7 Wonders – Spielkritik

7 Wonders ist ein Kartenspiel, das in Spielerkreisen schnell einen guten Ruf erhielt. Bei 7 Wonders muss man in 3 Zeitaltern seine Stadt weiterentwickeln. Wenn man es nebenbei auch noch schafft, sein eigenes Weltwunder zu errichten – umso besser!

Das Herzstück von 7 Wonders ist der Kartenmechanismus. Aus einigen Handkarten wählt man immer eine aus, die man in seiner Stadt verwenden will. Die restlichen Karten werden an den nächsten Mitspieler weiter gegeben. So wandern die Karten während des Spiels reihum. Je nach Anzahl der Spieler sieht man einige Karten ein zweites Mal, andere nicht mehr. In jedem Zeitalter kommt ein neuer Stapel Karten ins Spiel und bringt neue Ausbaumöglichkeiten für die Stadt.

Jeder Spieler startet mit einer Stadt, 3 Münzen und 7 Handkarten ins Spiel. Aus den Handkarten wählt er eine aus, die er verwenden möchte, die anderen reicht er weiter. Seine Karte kann er nun anbauen, für 3 Münzen verkaufen oder als Teil seines Weltwunders verwenden. Alles hat aber seinen Preis. So lohnt es sich zuerst Ressourcenkarten anzubauen. Die kann man für den Kartenkauf immer wieder verwenden. Ja, man kann sogar bei seinen Spielnachbarn Ressourcen einkaufen, die man zum Bau benötigt. Daneben gibt es aber auch noch Forschungs-, Handels-, Militär-, Gilden- oder Profanbaukarten. Alle haben einen speziellen Nutzen und bringen entweder Geld, Siegpunkte, Macht, Vergünstigungen oder Produkte ein. Mit einigen Karten darf man später im Spiel sogar Erweiterungen kostenlos bauen. Es kann sich also durchaus lohnen strategisch zu bauen – wenn es die Mitspieler zulassen. Denn wie gesagt: Ich kann nur aus den Handkarten wählen, die mir meine Mitspieler übrig lassen.
Nach jedem Zeitalter gibt es Militärpunkte zu gewinnen. Verglichen wird mit den Spielnachbarn. Eine grössere Militärmacht ergibt mehr Siegpunkte.

Nach 3 gespielten Zeitaltern ist Schluss. Es zählen nun die Siegpunkte und die gibt es reichlich. Verschiedene Strategien werden belohnt. So zählt die militärische Stärke, das Geld, der Ausbau der Weltwunder, die angebauten Siegpunkte, Punkte aus den Gilden- und Handelskarten und die Forschung wird in ihrer Vielfalt und Anzahl gar doppelt gewichtet.

7 Wonders ist ein Spiel mit unzähligen Möglichkeiten. Trotzdem baut man seine Stadt nur in 18 Schritten aus. Man sollte also Prioritäten setzen – wenn es die Mitspieler erlauben. Viele Wege führen zum Ziel. Und die Taktik darf ja beliebig geändert werden, wenn sie Erfolg verspricht.
Mit einer Sonderregel lässt sich 7 Wonders auch zu zweit spielen, entfaltet meiner Ansicht nach aber vor allem mit mehreren Spielern seine ganze Pracht.

Fazit:
Bei 7 Wonders überblickt man erst nach einigen Partien die unzähligen Möglichkeiten, die sich bieten. Die Karten sind aber gut gestaltet und erklären sich selber. Alle Mitspieler sind immer im Spiel. So spielt sich 7 Wonders mit 3 Spielern genau gleich schnell wie mit 7 Spielern. 7 Wonders ist ein strategisches Aufbauspiel, das mit dem Kartenmodus und den vielen Möglichkeiten Spass macht und am Schluss Spannung bietet bei der Auswertung. Schlechte Karten gibt es keine, auf die richtige Strategie kommt es an. So ist bei diesem tollen Spiel auch ein hoher Wiederspielreiz garantiert.
Ein erfolgreiches Spiel ruft zudem nach einer Erweiterung: So ist 7 Wonders Leaders bereits angekündigt.

7 Wonders | Autor: Antoine Bauza | Verlag: Repos/Asmodee
Kartenspiel für 2-7 Personen | Spieldauer: ca 30 Minuten | Benötigt: Den totalen Kartenüberblick mit einer grossen Prise Strategie | Wiederspielreiz: hoch

Besten Dank an Carletto und Asmodee für ein Rezensionsexemplar von 7 Wonders!

> Spielkritik 7 Wonders Leaders

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3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

    • @ xaverius: Das stimmt. Und vielleicht kommt im Mai noch mehr, wenn die Nominierten für das Spiel des Jahres genannt werden…

  1. Dürfte wohl so sicher sein wie das AMEN in der Kirche ;-)
    Ich tippe mal, dass 7 Wonders auf die Nom-Liste des „Kennerspiel des Jahres“ kommt.

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