MOW – Spielkritik

Die farbenfrohen und lustigen Kühe aus dem Kartenspiel MOW sind ein echtes Highlight. Die Tiere blicken unschuldig aus den Karten. Und sofern sie nicht von zu vielen Fliegen umgeben sind, kann man den Kühen auch gelassen entgegen treten.

2009 war MOW im Rennen um das Spiel des Jahres – MOW schaffte es auf die Nominierungsliste. MOW ist in einer kleinen Schachtel handlich verpackt, besteht aus 49 Karten und ist ein einfaches Familienspiel. Das Spiel ist schnell erlernt.

Die Kühe sind mit Zahlenwerten von 0 – 16 ausgestattet. Jeder Spieler bekommt 5 Handkarten, die immer nachgezogen werden. Der Startspieler beginnt auf dem Tisch eine Kuhherde mit einem beliebigen Wert. Die Mitspieler legen eine Karte an diese Kuh an, mit auf- oder absteigendem Wert. So zieht sich die Reihe der Kuhherde langsam dahin, bis ein Mitspieler nicht mehr legen kann. Dann sticht er die Karten und legt sie bei sich ab. Ein Spieler darf aber jederzeit schon vorher eine Reihe zu sich nehmen und dann selber eine neue Herde eröffnen.

Spezialkühe bieten zusätzliche, gute Spielzüge: Die Zirkuskuh kann einer vorhandenen Kuh auf den Rücken springen, der Nachzügler schiebt sich zwischen zwei Kühe und das Schlusslicht schliesst eine Reihe definitiv ab.
Jede Kuhkarte besitzt mehr oder weniger Fliegen. Und jede Fliege zählt… So verliert am Ende der Bauer mit den meisten Fliegen im Stall.

Fazit:
MOW ist ein sehr schönes, naiv gestaltetes Kartenspiel mit angenehm kurzer Spieldauer und schnell erlernt. Ein kurzes Absackerspiel oder ein schnelles Spiel für Zwischendurch. Aber MOW vermochte in unseren Spielrunden nicht zu überzeugen. Es plätschert so dahin. Mit guten Karten lässt sich alles bewerkstelligen, mit schlechten nichts. Spezialkühe bringen Abwechslung, aber sind auch nicht das Salz in der Spielsuppe. Da bietet das ähnliche Kartenspiel 6 nimmt! doch einiges mehr. Zumindest die tollen Kuhkarten könnten aber trotzdem zum Kauf animieren.

Zum Vergleich: 6 nimmt!

MOW | Autor: Bruno Cathala | Verlag: Hurrican
Kartenspiel für 2 – 5 Spieler | Spieldauer: ca. 20 Minuten | Benötigt: Bauer sucht Kuh, aber keine mit Fliegen | Wiederspielreiz: es geht so

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Automobile

Automobile ist kein total neues Spiel. Die erste Auflage 2009 war jedoch ziemlich schnell vergriffen. So kommt es nun zu einer Neuauflage bei einem neuen Verlag (Lookout Games). Doch irgendwie zeigt das Brettspiel Markthemmungen.

In Automobile werden die Spieler in die Anfangszeit der Automobilindustrie in den USA versetzt. Es muss ein florierender Handel aufgezogen werden.  Automobile ist ein richtiges Wirtschaftsspiel. Aber selber scheint es nicht viel von Wirtschaft zu halten. Bereits zur SPIEL 2010 im Oktober in Essen sollte Automobile erscheinen. Da aber bei der Produktion einiges schief lief, verzögerte sich der Erscheinungstermin immer wieder.

Sollte nun aber alles optimal laufen, so schafft es das Spiel gerade noch so unter den Weihnachtsbaum. Das wird nun von Lookout Games zumindest so angekündigt. Sozusagen ein anspruchsvolles Spiel für den Weihnachts-Schlussspurt. Sollte das auch wieder nicht klappen, hat Automobile wenigstens gute Chancen zum ersten Top-Spiel des Jahres 2011 gewählt zu werden.

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Rush Hour – Spielkritik

Ein rotes Auto übernimmt bei Rush Hour die Hauptrolle. Immer wieder muss es einen Ausweg suchen, wenn es von anderen Fahrzeugen eingeschlossen wird. Rush Hour ist ein kniffliges Schiebespiel für die ganze Familie.

40 verschiedene Levels bietet das Grundspiel Rush Hour. Auf 40 Aufgabenkarten findet man die Startpositionen aller Autos, die auf dem Spielbrett aufgestellt werden. Immer mit dem einen Ziel: Das rote Auto muss aus dem Spielfeld geschoben werden. Dabei lassen sich die Fahrzeuge nur nach links oder recht bzw. nach oben oder unten verschieben. So kann man im besten Fall den Weg für sein rotes Auto freifahren, im schlechtesten aber auch die Wege wieder verstopfen.

Rush Hour ist ein Spiel, das alleine gespielt werden muss. Die 40 Level sind nach Farben unterteilt und bieten vom Anfänger bis zum Profi verschiedene Schwierigkeitsgrade. Das Spielbrett ist seitlich eingegrenzt und lässt sich gut überall hin mitnehmen. Das Spiel ist auch für Kinder geeignet und fördert die Konzentrationsfähigkeit.

Sämtliche Teile des Spiels sind aus Plastik, sind stabil und schön gestaltet. Die Aufgabenkarten lassen sich in einer Schublade im Spielbrett verstauen. Rush Hour ist schnell und einfach zu spielen. Und mit ein wenig Übung lassen sich auch die schwierigen Aufgaben bewältigen. 

