Andor-Fan-Legenden-Wettbewerb 2017

Mit dem dritten grossen Teil der Andor-Geschichte soll das Spiel ja abgeschlossen sein. Doch die Fan-Gemeinde ist nach wie vor gross und aktiv. Grund genug für Kosmos und Autor Michael Menzel, zum grossen Andor-Fan-Legenden-Wettbewerb 2017 aufzurufen. Die Veranstalter haben sich dazu auch etwas ganz Spezielles einfallen lassen: Ganz neue Kreaturen betreten die grosse Andor-Bühne!

Bild: Michael Menzel

Wie und in welchem Rahmen die neuen Figuren erscheinen, das ist der Kreativität der Legenden-Erfinder überlassen. Brut und Hella, Die drei Schwestern oder auch Hraak lassen der Phantasie auf jeden Fall schon beim ersten Anblick freien Lauf.

Unter allen Teilnehmern wird eine Reise mit Übernachtung zur grossen Andor-Jubiläumsparty verlost. Denn man glaubt es kaum: Andor feiert seinen 5. Geburtstag. Wie schnell die Zeit doch vergeht.

Die genauen Teilnahmebedingungen erfährt man in der Taverne von Andor. Dort findet man auch exklusives Material zu den neuen Kreaturen. Den Erfindern bleibt bis am 7. Mai 2017 Zeit, um ihre Idee einzureichen. Viel Glück!

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Spring ins Feld! – Spielkritik

Gartenfee Flora hat nicht nur Blumen im Kopf. Nein, sie trägt auch noch einen Würfel unter ihrem Hut. Der bewegt sich mit jedem von Floras Sprüngen ins nächste Gartenbeet und bestimmt, was Flora einsammelt. Spring ins Feld!

Erst muss man Flora und die Blumen noch flott zusammen kleben. Dann geht es auch schon los mit der ersten Partie. 7 Blumenbeete werden beliebig mit Blumen und Schmetterlingen gefüllt. Danach hilft Flora, das Körbchen jedes Spielers zu füllen. Wer an der Reihe ist, bewegt Flora möglichst schwungvoll in ein Blumenbeet. Gleichzeitig purzelt der Würfel unter ihrem Hut hin und her und zeigt die nächste Aktion an.
Je nach Würfelvorgabe nimmt man sämtliche Blumen oder Schmetterlinge der entsprechenden Farbe zu sich. Bei einem Smiley wählt man sich selber etwas aus. Ins Körbchen passen nur zwei Teile jeder Sorte. Sollte im Beet einmal keine Blume der gewürfelten Farbe mehr liegen, hilft der Glückskäfer. Man legt ihn in ein beliebiges Beet und pflückt sich eine Blume oder einen Schmetterling. Diesen Joker darf man auch nutzen, wenn das Körbchen in der gesuchten Farbe schon komplett gefüllt ist.
Bei einem weiteren Fehlwurf holt man sich den Glückskäfer wieder zurück. Damit verliert man zwar einen Spielzug, ist aber schon in der kommenden Runde wieder voll einsatzfähig. Oder anders ausgedrückt: Eine etwas liebevollere Art für „Einmal aussetzen“.

Wer seinen Korb als Erster gefüllt hat, gewinnt und wird zur Blumenkönigin oder zum Blumenkönig.

Fazit

Spring ins Feld! richtet sich ganz klar an die jüngsten Spieleinsteiger. Einfachste Regeln benötigen ein wenig Farbwissen, aber auch Koordination. Wenn Flora übermotiviert durch die Beete hüpft, rutschen auch mal die Blumen aufgeregt hin und her. Besonders gelungen am Spiel: In jedem Spielzug gibt es etwas zu tun, auch wenn man nur den Glückskäfer fliegen lässt. Für Kinder ist das optimal. Die Idee mit Floras Würfelhut ist zumindest originell, thematisch ist das Spiel ein wenig Geschmackssache. Ich habe schon bessere Cover aus dem Hause Zoch gesehen. Das Spiel funktioniert einwandfrei, ist in der Zielgruppe jedoch arg eingeschränkt. Für Spieleinsteiger ab drei, vier Jahren eignet es sich bestens. Wer schon ein wenig Spielerfahrung mitbringt, sucht sich aber schnell grössere Herausforderungen. Spring ins Feld! – für kindliche Spieleinsteiger.

Spring ins Feld! | Autoren: Anja Dreier-Brückner und Klaus Zoch | Verlag: Zoch
Kinderspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 15 Minuten | Ab 4 Jahren | Benötigt: Den farbigen Sammeltrieb | Wiederspielreiz: ok

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Swiss Gamers Award 2016

Der Swiss Gamers Award 2016 wurde wieder als einer der ersten Spielpreise des Jahres verliehen. Zur Wahl zugelassen sind die Spielerinnen und Spieler, die in Vereinen und Clubs in der Schweiz organisiert sind. Das waren in diesem Jahr immerhin noch 19 Spiele-Clubs. Weit über 30 Spiele haben Punkte erhalten, das Spektrum ist gross. Trotzdem findet man eher Kennerspiele auf den ersten Rängen. Das erstaunt wenig: Wer regelmässig in Clubs spielt, wagt sich auch anspruchsvolleres Spielmaterial.

