8*28 – Spielkritik

8*28 ist ja so etwas wie Black Jack. Besser gesagt wie Doppel-Black Jack. Obwohl das nur bis 21 geht und auch als 17 + 4 bekannt ist. Ob 8, 21 oder 28 – beim neuen Spiel des Zoch-Verlages dreht sich alles um Zahlen, aber nicht nur.

8 mal 288*28 besteht aus ganz vielen Zahlenkarten und ein paar Edelsteinen. Jeder Spieler erhält eine verdeckte Karte, die er sich selber anschaut und geheim hält. Ziel des Spiels ist es, möglichst nahe an die 8 oder die 28 zu gelangen, ohne die entsprechende Zahl zu überbieten. Auf welche Zahl man zielen möchte, ist dem Spieler selber überlassen. Man darf seine Meinung auch während einer Partie noch ändern, so lange man nicht schon gepasst hat.
Passen? Ja, in jeder Runde kriegt man eine weitere Karte angeboten, die man nun offen auslegt. So sehen die Mitspieler, in welchem Zahlenraum man sich ungefähr bewegt, es bleibt aber immer noch das Risiko der verdeckten Karte.

In jeder Runde steigt auch der Jackpot: Ein Edelstein wird in die Tischmitte gelegt. Je länger eine Partie dauert, desto höher ist die Ausschüttung am Ende der Spielrunde. Der Spielablauf ist daher sehr einfach: Man legt in jeder Runde einen neuen Edelstein in die Mitte und offeriert den Spielern eine weitere Karte. Sind alle ausgestiegen, endet eine Runde. Der Jackpot wird halbiert. Die eine Hälfte bekommt der Spieler, der am nächsten bei der 8 gelandet ist. Die zweite Hälfte wird für die 28 ausbezahlt. Überbieten ist nicht erlaubt.

8 mal 28 2

So einfach die Regeln auch sind, 8*28 bietet doch ein paar kleine Kniffe. Man weiss nie genau, was die Mitspieler treiben. Auf welche Zahl zielen sie gerade? Lohnt es sich weiter zu ziehen und vielleicht die Edelsteine alleine abzuräumen? Bei einem Gleichstand der Zahlenwerte muss man sich den Gewinn nämlich teilen. Mit seinen Zahlenwerten über die 8 zu kommen, ist noch nicht so schlimm. Dann zielt man eben auf die 28. Nur rückwärts geht es nicht mehr. Im Spiel befindet sich auch eine Jokerkarte, die sowohl als 1 oder als 11 gezählt werden darf. Der tatsächliche Wert muss erst vor der Schlussrechnung bekannt gegeben werden. Und wie beim Black Jack gibt es auch bei 8*28 ein perfektes Blatt. Mit zwei Jokerkarten und einer 6 erreicht man nämlich die 8 UND die 28. Damit räumt man den gesamten Jackpot alleine ab.

Am Ende entscheiden die Edelsteine über Sieg oder Niederlage. Das Spielende läuten rote Edelsteine ein, die auch die doppelten Punkte wert sind. Doch nur darauf sollte man sich nicht verlassen.

Fazit:
8*28 wird als locker zockiger Kartenspass angepriesen… und ist es auch. Neben dem bekannten Reiz, möglichst nahe an die Zahlen zu kommen, ohne zu überbieten, blufft man sich immer wieder durch das Spiel. Kann man den Jackpot noch in die Höhe treiben, indem man eine weitere Runde spielt? Die verdeckte Karte lässt immer eine Unsicherheit offen. Besonders schön ist es, wenn man das eigene Ziel (8 oder 28) möglichst lange verbergen kann. Schliesslich teilt man den Jackpot nur ungern mit anderen Spielern. Sogar ganz frühes Aussteigen kann Edelsteine bringen, wenn alle anderen überbieten. 8*28 beinhaltet eigentlich gleich zwei Spiele: Eins gegen die eigene Gier nach Karten, ein anderes gegen die Werte der Mitspieler. Das Kartenglück spielt immer mit, doch anders als bei Black Jack spielt man hier mit doppeltem Boden und hat noch eine zweite Chance, um die Zielzahl zu erreichen. Das Kartenspiel ist auch für grössere Spielrunden zu empfehlen und eignet sich ausgezeichnet als Einstieg oder Abschluss eines Spieleabends.

8*28 | Autoren: Mike Hirtle & David L.Hoyt & Colin Morgan | Verlag: Zoch-Verlag
Kartenspiel für 3-6 Personen | Spieldauer: 20-30 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Coolness beim Kartenpoker | Wiederspielreiz: gross

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