Anubixx – Spielkritik

Als Baumeister im alten Ägypten muss man einmal im Leben eine Pyramide, einen Triumphbogen und ein Bodenrelief erstellt haben. Wie es der Zufall will, genau um diese klassischen Lebensziele dreht sich alles beim Würfelspiel Anubixx des Nürnberger-Spielkarten-Verlages.

Anubixx

Wir haben es hier wieder mit einem typischen Würfelspiel des NSV zu tun: Es gibt Zettel, bei denen man die Resultate einträgt. Die Würfel loten das Ergebnis aus, von dem alle Spieler profitieren. Dem aktiven Spieler gehört die erste Wahl, danach bedienen sich die Mitspieler am Wurfergebnis. Die aufgezählten Komponenten haben sich schon mehrfach bewährt in früheren Werken und garantieren einen schönen Spielfluss und rundherum aktive Spieler am Spieltisch. Darauf baut auch Anubixx.

Farbenwürfel sind es diesmal, die Bausteine simulieren. Die oben genannten Bauwerke (Pyramide, Bogen und Relief) unterscheiden sich in den Farbkombinationen ihrer Bausteine. Es gibt unterschiedliche Vorlagen für die Spieler. Keiner baut farblich am selben Werk. Vier Würfel sind im Spiel, zu zweit einer weniger. Der aktive Baumeister tätigt genau einen Wurf, aus dem er bis zu zwei Farben auswählen kann. Diese Farben trägt er auf seiner Bauvorlage ein. Er kreuzt die gewählten Farben an und baut an seinen Werken. Dafür gibt es natürlich Bauregeln. An der Pyramide und am Bogen dürfen einzelne Kreuze gesetzt werden. Nach oben gebaut wird erst, wenn untere Steine gesetzt sind. Bei der Pyramide benötigt man also zwei Grundsteine, bevor man höher baut.
Etwas anders verhält es sich mit dem Bodenrelief. Dort muss man zwei Platten gleichzeitig setzen. Das geht nur, wenn die Farben stimmen. Unterwegs zu den Meisterwerken können die Spieler noch Boni einsammeln. Wer die markierten Stellen zuerst erreicht, erhält am Ende Extra-Punkte.

Anubixx

Die Mitspieler profitieren von den übrig gelassenen Würfeln. Aus ihnen können sie ebenfalls bis zu zwei auswählen. Für farbliche Notfälle besitzen alle Spieler ihren Steinbruch. Dort bedient man sich an einem Joker (beliebige Farbe) oder an einer bunten Steinreihe. Die Steinreihe klappert man allerdings von links nach rechts ab. So muss man selber entscheiden, was wirklich wichtig ist, denn man lässt unter Umständen Steine liegen, auf die man nicht mehr zurückgreifen kann. Der Steinbruch hat schon manchem aus der farblichen Misere geholfen.

Anubixx
Unterschiedliche Vorlagen

Anubixx endet in der Runde, in der ein Spieler zwei Bauwerke vollendet hat. Nun zählen die Punkte. Je mehr oder je höher man gebaut hat, desto ertragreicher fällt der Dank des Pharaos bei den einzelnen Bauwerken aus. Die Boni und unverbrauchte Joker und Steine aus dem Steinbruch werten das Resultat noch auf. Wer kommt seinem Lebensziel am nächsten?


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Fazit

Anubixx ist ein Würfel- und Ankreuzspiel im klassischen Sinn. Den Spielern bleibt die Entscheidung, WAS sie ankreuzen wollen und wie weit sie mit den Jokern nachhelfen. Die Zeit läuft zwar nicht minutenmässig mit, aber die Mitspieler drängen mit ihren eigenen Bauwerken auf das Spielende hin. So sollte man keine Würfel unnötig liegen lassen. Mit den farblich unterschiedlichen Vorlagen sammeln alle zwar für die selben Bauwerke, benötigen aber andere Farben. Mit etwas Übersicht bremst man seine Kollegen auch einmal aus, wenn man ihnen entsprechende Würfel verwehrt. Anubixx ist ein eher einfacher Familienspass, der Spielraum ist doch sehr begrenzt auf die Farbwahl. Grosse taktische Sprünge kann man nicht vornehmen. Die Entscheidungen sind oft hauchdünn. Aus dem grossen Schatten seiner würflerischen Vorgänger (Qwixx, Qwinto oder twenty one) kann Anubixx leider nicht ganz treten.

Alles über Anubixx

Anubixx| Autoren: Florian Ortlepp, Helmut Ortlepp, Steffen Benndorf| Illustration: Christian Opperer | Verlag: Nürnberger-Spielkarten-Verlag

Spielerzahl: Würfelspiel für 2 bis 5 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Geschicktes Farbenstapeln in Ägypten
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2-5 Personen
Richtet sich an: Familie

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