Aquileia – Spielkritik

Spielen war ja schon im Römischen Reich beliebt. In Aquileia versucht man im Kampf um Ruhm und Siegpunkte sämtliche Möglichkeiten zu seinen Gunsten zu nutzen. Nur wer seine Gefolgsleute geschickt einsetzt, kommt in Aquileia an die Macht.

Auf den ersten Blick wirkt Aquileia bieder. Wer häufig spielt, ist sich optisch anderes gewöhnt. Von den Spielfiguren bis zum Spielbrett erobert Aquileia nicht sofort die Herzen. Doch davon sollte man sich nicht abhalten lassen, denn spielerisch kann das Brettspiel durchaus mithalten.

Aquileia spielt sich in 2 Phasen. In einer ersten werden reihum die 5 Gefolgsleute gesetzt. Die Auswahl ist dabei gross, die Plätze bei Partien mit mehreren Spielern oft knapp. Man ahnt es also schon – es muss optimiert werden. Die Gefolgsleute lösen in einer zweiten Phase nämlich diverse Aktionen aus.
Als Währung dienen Gold, Silber und Bronze, die immer zum genauen Preis bezahlt werden müssen.

Mit seinen Gefolgsleuten kann man auf dem Markt Sklaven, Waren oder Pferde kaufen. Es lassen sich dort auch Münzen tauschen. In der Arena lässt man sich auf Gladiatorenkämpfe ein oder macht mit beim Pferderennen. Gleich danach kann man im Theater eine Siegpunktkarte ersteigern, bevor man im Forum ein passendes Haus baut. Zum Schluss holt man sich am Hafen die eigenen Erträge ab und startet hoffentlich gut ausgerüstet in die nächste Runde.

Die Mechanismen bei Aquileia laufen wirklich gut ineinander. Mit Farbwürfeln kommt in der Arena und beim Pferderennen noch etwas Glück ins Spiel, das aber nicht störend wirkt. Die Wettkämpfe verlaufen in einem vorgegebenen Muster meist spannend und bringen lukratives Preisgeld.
Man erlebt mit Aquileia nichts total Neues, aber das Bewährte ist bei diesem Spiel gut zusammengefügt und bringt verschiedene Spielideen auf den Punkt.

Wirklich entscheidend für den Sieg sind aber die Gebäude und die Siegpunktkarten, die am Spielende noch kräftig Punkte einfahren können.
Nach 6 Runden ist Aquileia zu Ende.

Fazit:
Aquileia bietet auf den ersten Blick ganz viele Spielmöglichkeiten. Die Abläufe und Zusammenhänge werden aber schon in der ersten Partie deutlich und sind eingängig. Aquileia ist ein spannendes Optimierungsspiel, das man mit ein wenig Spielerfahrung sehr gut angehen kann. Die Abläufe passen dabei ausserordentlich gut ineinander. So müssen laufend Entscheidungen getroffen und Prioritäten gesetzt werden. Beim Spiel in der Vollbesetzung entfaltet sich Aquileia ganz. Wenn man von der etwas eigenen Grafik absehen kann, erlebt man mit Aquileia grossen Spielspass.

Aquileia | Autor: Cielo d’Oro | Verlag: Zoch
Optimierungsspiel für 3-5 Personen | Spieldauer: 60-90 Minuten | Benötigt: Strategische Gefolgsleute am richtigen Ort | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Carletto und Zoch für ein Rezensionsexemplar von Aquileia!

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