Asara – Spielkritik

Asara, das Land der tausend Türme, lädt die besten Baumeister zum Wettstreit ein. In diesem Brettspiel sollen möglichst viele oder hohe Türme gebaut werden, um den Kalifen zu überzeugen. Asara ist unterhaltsam und erfordert strategisches Vorgehen beim Turmbau.

Der Spielplan von Asara ist gross. Es müssen auch einige Turm-Bauteile darauf ausgelegt werden. Basis, Mittelteile, Fenster und Spitzen in 5 verschiedenen Farben werden getrennt gestapelt. Nur einige Teile jeder Sorte bilden den offenen Markt. Die Einkäufer gibt es als Handkarten in 5  Farben. Sie werden gemischt und an die Spieler verteilt. Zudem erhält jeder noch ein wenig Geld und der grosse Einkauf kann beginnen. Als Grundregel gilt: Wo noch kein Einkäufer ausliegt, kann ich eine beliebige Farbe legen. Ansonsten besteht Farbzwang und es zählen nur gleichfarbige Einkäufer. Hat man eine Farbe nicht mehr, so kann man zwei beliebige Karten umgedreht auslegen und sich so doch noch einen Baustein sichern.

So besteht ein Zug immer aus 2 Teilen. Man legt einen passenden Einkäufer und kauft sich ein offenes Turmteil. Die Kosten sind nach Farbe fix festgelegt. Will man einen fertigen Turm bauen, so legt man einen Einkäufer in den Baubereich. Dabei bezahlt man die Anzahl der Turmteile, die man auslegen möchte. Bereits bestehende Türme können erweitert werden. Für jedes gebaute Turmteil erhält man sofort einen Punkt. Bei Geldknappheit kann bei der Bank neues Geld beschafft werden – auch dazu legt man einen Einkäufer ab.
Liegt gerade kein passendes Turmteil auf dem Markt, kann man mittels Bestechung einen Turm-Nachziehstapel durchsuchen und einkaufen. Und selbst den Startspieler sichert man sich mit einem Einkäufer.

Es wird solange gespielt, bis alle Einkäufer ausgelegt sind. Dann ist ein Jahr zu Ende und es folgt eine Wertung. Jeder gebaute Turm und jedes Turm-Bauteil mit einer Goldverzierung bringt einen Punkt. Die Startspielermarke ist ebenfalls einen Punkt wert.
Danach wird das Spielbrett wieder für eine neue Runde vorbereitet, die Märkte werden aufgefüllt und die Einkäufer neu verteilt. Gespielt werden so 4 Jahre. Nach der 4. Jahreswertung geht es in der Schlusswertung gleich um die letzten Punkte. Der grösste Turm in jeder Farbe, der grösste Turm überhaupt und die meisten Türme werden belohnt. Pro 10 übriggebliebene Geldstücke gibt es auch noch einen Punkt. So steht der Sieger nach der Abrechnung fest.

Mit der beigelegten Profivariante hat man die Möglichkeit, zwei neue Einkäufer vom Nachziehstapel zu ziehen oder sich leuchtende Fenster zu kaufen. Wieder steuert der Einkaufsmechanismus mit dem Farbzwang die Aktionen. Die zusätzlichen Einkäufer verlängern natürlich die Zugmöglichkeiten eines Spielers. Die leuchtenden Fenster bringen zusätzlich Punkte in den Jahreswertungen oder entscheiden die Punktevergabe bei Gleichstand in der Turmhöhe oder der Anzahl Türme. Asara erhält mit diesen Aktionen noch mehr Spieltiefe.

Fazit:
Asara ist ein toll gestaltetes Spiel. Der Spielablauf ist schon nach kurzer Zeit klar. Trotz der zufälligen Handkarten ist Asara keinesfalls nur glückslastig. Mit dem Farbzwang auf dem Markt lässt sich nämlich auch taktisch einiges erzwingen, das den Mitspielern weniger gefällt. Asara bleibt spannend bis zum Schluss und die Entscheidungen fallen meist ziemlich knapp. Mit der Profivariante bieten sich noch mehr Möglichkeiten und man muss sich die einzelnen Spielzüge mit seinen Handkarten noch genauer überlegen. Die einzelnen Aktionen sind nämlich begrenzt. Wer zuerst kommt, baut zuerst. Asara ist als unterhaltsamer Turmwettstreit für die ganze Familie sehr zu empfehlen.

Asara | Autoren: Michael Kiesling und Wolfgang Kramer | Verlag: Ravensburger
Brettspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: ca. 60 Minuten | Benötigt: Den richtigen Einkauf zur richtigen Zeit | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Carlit + Ravensburger AG Schweiz für ein Rezensionsexemplar von Asara!

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