Fazit:
Wer gerne alleine Knobelaufgaben löst, liegt mit Rush Hour richtig. Das Spiel fesselt und man möchte jedes Rätsel gerne gelöst haben. Es bietet Unterhaltung für gross und klein. Trotzdem: Sind alle Aufgaben gespielt, hört der Spass auf. Mittlerweile kann man aber neue Aufgabenpakete erwerben, die den Spielspass verlängern. 

Rush Hour | Autor: Nob Yoshigahara | Verlag: ThinkFun
Knobelspiel für 1 Person | Spieldauer: von 5 – 30 Minuten pro Aufgabe | Benötigt: Räumliches Denkvermögen und Konzentration | Wiederspielreiz: mittel, wenn alle Aufgaben mal gelöst sind

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Wer war’s? – Spielkritik

Dem König wurde der magische Ring gestohlen, der das Reich vor dem bösen Zauber beschützt.  Bei Wer war’s? müssen alle Mitspieler gemeinsam helfen, den Ring wieder zu finden. Nur so wird das Königreich gerettet. Wer war’s? wurde 2008 zum Kinderspiel des Jahres gewählt.

Das Kinderspiel lebt häuptsächlich von 2 Dingen: Der gemeinsamen Suche nach dem Dieb und der sprechenden Truhe. Nur wenn alle Mitspieler am gleichen Strick ziehen, lässt sich der Dieb rechtzeitig überführen. Das ist nicht immer so einfach und benötigt eine gute Absprache. Die Aufmerksamkeit muss darum auch bei den Spielzügen der Mitspieler immer vorhanden sein.

Zentral ist allerdings die sprechende Truhe. Die intelligente Elektronik der Truhe führt eigentlich durch das Spielgeschehen: Sie gibt Hinweise, sie redet für die Tiere, sie mahnt zur Vorsicht, sie zaubert irgendwelche Aktionen und: Sie bestimmt in jeder Partie den Dieb neu.

Gespielt wird trotzdem auf einem Spielplan, der wunderschön kindgerecht gezeichnet wurde. Die Spielfiguren fahren mit Würfelaugen im Schloss herum. Manchmal wird auch ein Geist mitbewegt, der gerne stört und die Mitspieler wieder ins Kinderzimmer zurück befördert.

In jedem Zimmer befindet sich ein Tier, das mittels Truhe befragt werden kann. Wer einen Essenswunsch des Tieres erfüllen kann, bekommt einen Spezialhinweis auf den Dieb. 10 Bilder von Verdächtigen stehen zur Verfügung. Mit dem Ausschlussverfahren fallen während des Spiels immer wieder einige weg. Es bleibt am Schluss hoffentlich der richtige Dieb.

Fazit:
Die Kombination aus Elektronik und Brettspiel ist gewagt. Bei Wer war’s? gewinnt aber das Spiel mit diesem Wagnis. Kinder spielen Wer war’s? sehr gerne. Zudem besitzt das Spiel 3 Schwierigkeitsstufen. Das fordert auch die Erwachsenen heraus. Das Zusammenspiel zwischen Spielbrett und Elektronik funktioniert gut. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Mehr davon…

Wer war’s? | Autor: Reiner Knizia | Verlag: Ravensburger
Kinderspiel für 2-4 Spieler | Spieldauer: 30 – 45 Minuten | Benötigt: Zusammenarbeit und Aufmerksamkeit | Wiederspielreiz: nicht nur bei Kindern gross

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Spiel des Monats: Fresko

In der neuen Rubrik Spiel des Monats werde ich regelmässig ein Spiel wählen und einen Preisvergleich vornehmen. Wo oder bei welchem Anbieter erhalte ich in der Schweiz das jeweilige Spiel am günstigsten? Für den kleinen internationalen Vergleich werde ich Amazon.de beiziehen.

Den Anfang macht das Spiel Fresko von Queen Games.

Über das Spiel:
Das in die Jahre gekommene Deckenfresko des Doms muss restauriert werden. Die Spieler schlüpfen in die Rolle des Freskenmalers und müssen ihr Können unter Beweis stellen.  Doch nur wer clever plant, kann auch gewinnen! Fresko war nominiert für das Spiel des Jahres 2010 und gewann den Deutschen Spielepreis 2010.

Preisvergleich Fresko - 28. November 2010

AnbieterLadenpreisPreis inkl. Versandkosten
Bol.ch-57.10 Fr.
Spielbude.ch68.00 Fr.72.50 Fr.
Storyworld.ch-48.80 Fr.
Thalia.ch48.75 Fr.52.50 Fr.
Weltbild65.80 Fr.73.75 Fr.
Wog.ch69.00 Fr.69.00 Fr.
Amazon.deNicht in die CH lieferbar.Nicht in die CH lieferbar.
Preisvergleich für das Brettspiel Fresko von Queen Games. Grün markiert: Das günstigste Angebot mit und ohne Versandkosten.
Bei Amazon.de liefert zurzeit keiner der Anbieter das Spiel in die Schweiz. Es kann daher kein Vergleich gezogen werden. 
Thalia.ch bietet Fresko derzeit am günstigsten an. Jedoch nur, wenn auch eine Filiale in der Nähe ist. Sonst empfiehlt sich der Online-Anbieter Storyworld.ch, er liefert versandkostenfrei. Aber… gleich bei einigen Anbietern (darunter auch Thalia und Storyworld) kann Fresko nur noch vorbestellt werden. Eine neue Lieferung erfolgt (hoffentlich) im Dezember 2010. Wurde da das Weihnachtsgeschäft unterschätzt?
Bei einem Preisunterschied von bis zu 20.- Fr. lohnt sich ein Vergleich jedoch allemal.

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