Crossboule – Spielkritik

Crossboule ist eine Art Boccia oder Boule, gespielt wird allerdings mit weichen Kugeln. Sie sind mit kleinen Plastikteilchen gefüllt und mit genähtem Stoff umgeben. So lässt sich das Outdoor-Spiel nämlich auch ganz bequem Indoor spielen. Und macht erst noch eine Menge Spass.

Die Regeln von Crossboule sind schnell erklärt. Jeder Spieler hat 3 Wurfkugeln der gleichen Farbe. Die versucht er so nahe wie möglich an der kleinen Zielkugel, dem Schweinchen, zu platzieren. Für jede näher gelegene Kugel gibt es einen Punkt. Mit 13 Punkten gewinnt man einen Satz, auf 2 Gewinnsätze geht eine Partie.

Der Spieler, der das Schweinchen wirft, kann auch die Wurfart bestimmen. So muss dann jeder mit der linken Hand werfen oder nur Würfe über die Schulter sind gültig. Zusätzliche Punkte liegen noch drin, wenn man sogenannte Combos wirft. Combos enstehen nur durch Kontakt der Kugeln mit dem Schweinchen. Bei einer Schlange beispielsweise berühren sich alle Kugeln in einer Reihe und die vorderste hat Anschluss ans Schweinchen – 6 Punkte. Gute Werfer gewinnen ihre Sätze also mit Combos.

In einer Schachtel Crossboule befinden sich Kugeln für 2 Spieler. Da es das Spiel aber in 3 verschiedenen Mustern gibt, kann es je nach Anzahl Spieler ergänzt werden.

Fazit:
Crossboule macht absolut Spass. Durch die weichen Kugeln kann das Schweinchen überall versteckt werden. Ob auf dem Stuhl, hinter dem Strauch, auf der Treppe – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auch im Innern sind die wertvollen Porzellangegenstände geschützt, wenn man nicht zu scharf schiesst. Die Kugeln lassen sich werfen, rollen und es lässt sich sogar eine Kurve in einen gelungenen Wurf einbauen. Crossboule passt sich den eigenen Fähigkeiten an, die Regeln lassen sich variieren. Gerade für die schönen Sommertage gehört Crossboule einfach dazu. Nicht ganz überzeugt hat mich die Materialqualität. Obwohl anscheinend schon Verbesserungen stattgefunden haben, sind die Nähte nicht sehr stabil. Trotzdem ist Crossboule für mich eine klare Sommerempfehlung!

Crossboule | Autor: Mark Calin Calimann | Verlag: Zoch-Verlag
Wurfspiel für 2 oder mehr Spieler | Spieldauer: ca. 20 Minuten | Benötigt: Knautschiges Wurfgeschick in allen Lagen | Wiederspielreiz: sehr gross

Besten Dank an Carletto und Zoch für ein Rezensionsexemplar von Crossboule!

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Spiel des Monats – Qwirkle

Jeden Monat findet auf www.brettspielblog.ch ein Preisvergleich eines ausgewählten Spiels statt. Wo bekomme ich das Spiel am günstigsten? Aufgeführt werden ausschliesslich Schweizer Anbieter. Zum kleinen internationalen Vergleich ziehe ich jeweils Amazon.de bei.


In diesem Monat vergleiche ich die Preise von Qwirkle (Susan McKinley Ross / Schmidt). Das frisch gekürte Spiel des Jahres 2011 wird wohl die nächsten Monate noch einige Male über den Ladentisch gehen. Da kann sich ein Preisvergleich lohnen.

Über das Spiel:
Qwirkle ist ein simples, abstraktes Legespiel um Farben und Formen. Holzsteine müssen dabei richtig auf dem Spieltisch gelegt werden, um Punkte zu erhalten. Es benötigt ein gutes Auge und etwas Spielglück.

Preisvergleich Qwirkle - 29. Juni 2011

Anbieter Ladenpreis Preis inkl. Versandkosten
Bol.ch 49.90 Fr.49.90 Fr.
Books.ch39.90 Fr.39.90 Fr.
Ex Libris/exlibris.ch44.90 Fr.44.90 Fr.
Spielbude.ch39.50 Fr.44.00 Fr.
Spielzone.ch36.80 Fr.44.30 Fr.
Storyworld.ch42.40 Fr.42.40 Fr.
Thalia34.90 Fr.38.40 Fr.
Weltbild34.90 Fr.42.85 Fr.
Wog.ch 39.90 Fr.39.90 Fr.
Preisvergleich des Legespiels Qwirkle. Grün markiert: Das günstigste Angebot mit und ohne Versandkosten.