» Zur Homepage des Swiss Gamers Awards 2016

Hier sind die Preisträger des Swiss Gamers Awards 2016:

1. Scythe
Autor: Jamey Stegmaier | Verlag: Matagot

2. Codenames
Autor: Vlaada Chvátil | Verlag: Czech Games, Heidelberger

3. Great Western Trail
Autor: Alexander Pfister | Verlag: eggertspiele

4. First Class
Autor: Helmut Ohley | Verlag: Hans im Glück

5. Terraforming Mars
Autor: Jacob Fryxelius | Verlag: Schwerkraft Verlag

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Forest – Spielkritik

Helvetiq hat mit Bandido erst gerade einen Blitzstart hingelegt: Kleines Spiel im ungewöhnlich länglichen Kartenformat. Und zack – erscheint Forest. In der kleinen Schachtel, im länglichen Kartenformat. Das kann kein Zufall sein…

Forest ist erneut ein Legespiel, doch die Karten liegen nicht lange auf dem Tisch. Der Märchenwald breitet sich diesmal immer weiter aus. Neben Spielkarten mit Baumstämmen, gibt es auch welche mit Baumkronen. Wer an der Reihe ist, legt eine seiner drei Handkarten passend in den Wald. Viele bekannte Märchenfiguren tummeln sich im dort. Allein das Erraten der jeweiligen Märchen unterhält im Spiel mit Kindern eine ganze Weile. Doch beachten sollte man vor allem Eulen, Weihnachtsmänner, Feen und Frösche. Sie sind ein wenig kleiner gezeichnet und verstecken sich mal da, mal dort zwischen den Bäumen. Für Strategen gut zu wissen: Zwischen 0 und 4 kleine Gestalten können sich auf einer Karte befinden, jedoch niemals mehr als drei einer Sorte.

Jeder Spieler legt eine Karte und zieht wieder ein nach. Nun muss man nur noch ein wenig mitzählen. Liegen 7 oder mehr Figuren einer Art aus, darf man die entsprechenden Karten einkassieren. Der Märchenwald schrumpft zusammen, das Spiel geht weiter. Je näher man an die 7 rückt, desto grösser wird die Gefahr, den Mitspielern eine Vorlage zu liefern. Das lässt sich nicht immer vermeiden, es besteht Zugzwang.

Ist der Nachziehstapel leer, spielt man die letzten Karten noch aus. Wer als Letzter eine 7 legen konnte, räumt auch die restlichen Karten ab. Der Spieler mit den meisten Karten gewinnt.

Fazit

Klein, einfach, schön! So umschreibt man das Spiel Forest kurz und treffend. Das kleine Kartenformat und die einfachen Spielideen überzeugen mich bisher total. Auch Forest spielt man überall und schnell zwischendurch. Das Spiel ist blitzschnell erklärt und doch nicht banal. Das Märchenthema mit seinen Illustrationen regt die Phantasie der Kinder an. Wer bis 7 zählen kann, spielt sofort mit – und ist auch gerne bei weiteren Partien mit dabei. Der Märchenwald wartet, bis er entdeckt wird.

Forest | Autor: Leo Colovini und Fabio Visintin | Verlag: Helvetiq
Kartenspiel für 2-5 Personen | Spieldauer: 15 Minuten | Ab 6 Jahren | Benötigt: 1,2,3,4,5,6,7 Zauberwesen | Wiederspielreiz: sehr gross

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Neuheiten von carta.media im Frühjahr 2017

Die Schweizer Verlage lassen sich dieses Frühjahr nicht zwei Mal bitten. Auch der Verlag carta.media bringt zwei neue Kartenspiele auf den Markt. Doch das ist noch nicht alles: Im März erscheint auch noch ein interessantes Buch.

Keilerei

Dieses Kartenspiel ist eigentlich eine richtige Sauerei. Und wie der Titel schon vermuten lässt, ärgert man seine Mitspieler ganz schön. Nebenbei versucht man, die eigenen Karten passend in die Reihen zu legen. Denn nur wer seine Schweine schnell los wird, gewinnt. Mit tollen, schweinischen Illustrationen.
Autor: Bertram Kaes | Ab 8 Jahren | Für 2-4 Spieler 

Swissino

Ganz weit entfernt erinnert das Spiel an UNO. Immerhin soll man seine Karten passend auf den Stapel legen. Aber habt ihr bei UNO schon einmal gejodelt? Und dann gibt es da noch die Ereigniskarten, die nicht nur Gutes bringen. Ein witziger Spielspass für die ganze Familie.
Autor: Bertram Kaes | Ab 7 Jahren | Für 2-5 Spieler

Kinder erklären die Schweiz

Ist Ricola tatsächlich ein Salat? Welchen Beruf übt Roger Federer aus? Wie wird man kantolisch? Kinder im Alter von 7 bis 9 Jahren erklären die Schweiz. Dabei mischen sie ihr Wissen mit ganz viel Halbwissen und Charme. Illustriert von Michael Menzel (Die Legenden von Andor), erscheint das Buch im März. Geschrieben und kommentiert wurde es von Patrick Jerg.

  

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