Auch schon clever – Spielkritik

Das Würfelspiel Ganz schön clever von Wolfgang Warsch hat vor einiger Zeit die Spielbegeisterten mit seinen Kettenreaktionen fasziniert. Zwei Fortsetzungen sind bereits erschienen. Nun sind die Kids an der Reihe. Bei Auch schon clever würfelt man sich seine Party schön.

Auch schon clever

Das Spielprinzip bleibt ähnlich. Aus bilderreichen Partywürfeln sucht man sich die passenden Symbole, um mit Luftballons, Geschenken, Kerzen und Gebäck ordentlich die Stimmung anzuheizen. Auf dem Spielblock findet man sämtliche Symbole in vier Farbbereichen. Die 5 Spielwürfel zeigen dieselben Symbole, zusätzlich gibt es einzelne Jokerseiten. Auch schon clever ist ein Würfel- und Ankreuzspiel, das die Mechanik vom grossen Vorgänger übernommen hat. Erst würfelt der aktive Spieler und wählt seine Würfel aus. Danach wählen die Mitspieler aus den übriggebliebenen Würfeln ihre Favoriten. So sind alle Spieler jederzeit ins Spiel integriert.

Die Auswahl der Würfel erfolgt nach den eigenen Partybedürfnissen. Luftballone sammelt man der Reihe nach von links nach rechts. Sie unterscheiden sich in Form und Farbe. Die Kerzen wählt man ebenfalls der Reihe nach aus. Erscheinen zwei Kerzen, muss man sie auch gemeinsam erwürfeln. Geschenke kann man sich nicht aussuchen, wenn man sie erhält. Dort kreuzt man beliebig an. Das Gebäck gibt es nur im Doppel. Dafür erreicht man mit Muffins, Kuchen und Donuts schneller Punktesterne.

Der aktive Spieler wählt alle Würfel einer Hintergrundfarbe. Liegen noch Joker dabei, nimmt er sie ebenfalls. Auf dem eigenen Spielzettel kreuzt er das Ergebnis an. Gibt es Würfel, die er nicht gebrauchen kann, legt er sie zurück in die Auslage. Auch schon clever ist ein faires Spiel. Gibt es keinen Würfel, die er verwenden kann, darf er die Würfel erneut rollen lassen.

Auch schon clever

Nach dem Eintrag sind die Mitspieler an der Reihe. Sie wählen ebenfalls eine Hintergrundfarbe der übriggebliebenen Würfel und kreuzen ihre Ergebnisse an. Erreicht man ein Symbol mit einem Bonuskreis, erhält man ein zusätzliches Kreuz in der entsprechenden Farbe, egal wie viele Dinge dort liegen.
Im Geschenkbereich gibt es für erfüllte Reihe und Spalten Bonuskreise oder Punktesterne. Das erinnert ebenfalls sehr an Ganz schön clever. So sind manchmal kleine Kettenaktionen möglich, bei denen man in einem Spielzug gleich mehrere Kreuze auf einmal macht.

Die Würfel gibt man reihum weiter. Es wird so lange angekreuzt, bis ein Spieler einen Farbbereich komplett gefüllt hat. Nun sucht man nach den Regenbogensternen, den Punktesternen, auf seinem Blatt. Wer die meisten Sterne sammelt, gewinnt und ist Auch schon clever.


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Fazit

Die Ähnlichkeit zum grossen Vorgänger Ganz schön clever ist unverkennbar und das ist gut so. Einige spielerische Finessen hat das Kinderspiel übernommen. So gibt es auch hier kleine Kettenreaktionen oder unterschiedliche Bereiche für die Sammelaktionen. Das Ganze ist wunderbar kindgerecht heruntergebrochen worden. Mit der einfachen Symbolik macht das Sammeln Spass. Mit 5 Jahren ist das Spiel ein wenig tief angesetzt. Klar können 5-jährige schon mitspielen und ankreuzen, die ganzen Möglichkeiten mit den Bonuskreisen und den unterschiedlichen Regeln beim Ankreuzen benötigen aber ein wenig Spielerfahrung. Wäre Auch schon clever nicht so kindlich illustriert, würde es wohl auch als einfachste Ganz schön clever-Variante durchgehen. Das Würfelspiel macht auf jeden Fall Spass und erzeugt Spannung. Manchmal benötigt man ein wenig Glück beim Würfeln oder man zieht die Bonuskreise geschickt ins Spiel mit ein, um schwierigere Symbole mit einem Bonus zu bewältigen. Ja, etwas Spielerfahrung schadet nicht. Auch schon clever ist ein richtig schönes Einsteiger-Roll & Write für Kinder.

Alles über Auch schon clever

Auch schon clever | Autor: Wolfgang Warsch | Illustrationen: Marie Zippel, Glen Viljoen | Verlag: Schmidt

Spielerzahl: Würfelspiel für 2 – 4 Personen
Spieldauer: ca. 15 Minuten
Altersangabe: ab 5 Jahren
Benötigt: Alles für die Geburtstagsparty
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Kinder, Familie

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