Adventure Games – Die Monochrome AG – Spielkritik

Abenteuerliche Geschichten erwarten die Spieler bei den Adventure Games. Während es uns in Das Verlies noch in die Vergangenheit verschlug, sind wir in Die Monochrome AG in der Zukunft gefragt.

Adventure Games - Die Monochrome AG

Ein Team von skrupellosen Gestalten mit unterschiedlichsten Fähigkeiten erhält von einem anonymen Auftraggeber eine schwierige Mission. Bei einem Einbruch in die Monochrome AG soll die Formel für das neu entwickelte Medikament gestohlen werden, das im Einsatz gegen zahlreiche Krankheiten Erfolg verspricht. Die Spieler stellen ihr Team selber zusammen. Jeder Charakter hat seine Stärken, erhält zu Beginn aber auch ein Handicap. Das Gebäude der Monochrome AG öffnet sich den Spielern erst im Laufe der Partie komplett. Das Spiel kann über drei Kapitel gespielt werden. Ein „Speichern“ des Spielstandes ist jederzeit möglich. Bei längerer Abwesenheit empfiehlt es sich, gewisse Notizen zu machen, um keine wichtigen Begebenheiten zu vergessen. Zu Beginn lernen die Einbrecher einige Stockwerke des Gebäudes kennen, die mit einem Fahrstuhl verbunden sind.

Der Spielzug eines Spielers lässt eine Fahrt mit dem Fahrstuhl zu, sowie ein Erkunden eines Raumes. Davor und danach darf man Gegenstände mit seinen Mitspielern tauschen, wenn sie sich im selben Raum befinden. Das Spiel funktioniert wie ein altes Point & Click – Abenteuer auf dem Computer. Es gibt allerlei Dinge zu untersuchen. Man sammelt Gegenstände, die man wiederum kombinieren kann mit Menschen, Orten oder anderen Gegenständen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das beiliegende Abenteuerbuch führt die Spieler durch die Story und erklärt, was möglich ist und was nicht. Noch schöner ist das Spielen aber mit dem Hörbuch, das man mit der kostenlosen Kosmos-App erhält. Durch das Eingeben von Zahlenkombinationen und Buchstaben liest eine Sprecherin die Geschichte vor. Das steigert die Atmosphäre am Spieltisch deutlich.

Adventure Games - Die Monochrome AG

Über die Story will ich natürlich nicht zu viel verraten. Doch Die Monochrome AG gleicht einem Thriller, ist stellenweise gruselig und ein wenig makaber. Daher auch die Altersangabe ab 16 Jahren. Den Medikamenten-Thriller könnte man sich in dieser Art aber durchaus so vorstellen in Zukunft.

Adventure Games - Die Monochrome AG

Für ein allfälliges Fehlverhalten werden die Spieler mit Punkten auf der Alarm-Skala bestraft. Die einzelnen Schritte sollten gut überlegt sein. Bis das Team aber auffliegt, muss eine ganze Menge passieren. Das Ende der Story ist offen. Durch den Spielverlauf erweitert man die Möglichkeiten des Finales oder man schränkt sie eher ein. Nach und nach lüftet sich der Schleier um die ominöse Firma. Kommen die Einbrecher heil aus diesem Abenteuer?


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Fazit

Es ist wieder eine echt abenteuerliche Geschichte. Die Monochrome AG ist viel näher an einem Krimi oder einem Thriller als Das Verlies. Als Spieler bewegt man sich diesmal auf der dunklen Seite der Gesellschaft: Gauner, Hacker, Hochstapler sollen das Ding richten, die Firma entlarven und die Formel klauen. Es warten viele Überraschungen in dieser Story, bei der man Mut aufbringen muss, um Räume und Gegenstände zu erkunden oder gewisse Dinge zu unterlassen. Oft erahnt man, wohin die Reise geht. Trotzdem bleibt die Spannung erhalten und man möchte sich am liebsten sofort bis zum Ende durch kombinieren. Adventure Games – Die Monochrome AG ist ein klare Empfehlung für Spieler, die sich gerne kooperativ durch ein Spiel mit einer starken Story schlagen. Das Entdecken und Kombinieren macht grossen Spass, das Hörbuch bereichert die Geschichte ungemein.

Alles über Adventure Games – Die Monochrome AG

Adventure Games – Die Monochrome AG| Autoren: Phil Walker-Harding, Matthew Dunstan| Illustration: Maximilian Schell | Verlag: Kosmos

Spielerzahl: Abenteuerspiel für 1 bis 4 Personen
Spieldauer: 3 x 90 Minuten
Altersangabe: ab 16 Jahren
Benötigt: Mutige Kombinationsgabe im Story-Modus
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 3 Spieler
Richtet sich an: Familien

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