Die Preisspanne bei Qwirkle ist für einmal nicht riesig. Bei Thalia oder Weltbild kauft man gegenwärtig zum besten Preis ein. Aber Achtung: Qwirkle ist momentan nicht überall sofort erhältlich und es muss mit Wartezeiten gerechnet werden. Bei Amazon liefert aktuell kein Verkäufer in die Schweiz. Daher fällt der Vergleich leider aus. Ob der Preiskampf für das Spiel des Jahres 2011 in den nächsten Monaten neu lanciert wird, wird man sehen.

> Spiel des Monats Mai 2011: Strasbourg
> Spielkritik zu Qwirkle

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Kennerspiel des Jahres 2011 – 7 Wonders

Das erste Kennerspiel des Jahres heisst erwartungsgemäss 7 Wonders. Noch selten wurde ein Spiel so hochgepriesen wie das Kartenspiel mit dem tollen Mechanismus. So ist das Grundprinzip relativ einfach zu verstehen, durch die enorme Kartenvielfalt und die Möglichkeiten, die sich im Spiel allerdings ergeben, wird es zu einem Kennerspiel. Erst nach mehreren Partien ist man sich aller Varianten bewusst. Einige Karten entfalten erst mit weiteren die ganze Punktevielfalt. Und dann bleibt immer die Wahl, ob auf Militär, Entwicklung oder Weltwunder gebaut werden soll. So hat jeder Spieler dauernd das Gefühl etwas Wichtiges zu entscheiden. Zudem sind alle Spieler immer aktiv. Ein verdientes Kennerspiel des Jahres 2011.

Kennerspiel des Jahres 2011:
7 Wonders | Autor: Antoine Bauza | Kartenspiel für 2-7 Personen | Verlag: Repos/Asmodee

Herzlichen Glückwunsch!

> Spielkritik zu 7 Wonders

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Spiel des Jahres 2011 – Qwirkle

Qwirkle ist das Spiel des Jahres 2011. Ein etwas abstraktes Legespiel mit Farben und Formen. Viele Holzsteine müssen auf dem Tisch richtig gelegt werden, um satte Punkte zu erhalten. Ein wenig Glück und ein gutes Auge sind nötig, damit das schnell zu erlernende Spiel gewonnen werden kann.

Spiel des Jahres 2011:
Qwirkle | Autorin: Susan McKinley Ross | Legespiel für 2-4 Personen | Verlag: Schmidt

Herzlichen Glückwunsch!

> Spielkritik zu Qwirkle

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Auch Spiele haben Autoren

Die Spieleautorenzunft vertritt schon seit 1991 die Interessen der Spiele-Erfinder in der Öffentlichkeit. Noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts blieben die Urheber der Spiele weitgehend unbekannt.

Es ist 1988 der Initiative einiger Autoren zu verdanken, dass sich dies änderte. Sie unterzeichneten auf einem Bierdeckel eine Proklamation: „Keiner von uns gibt ein Spiel an einen Verlag, wenn sein Name nicht oben auch der Schachtel steht!“ Das hatte zur Folge, dass immer mehr Verlage die Namen der Spielautoren auf die Schachtel und in die Spielregeln druckten.

Mit der Aktion Auch Spiele haben Autoren soll der Öffentlichkeit wieder in Erinnerung gerufen werden, dass hinter allen tollen Spielen kreative Autoren stecken, die eine wunderbare Arbeit leisten.
Was bei Büchern, Filmen und Musikstücken schon lange zur Normalität gehört, ist bei Brett- und Kartenspielen nicht immer alltäglich. Der Autor soll im Verkauf, in Berichten und Rezensionen im gleichen Atemzug wie das Spiel genannt werden. Denn ohne Autoren gäbe es schon bald keine spannenden und faszinierenden Spiele mehr, an denen wir doch alle so viel Spass haben.

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