Artus – Spielkritik

Artus und die Ritter der Tafelrunde ist eines der neuen Spiele von alea. Am Hofe von König Artus versuchen die Ritter ihr Ansehen zu steigern, um an der Tafelrunde einen möglichst guten Platz in der Nähe des Königs zu ergattern. Doch Gunst und Missgunst liegen bei Artus nahe beieinander. So sollte man nie den Überblick verlieren und seine Ritter immer wieder neu positionieren.

Den Mittelpunkt des Spiels übernimmt natürlich die Tafelrunde. Sie kann gedreht werden, richtet ihre Position immer nach dem König aus und ist mit Plus- oder Minuspunkten versehen. Im Grundspiel erhält jeder Spieler 5 oder 6 Ritter (je nach Anzahl der Mitspieler) und einen verdeckten Stapel Ritter- und Königskarten. Die Karten werden gemischt, je 2 Karten werden zu Spielbeginn auf die Hand genommen. Dann werden reihum die Ritter an die Tafelrunde gesetzt. Dort sitzt bereits der König und drei Prinzen, die mit Ringen gekennzeichnet sind. Das Grundspiel dauert über 16 Runden. Jeder Spieler zieht eine Handkarte und fährt mit einem Ritter bzw. einem König oder Prinzen im Uhrzeigersinn um die Tafelrunde. Dabei kann er sich auf der Punkteleiste immer so viele Punkte gutschreiben, wie auf der Startposition der gezogenen Figur angegeben ist. Das können im schlechtesten Fall auch Minuspunkte sein.
Zudem gibt es Karten, mit denen man einem Prinzen einen Ring aufsetzen kann. Mit drei Ringen wird er zum neuen König und die Tafelrunde dreht sich ihm zu. Will man an einen Platz, wo bereits ein anderer Teilnehmer der Tafelrunde sitzt, so darf man die Figur (auch den König) verdrängen. Er verschiebt sich im Gegenuhrzeigersinn auf den nächsten freien Platz. So werden sämtliche Handkarten durchgespielt. Es gewinnt der Ritter mit den meisten Punkten.


Das Spiel für Fortgeschrittene bietet strategisch noch einiges mehr. Es kommt ein zusätzlicher dritter Kartenstapel ins Spiel: Die Wertungskarten. Sie stellen bestimmte Aufgaben, die während des Spiels gelöst werden sollten und dementsprechend mit Punkten belohnt oder bestraft werden. Man zieht sie wie die anderen Karten und wertet sie sofort. Da müssen beispielsweise drei Ritter mit Minuspunkten gewertet werden oder sämtliche Punkte werden mit umgekehrten Vorzeichen addiert.
Dafür werden von einem Spieler immer zwei Züge absolviert, das Spiel geht daher nur noch über 11 Runden.

Fazit:
Artus wirkt – von der reich gedeckten Tafelrunde mit dem Drehschwein bis zu den Handkarten. Das Grundspiel ist schnell erlernt, bietet aber keine grosse Spieltiefe. Mit den Wertungskarten im Fortgeschrittenenspiel kommt etwas Pfeffer in die Tafelrunde und Artus spielt sich wirklich spannend. Es gilt, den besten Zeitpunkt zur Erfüllung der Aufträge zu finden. Da ist Aufmerksamkeit gefragt und man sollte auch seine Mitspieler im Auge behalten. Welche Aufträge verfolgen sie?
Auf der anderen Seite der Tafelrunde entstehen aber Wartezeiten im Spiel, wenn mit 3 oder 4 Spielern gespielt wird. Artus lässt sich nicht weit voraus planen, da sich immer wieder neue Situationen ergeben. Das Glück spielt ebenfalls mit. Wenn die richtigen Karten kommen, läuft das Spiel rund, sonst lässt es sich schwer punkten. Zu zweit spielt sich Artus angenehm und schnell.
Trotz Glücksfaktor landet Artus immer wieder auf dem Spieltisch. Der Reiz, es immer noch besser zu machen, liess die Spieler in den Testrunden nicht los. Nun muss man selber entscheiden, worauf man Wert legt.

Artus und die Ritter der Tafelrunde | Autoren: Michael Kiesling/Wolfgang Kramer | Verlag: alea
Brettspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: ca. 60 Minuten | Benötigt: Geschick mit Glück am runden Tisch | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Fata Morgana für den zuvorkommenden Service beim Erwerb von Artus!

> Interview mit Stefan Brück, Produktmanager alea

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