Capricorns-Spieleshop – Patrick Inauen

Webshops für Brett- und Kartenspiele gibt es gleich einige im Internet. Doch in diesem Interview soll es nicht um gute oder schlechte Spieleshops gehen. Patrick Inauen hat vor nicht all zu langer Zeit seinen eigenen Webshop, den Capricorns-Spieleshop, eröffnet. Dazu hat er sich unter anderem auf einen ganz bestimmten Bereich spezialisiert, mit dem er sich von anderen Angeboten abhebt. Wie ist ihm der Start mit seinem Shop geglückt? Und auf welchen Brettspiel-Bereich legt er besonderen Wert? brettspielblog.ch hat bei Patrick Inauen nachgefragt.

Du hast unter dem Namen Capricorns einen Spieletreff aufgebaut und nun unter dem selben Namen einen Spieleshop angegliedert. Wie kam es zu diesem Entschluss?
Patrick Inauen (P.I.): Das lag irgendwie auf der Hand. Das Logo war so bereits vorhanden und wollte eine Verbindung zur Spielgilde herstellen in Bezug auf mögliche Kunden. Zudem bot es Möglichkeiten, wie die Spielbewertung, in den Shop zu integrieren.

Mittlerweile gibt es einige Spieleshops im Internet. Worin unterscheidet sich das Angebot des Capricorns-Spieleshops von anderen Webshops?
Capricorns SpieleshopP.I.: Bevor ich den Entschluss getroffen habe auch einen Shop aufzubauen, habe ich die Marktsituation intensiv analysiert und natürlich auch die Konkurrenz unter die Lupe genommen. Ich bin zum Schluss gekommen, dass Potenzial vorhanden ist, wenn man sich spezialisiert und sich von den Mitbewerbern abheben kann. Zudem war mir die Aufmachung des Shops sehr wichtig. Da gibt es einige weniger gute Beispiele auf dem Markt. Ich habe mich nun auf Strategiespiele spezialisiert. Ich möchte Spiele anbieten, die man nicht in jedem Laden und Shops kaufen kann und nur schwerlich und mit viel Aufwand auftreiben kann. Zudem wollte ich mit dem Treuesystem eine Kundenbindung erzielen.

Du verkaufst in deinem Shop auch Raritäten, Spiele, die im Handel nicht mehr zu finden sind. Bist du selber auch Spielesammler?
P.I.: Natürlich. Ich glaube dass es sehr wichtig ist selber vom Geschäft etwas zu verstehen, um den Kunden zu helfen und sie gut zu informieren. Die meisten Spiele im Shop sind auch in meinem Privatbesitz zu finden. Doch mittlerweile über 1200 Spiele.

Wie füllst du die Raritäten-Abteilung deines Shops? Welchen Aufwand betreibst du, um das Angebot derart gross (derzeit über 100 Raritäten) zu halten?
P.I.: Dies ist in der Tat nicht einfach und mit viel Aufwand verbunden. Ich beschaffe mir diese Raritäten in ganz Europa. Da helfen mir vielfach auch die guten Kontakte. Und es braucht Glück, im richtigen Moment auf den verschiedenen Plattformen auf diese Raritäten zu stossen. Da ich hier einen grossen Aufwand betreibe und selber für die Raritäten grosse Ausgaben tätigen muss, haben diese Spiele auch ihren Preis.

Der Aufbau eines neuen Spieleshops ist kein einfaches Unterfangen. Würdest du, im Nachhinein betrachtet, den Aufwand wieder betreiben?
Capricorns Spieleshop 2P.I.: Ich bin immer wieder amüsiert wenn ich höre, dass Leute meinen, schnell einen Shop zu starten und reich zu werden. Ich habe vom Entschluss bis zur Aufschaltung volle 2 Jahre gebraucht. Lieferanten suchen und anschreiben, Spiele ordern, Werbemittel wie Flyer und Visitenkarten anschaffen, Layout des Shops mitgestalten, sämtliche Artikel mit Beschreibung, Bildern und Spielregeln erfassen, Zahlungsmöglichkeiten mit Post/Kreditkarteninstitut aufschalten usw. Danach ist die Bearbeitung von zentraler Bedeutung. Die Preisgestaltung muss ständig angepasst  werden und die Aktualität gewährleistet sein.
Und ja, ich würde es wieder machen. Spielen ist einfach meine Herzensangelegenheit und Verkaufen sowieso mein Hauptberuf. Nur schon die Erfahrungen, die man macht, sind unbezahlbar.

Abschliessende Frage: Für Raritäten bezahlen Spieler manchmal hohe Preise. Welches Spiel wünschst du dir denn unbedingt noch und wo würde deine Schmerzgrenze bei Brettspielen liegen?
P.I.: Diesen Wunsch habe ich mir mit der Anschaffung von Key Market bereits erfüllt. Wo dabei die Schmerzgrenze bei Raritäten oder Wunschspielen  liegt ist schwierig zu sagen. Wenn man etwas unbedingt will, gibt man auch mal etwas mehr aus. Man hat ja von so einer Anschaffung etwas Bleibendes, das immer wieder auf den Tisch kommt und mit dem man mit seinen Freunden viele tolle Stunden erleben darf.

Ich wünsche Patrick Inauen mit seinem Spieleshop viel Erfolg und dass ihm die Raritäten nie ausgehen. Für ältere und spezielle Brettspiele lohnt sich ein Blick in Patrick’s Raritätensammlung auf jeden Fall.

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