Sobek – Spielkritik

Sobek spielt in Ägypten. Mit Handel und Bestechung müssen bei diesem Brettspiel möglichst viele Punkte erzielt werden. Auf dem Weg dazu warten aber einige Überraschungen.

Erstaunlich, was in so einer kleinen Schachtel alles Platz hat. Sobek ist wirklich bis zur Schachtel durchdacht. Auch das Material ist hervorragend und sehr ansprechend. Die Illustrationen erinnern ein wenig an Asterix, nur die Hinkelsteine fehlen.

Am Rande des Nils, vor der Punkteleiste, liegen 9 Waren- oder Figurenkarten. Mit diesen Karten wird gehandelt. Ziel ist es, mit seinen Handkarten möglichst viele Kartengruppen mit mindestens 3 gleichen Karten auszulegen. Das bringt Punkte. Wenn auch noch Skarabäen (kleine Käfer) auf den Waren sind, werden die Punkte multipliziert. Ein lohnendes Geschäft.
Aber da sind ja auch noch die Figurenkarten. Sie ermöglichen Sonderaktionen und können den Mitspielern auch die Strategie vermiesen. Zudem handelt man am Nil nur die vordersten vier Karten. Die erste gibt es umsonst, für alle anderen erhält man zudem Bestechungskarten unter seinen Topf, für die man am Ende der Runde unter Umständen ein teures Lehrgeld bezahlt.

So läuft ein Spielzug ziemlich flott ab: Eine Karte vom Markt nehmen, eine Figurenkarte einsetzen oder eine Warengruppe auslegen. Wähle ich die letzte Möglichkeit, so kann ich noch ein Aktionsplättchen auswählen und es umsetzen: Punktegewinn, noch ein Spielzug, Bestechungskarten auf die Hand nehmen etc.


Die Handelkarten am Nil werden einige Male aufgefüllt. Ist die letzte Karte vom Markt, darf jeder Spieler noch auslegen. Dann wir gerechnet. Skarabäen mal Anzahl Karten gibt die verdiente Punktzahl und darf sie auf der Punkteleiste fahren. Wer am meisten Bestechungskarten gesammelt hat, bekommt Minuspunkte und rutscht die Punkteleiste pro 10 erwirtschafteten Punkten auch wieder rückwärts.
Gespielt werden drei Runden. Danach steht der Sieger nach Punkten fest.

Fazit:
Sobek hat ein ansprechendes Thema, es spielt sich zügig und bietet einige taktische Spielmöglichkeiten. Neben seinen eigenen Auslagen sollte man die Mitspieler nie aus den Augen lassen. Mit diversen Aktionen kann man ihnen das Leben schwer machen. Die Illustrationen sind sehr witzig und treffen voll meinen Geschmack. So ist Sobek ein Spiel, das oft auf dem Spieltisch landet und immer wieder mit einer angenehmen Spieldauer interessant ist. Ein weiteres Plus: Sobek lässt sich auch zu zweit sehr gut spielen.

Sobek | Autor: Bruno Cathala | Verlag: Game Works
Spiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 40 Minuten | Benötigt: Strategie beim Handel am Nil | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Swissgames und Game Works für ein Rezensionsexemplar von Sobek!

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