Auf der Hut – Spielkritik

Für jeden Topf gibt es den passenden Deckel, für jeden Kopf den passenden Hut. Nur wo ist der gerade? Auf der Hut ist ein kurzes Merkspiel für die passende Kopfbedeckung. Alles nur, um Glatzen zu vermeiden.

Auf der Hut

Welchen Hut benötigt der Zauberer, welchen die Köchin? Was trägt der Piratenkapitän auf dem Kopf? 20 Personen suchen ihre Kopfbedeckung, eigentlich sind es 10 Personen, denn jede gibt es doppelt bei der Auf der Hut. Dafür sind 24 Hüte im Spiel, weil sich noch ein paar Wunderhüte darunter gemischt haben. 7 Personen legt man offen auf dem Tisch aus, darüber kommen 7 verdeckte Hüte. Damit kann Auf der Hut beginnen. Nun gibt es jeweils drei Aktionen, aus denen man eine wählt. Das Ziel: Jeder soll seinen passenden Hut erhalten. Denn alles ist besser, als am Ende mit einer Glatze dazustehen.

Da man die Personen ja sehen kann, verschafft man sich erst einmal einen Überblick bei den Hüten. Mit der ersten Aktion schaut man sich einen Hut geheim an. Um einen Abschluss zu wagen, sollte man die Situation bereinigen, also vertauscht man zwei Hüte, ohne sie anzusehen. Meint man, ein perfektes Paar zu kennen, deckt man einen Hut über der richtigen Person auf und ruft laut: „Passt!“

Auf der Hut

Doch das ist eine gewagte Aussage. Umso schöner, wenn es tatsächlich passt. Dann nimmt man das gefundene Paar zu sich und füllt die Auslage wieder auf. Passt der Hut nicht zur Person, nimmt man sich einen Glatzkopf, Person und Hut bleiben liegen. Findet man einen Wunderhut, holt man ihn ebenfalls zu sich. So ein Wunderhut passt immer, wenn auch erst gegen Ende des Spiels. Die Person darunter bleibt allerdings liegen.

Kann man einen leeren Platz in der Auslage nicht mehr füllen, endet die Partie. Nun schaut man sich seine gesammelten Personen mit Hut an. Mit jedem Glatzkopf geht leider ein Hut verloren. Man überdeckt einen Hut mit einer Glatze. Nur ein Wunderhut macht die Sache wieder gut. Mit ihm überdeckt man einen Glatzkopf.
Wer die meisten Personen mit passendem Hut besitzt, gewinnt den Wettstreit und war jederzeit Auf der Hut.

Auf der Hut

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Fazit

Auf der Hut ist ein kleines, feines Merkspiel für Spieleinsteiger. Hut aufdecken, sich Positionen merken, Karten austauschen und im richtigen Zeitpunkt aufdecken. Damit bewegt man sich den Vorgaben entsprechend noch im Kinderspielbereich. Da die Personen alle doppelt vorkommen, verwässert sich die Spielsituation auch je nach Auslage und wird nicht zu komplex. Erfolgserlebnisse sind garantiert. Nur schon die unterschiedlichen Gestalten mit ihren Hüten oder Glatzen zu schmücken, ist ein Erlebnis für sich. Mit der Merkfähigkeit bewegt man sich nahe am Memory-Bereich, darin zeigen Kinder ja besondere Stärken. Auf der Hut ist ein kindgerecht gestaltetes Einsteigerspiel, bei dem es weniger um Sieg oder Niederlage geht. Hier geht es um das lustige Zusammenfügen der Personen unterschiedlichster Herkunft wie beim Klassiker Mix Max. Für den Anfang ist das wunderbar und kurzweilig. Kinder mit ein wenig Spielerfahrung werden sich aber bald grössere Herausforderungen suchen.

Alles über Auf der Hut

Auf der Hut | Autoren: Anatoly Shklyarov, Alexey Konnov, Alexey Paltsev | Illustrationen: Michele Cavaloti | Verlag: Zoch

Spielerzahl: Merkspiel für 2 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 5 Jahren
Benötigt: Den richtigen Hut auf dem Kopf
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Kinder

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