Blöde Kuh – Spielkritik

Es herrscht ein grosses Durcheinander auf der Weide, denn die Tiere sind ausgebrochen. Die zahmen und netten sind natürlich schnell wieder eingefangen, die störrischen Tiere könnte man bei Gelegenheit ja schnell abschieben. Blöde Kuh ist ein herrliches, kleines Ärgerspiel, bei dem man sich tierisch freuen kann.

Blöde KuhVier Tierarten gibt es im Spiel: Schafe, Schweine, Pferde und Kühe. Schon alleine sorgen sie für Schwung, erscheinen sie aber im Duo, so scheucht das auch die Tiere auf, die keiner haben will. Insgesamt drei Spielrunden werden gespielt, in denen man möglichst wenig Minuspunkte einfahren soll. 9 Karten erhält jeder Spieler zu Beginn auf die Hand, die man grundsätzlich ganz schnell wieder loshaben möchte. Dazu hat man reihum drei Möglichkeiten: Man spielt eine einzelne Karte, man spielt ein Pärchen oder man passt.
Einzeln gespielte Karten lösen eine sofortige Aktion aus. Zumindest beinahe, denn das Schaf weidet derart ruhig, dass bei ihm nichts passiert. Bei einem Schwein muss der linke Nachbar entweder eine Karte vom Nachziehstapel ziehen oder die oberste Karte des Ablagestapels zu sich nehmen (also das eben gelegte Schwein). Mit einem Pferd werden alle Spieler gezwungen, eine Karte verdeckt an den nächsten Spieler abzutreten. Und die Kuh? Damit straft man sich gleich selber. Man zieht eine Karte nach.

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Chill & Chili – Spielkritik

Hier kommt die Schrebergartenkultur für den Spieltisch. Bei Chill & Chili bepflanzt jeder sein eigenes Gärtchen und sucht sich sein Gemüse selber aus. Bewässert man auch schön regelmässig, holt man das Maximum aus seinem grünen Daumen.

Chill & ChiliAus der Spielschachtel entfaltet sich ein Garten mit Teich, Zubehör, eigenem Markt und einem Brunnen. Der Start ist optisch schon einmal sehr gelungen. Das Gemüse sieht knackig aus, mit einem fotografischen Glanz, so wie man es gerne kaufen würde. Das Erscheinungsbild punktet auf der ganzen Linie. Die Spieler erhalten zu Beginn 5 Gemüse-Handkarten, vier Geldstücke und ein klares Ziel: Möglichst viele Beete anpflanzen, denn das bringt Siegpunkte. Gelingt auch noch eine komplette Bewässerung, zahlt es sich doppelt aus.

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Roboter Randale – Spielkritik

Roboter Randale ist kein ganz neues Spielprinzip. Aber toll umgesetzt in einem kleinen Format. Das Geschicklichkeitsspiel für 2 Personen erschien schon unter den Namen Passe-Trappe oder Pucket und hatte seinen Ursprung wohl in Frankreich. moses. bringt nun eine familientaugliche Version auf den Markt.

Roboter RandaleDie Spielregeln sind derart kurz, dass sie auf der Rückseite der Schachtel Platz finden. Sofort losspielen ist in diesem Fall also total Ernst gemeint. Das Spielbrett ist eine zusammenklappbare Holzkiste. Gespielt wird aber aufgeklappt. Jeder Spieler besitzt eine Spiel-Hälfte. Als Abgrenzung der Hälften steht mittendrin eine Trennwand, die ein Loch aufweist. Dort flitzen gleich die runden Roboter-Chips durch, denn das ist die Idee dieses Spiels. Die 6 Roboter der eigenen Farbe sollen auf die andere Spielfeldseite gelangen – und zwar exakt durch die Lücke des Spielfeldes.

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Qwantum – Spielkritik

Da gab es aus demselben Verlag schon das sehr erfolgreiche Qwixx, danach folgte Qwinto, um nun mit Qwantum den dritten Streich zu liefern. Q-Wörter gäbe es ja noch eine ganze Menge.

Wer eines der erstgenannten Spiele kennt, wird bei Qwantum schnell Anschluss finden. Es geht auch hier um Zahlen, Farben, Reihen und Spalten. Insgesamt vier Farbreihen gibt es zu füllen. Erst müssen vier Zahlenwerte aufsteigend notiert werden, um danach noch zwei Zahlen absteigend zu würfeln. Eigentlich eine ganz einfache Angelegenheit, die man trotzdem nicht zu sehr ausreizen sollte. 6 Farbenwürfel sind im Spiel, die alle unterschiedlich sind. Die vier Spielfarben kommen darauf vor, die Zahlenwerte von 1 bis 6 ebenfalls, doch immer in neuen Kombinationen. Vier Farben auf sechs Seiten – da entsteht ein Überschuss. Zwei Farben kommen also jeweils doppelt vor.

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Escape Dysturbia – Mörderischer Maskenball – Spielkritik

Die Metropole Dysturbia hat schon bessere Zeiten erlebt. Die Stadt wirkt düster und grau, denn das Syndikat hat die Macht übernommen. Keiner weiss, wo es herkam und wer dort die Fäden zieht. Gier und Geiz beherrschen die Stadt. Die Detektei Dyscover hält dagegen. Eine Truppe bunt gemischter Charaktere setzt sich für bessere Zeiten ein. Und schon sind wir mittendrin im Abenteuer von Escape Dysturbia.

Escape Dysturbia - Mörderischer MaskenballEscape Dysturbia ist ein Escape-Game, allerdings nicht im klassischen Sinn. Hier wird kein Ausgang gesucht, kein verrückter Professor am Wahnsinn gehindert. Nein, in diesem Spiel löst man einen Fall, sammelt Indizien, verschafft sich einen Überblick über die Situation, um am Ende das Finale richtig zu bewältigen. Der Weg dorthin ist aber klassisch: Es darf gerätselt, geknobelt und beobachtet werden. Es ist ein Sammeln wichtiger und unwichtiger Informationen, die alle ihre Berechtigung haben. Natürlich verrate ich keine Details. Wer hier weiterliest, kann sich später unbefangen ins Abenteuer stürzen.
Der erste Fall der Detektei Dyscover führt das Team an den Maskenball des Industriellen Henrik de Graaf. Er ist plötzlich verschwunden. Doch da ist Blut, aber keine Spur von Opfer oder Täter. Der Einsatz des Teams soll den Fall klären. Doch welches Team? Die Spieler stellen ihre eigenen Dyscover-Spezialisten zusammen. Damit manipuliert man ein wenig den Schwierigkeitsgrad, denn die Figuren geben im Laufe der Partie immer wieder Kommentare ab. Je grösser das Team, desto mehr Zwischenkommentare erhält man also. Und die Charaktere könnten nicht unterschiedlicher sein: Von der Klatsch-Journalistin zur Computer-Spezialistin bis hin zum Waisenkind. Wen soll man bloss an den Fall mitnehmen? Wer könnte hilfreich sein?

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