Airlines Europe – Spielkritik

So ganz neu ist Airlines Europe ja nicht mehr, aber als überarbeitete Neuauflage von Union Pacific und Airlines bringt das Spiel von Alan R. Moon viel Schwung mit. Fluggesellschaften wollen den Markt in Europa erobern. Nur wer auf die richtigen Airlines setzt, kann das Spiel gewinnen.

Die sehr nostalgisch gestaltete Spielschachtel gilt es zu überwinden. Wer sich davon aber nicht abhalten lässt, findet ein tolles Brettspiel vor. Viele Plastikflugzeuge in 10 verschiedenen Airlines-Farben warten auf ihren ersten Flug. Gespielt wird auf einer grossen Europa-Karte mit einer Kursleiste am Spielfeldrand. Die Aktienkarten aller Airlines werden gemischt und als Nachziehstapel neben das Spielfeld gelegt. 5 Karten liegen offen aus.
Jeder Spieler erhält acht Aktienkarten auf die Hand und 8 Mio. Startkapital. Zwei der Aktienkarten legt man vor sich ab. Nur ausgelegte Karten gelten als Anteile an einer Fluggesellschaft. Nun hat man reihum in jedem Spielzug verschiedene Möglichkeiten: Eine beliebige Fluglinie in eine weitere Stadt ausbauen, Handkarten vor sich auslegen, Aktien der Air Abacus ertauschen oder ganz einfach 8 Mio. von der Bank nehmen.

Jede der erwähnten Aktionen hat Auswirkungen auf das Spiel. Immer wenn man eine neue Strecke erschliesst, darf man eine neue Aktienkarte vom Vorrat (offen oder verdeckt) nehmen. Zudem steigt der Wert der Fluglinie auf der Kursleiste dem Kaufwert entsprechend. Es winken Bonuspunkte, wenn für einzelne Airlines eine Verbindung geschlossen werden kann.
Beim Auslegen von Handkarten darf man beliebig viele einer Farbe oder zwei unterschiedliche Karten legen. Für jede Karte erhält man 2 Mio.
Air Abacus Aktien besitzen einen festen, nicht zu verachtenden Marktwert. Daher kann sich das Tauschgeschäft lohnen. Die Aktien werden wie alle anderen ausgelegt und gewertet.
Geld ist wichtig, um neue Fluglizenzen zu kaufen. Wenn zu wenig Geld durch das Legen von Aktienkarten reinkommt, so nimmt man es sich eben in einem Spielzug von der Bank.

 
Im Nachziehstapel der Aktienkarten sind 3 Wertungen versteckt. Sobald eine Wertungskarte gezogen wird, kontrolliert man die Aktienmehrheit jeder Fluglinie und verteilt Siegpunkte an die Spieler. Auf der Kursleiste ist sofort ablesbar, wie viele Siegpunkte für den jeweiligen Aktienrang ausbezahlt werden.

Nach der 3. Wertung endet Airlines Europe. Der Sieger nach Siegpunkten wird ermittelt.

Fazit:
Airlines Europe ist ein richtig gutes Brettspiel. Der für seine Züge bekannte Autor Alan R. Moon setzt für einmal auf Flugzeuge. Obwohl Airlines Europe im Grunde einfach zu spielen ist, bietet es doch eine gewisse Spieltiefe. Mit Blockieren, taktischem Legen der Aktienkarten oder geschicktem Kauf von Fluglizenzen kann viel bewirkt werden. Die Partien enden oft ziemlich knapp. In einer grossen Spielrunde ist Airlines Europe am besten. Dann entfaltet sich der grosse Kampf um Aktienmehrheiten so richtig. Airlines Europe ist ein spannendes Spiel, die Ausstattung verdient sogar noch einen Bonuspunkt!

Airlines Europe | Autor: Alan R. Moon | Verlag: Abacusspiele
Brettspiel für 2-5 Personen | Spieldauer: ca. 75 Minuten | Benötigt: Geschicktes Taktieren im Fluggeschäft ohne Grounding | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Carletto und Abacusspiele für ein Rezensionsexemplar von Airlines Europe! 

 

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