Brettspielen in der Schweiz

Brettspiele sind in der Schweiz nicht derart verbreitet wie in Deutschland. Ich verweise hier gerne auf einen Artikel von Blog-Kollege Guido von trictrac, der sich so ziemlich im Grenzbereich aufhält (örtlich) und das Problem in einem Artikel geschildert hat (thematisch). Der spielende Durchschnitts-Schweizer hat eben gerne Kontinuität und Traditionen. Das verhindert manchmal eine Neuheitenflut, wie man sie in Deutschland kennt.

Trotzdem gibt es immer wieder Beispiele, was alles zur Verbreitung der Brettspiele in der Schweiz unternommen wird. Das Ludothekennetz ist beispielsweise ziemlich ausgeprägt, Grossanlässe wie die SpieleNacht locken Spielwillige an oder Spieleclubs organisieren Meisterschaften.
ElternvereinVor etwa einem Jahr stiess ich beispielsweise auf einen Anlass des Elternvereins Eglisau, der einen Spielnachmittag organisierte. Nach einem Jahr haben sich die Organisatoren nun wieder bei mir gemeldet. In Zusammenarbeit mit der Bibliothek wird nun bereits zum 7. Mal ein Spielnachmittag durchgeführt. Im Januar können Spielbegeisterte neue Spiele ausprobieren, sich die Regeln erklären lassen und den Nachmittag geniessen. Der Anlass wurde schnell zum festen Bestandteil des Jahresprogrammes. Jedes Jahr werden einige Spiele ausgewählt, die man unter Anleitung ausgiebig testen kann.
Der Erfolg des Anlasses zeigt, dass oft im Kleinen beginnt, was später ein grosser Brettspieler werden will. Und vielleicht animiert so viel Engagement ja auch zur Nachahmung. Möglichkeiten wären ja vorhanden.

» Zum Beispiel: Spielnachmittag in Eglisau

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3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Guido gibt ein Bild, mit dem ich nicht wirklich einverstanden bin.
    „Die Schweiz ist das Land mit der grössten Anzahl Ludotheken im Verhältnis zur Bevölkerung.“ (Quelle: Ludo.ch)

    Würde das nicht reichen, gibt es immer noch die Tatsache, dass es in allen den grössten Städten der Schweiz Spieletreffen gibt. (Quellen: Spieleclubs.ch; Chpiil.ch; Giochintavola.ch)

    Mit den Events sind wir Schweizer auch nicht schlecht organisiert:
    – Ludesco – La Chaux-de-Fonds
    – Swiss Toy – Bern
    – Spielfest Wil
    – Spielwoche Wildhaus
    – Spielweekend Wildhaus
    – St. Galler SpieleNacht
    – La Fête du Jeu – Saxon
    – Fête Vaud Jeux – Lausanne
    – Orc’idée – Lausanne
    – Le Châtheau des Jeux – La Tour-de-Peilz
    – usw.

    Schliesslich sieht es so aus, dass die Brettspielen in der Schweiz wieder in sind. (Quelle: 20 Minuten Online -http://www.20min.ch/community/stories/story/Diese-Buenzli-Hobbys-sind-wieder-in-17384120)

    Die Situation sieht für unseres Hobby gut aus. Es gibt sicher noch viel zu tun, aber wir können uns nicht beklagen, oder?

    Liebe Grüsse,
    Elijah

    • Hallo Elijah,
      wir sind sicher nicht schlecht aufgestellt in der Schweiz. Wenn man es aber mit dem grossen Nachbarn im Norden und deren Spielkultur vergleicht, hinken wir aber schon noch ein wenig hinten nach.
      Aber ich sehe das auch so, dass wir in der Schweiz die grosse Vielfalt und die Möglichkeiten von Brettspiele erst wieder neu entdecken – und nicht nur als Bünzli ;-)

  2. Es werden sogar Meisterschaften durchgeführt in der Schweiz!
    Zum Beispiel die „Siedler-Schweizermeisterschaft“ (zum 11. Mal) am 9. Juni und die „Wizard-Schweizermeisterschft“ (zum 3. Mal) am 22. September.
    Beide Meisterschaften werden von „Wädi spielt“ organisiert und finden in Wädenswil am Zürichsee statt.
    Spielerische Grüsse
    Xavi

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