Animals on Board – Spielkritik

Bei Animals on Board versuchen die Spieler möglichst viele Tiere an Bord ihrer eigenen Arche zu holen. Und hier zitiere ich mal aus der Spielanleitung: „Leider beansprucht ein gewisser Noah sämtliche Tierpaare für sich und hat ein Paar-Verbot erwirkt.“ Allein dass die Bibel diese erschwerten Umstände verschweigt, wäre schon einen investigativen Artikel wert. Doch rechtlich scheint die Sache verjährt, also spielt man gepflegt drum herum.

Animals on BoardJeder Spieler besitzt eine Arche. Es lohnt sich, die Schiffe genauer zu betrachten, sie sind sehr detailreich und witzig gestaltet. Jede Arche bietet Platz für 10 Tiere – nur Paare sollten es eben nicht sein. Damit ist Animals on Board bereits zur Hälfte erklärt. Nun muss man nur noch die passenden Tiere an Bord locken.
Im Spiel zu viert liegen in der Tischmitte beispielsweise 12 Tiere offen und eines verdeckt aus. Ganz geheim zieht jeder Spieler erst ein Starttier, mit dem er vielleicht den Grundstein seines Erfolges legt.
Alle Tierplättchen besitzen Zahlen, von der gleichen Tierart gibt es 5 Plättchen mit den Werten 1-5. Die Tiere wachsen auf den Karten bildlich mit, je nach Wert.
Am Anfang liegen alle Tierplättchen in einer grossen Gruppe. In einem Spielzug hat man genau zwei Möglichkeiten:
1. Man teilt eine Tiergruppe.
2. Man holt sich eine Tiergruppe auf die Arche.

Animals on Board 3

Das Teilen ist beliebig. Man kann lediglich ein Tier von einer Gruppe entfernen, aber auch grössere Gruppen kreieren. Einzelne Tiere können zur Schonung des Materials natürlich nicht mehr geteilt werden. Für eine Teilung erhält man eine Futterkiste. Diese Kisten sind für die zweite Aktionsmöglichkeit wichtig.

Will man eine Gruppe an Bord holen, lockt man sie mit Futterkisten. Man gibt so viele Futterkisten ab, wie es der gewählten Gruppengrösse entspricht. Das ist nicht immer so einfach, ein Spieler darf nämlich höchstens 5 Futterkisten besitzen. Zieht er eine sechste, muss er zur Strafe auf vier Kisten reduzieren.
Hat ein Spieler eine Gruppe auf die Arche genommen, steigt er für diese Spielrunde aus. Alle anderen Spieler teilen oder nehmen weiter ihre Tierplättchen. Bleibt noch ein Spieler übrig, kann er genau noch eine Aktion durchführen.

Animals on Board 2

Mit neuen Tierplättchen startet man eine neue Runde, bis bei einem Spieler die Arche voll ist. Hat ein Spieler genau 10 Tiere bei sich, wird am Ende der Runde gewertet.
Bei der Wertung gilt immer noch Noah’s Gesetz: Ich dürft keine Paare sein. Alle Tierarten, die genau zu zweit an Bord sind, fliegen raus. Einzeltiere zählen den Kartenwert, aber so richtig lukrativ sind grössere Gruppen: Ab 3 gleichen Tierkarten bringt jede 5 Punkte ein, auch wenn sie eigentlich viel weniger wert wäre. Sammeln lohnt sich also.

Fazit:
Animals on Board ist einfache Unterhaltung für die ganze Familie. Ein schneller Spieleinstieg ist garantiert. Die Aktionen sind übersichtlich: Teilen oder nehmen. Das machen die Mitspieler allerdings auch, daher sollte man immer achten, was andere sammeln. Hohe Tierwerte sind zwar schön, doch so ganz ohne Gruppe wird man das Spiel in den seltensten Fällen gewinnen. Und oft genug bleiben am Ende tatsächlich genau 2 Tier hängen, was der alte Noah bitter bestraft. Das Sammelspiel lebt durch ein gutes Timing mit den Futterkisten und perfekt ausliegende Tiergruppen. Nicht alles kann man selber steuern. Die Tierplättchen liegen immer zufällig aus, die Mitspieler gruppieren auch nach ihrem Willen und die verdeckte Tierkarte lockt Risikospieler. Vielleicht ist es ja das gesuchte Tierplättchen? Alles in allem ist Animals on Board eine schöne, unterhaltsame, spielerische Mischung – wenn nur Noah nicht wäre…

Animals on Board | Autoren: Ralf zur Linde und Wolfgang Sentker | Verlag: eggertspiele/Pegasus Spiele
Spiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 20-30 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Futter ohne Paare | Wiederspielreiz: gross 

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