnehmen.

Fazit:
Limes ist von der ersten bis zur letzten Karte ein spannendes Legespiel. Landschaften sind erst perfekt, wenn sie von den Arbeitern auch richtig genutzt werden. Soll man auf ein gewünschtes Gebiet noch warten oder bereits weiterbauen? Jeder Spieler arbeitet unter den selben Bedingungen. Bei Limes gibt es keine Ausreden. Am Ende siegt der bessere Planer. Der Zufall beim Ziehen der Landschaftskarten kann durch geschicktes Verschieben der Arbeiter wieder aufgefangen werden. Es wird optimiert, um das Beste aus der eigenen Landschaft herauszuholen. Die Spielregeln sind sehr einfach gehalten. Einzig die unterschiedlichen Punktemöglichkeiten sollte man sich im Hinterkopf behalten. Limes ist ein kurzes, knackiges Legespiel für bis zu zwei Personen.

Limes | Autor: Martyn F | Verlag: Abacusspiele
Legespiel für 1-2 Personen | Spieldauer: 20 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Arbeitseinsatz im passenden Gebiet | Wiederspielreiz: sehr gross 

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