Auruxxx – Die Goldene Zwölf – Spielkritik

Spricht man über Auruxxx – Die Goldene Zwölf muss man im gleichen Atemzug auch UNO erwähnen. Die Spiele gleichen sich doch in vielen Teilen. Das Kartenspiel mit der 12 führt aber noch den einen oder anderen zusätzlichen Kniff mit sich.

Auruxxx

Auruxxx bringt einen sehr klassischen Spielmechanismus auf den Tisch: Karten ablegen. Dabei orientiert es sich in grossen Stücken am sehr bekannten UNO. 5 Farben und Zahlenwerte von 0 bis 12 bilden den Grundstock des Spiels. Daneben gibt es noch einige Aktionskarten und 5 begehrte Exemplare der Goldenen Zwölf. Nur mit ihr lässt sich eine Partie beenden. Doch erst startet man die Partie – ebenfalls mit 12 Karten. Danach bedienen die Spieler reihum den Ablagestapel.

Im eigenen Spielzug legt man eine Karte passend ab: Farbe auf Farbe oder Zahl auf Zahl. Mit den Zahlen ist es sogar erlaubt, die Nachbarzahlen zu benutzen. Auf eine 4 passt eine 3 oder eine 5 ebenfalls. Zudem darf man Zahlen gleich mehrfach ablegen, wenn es passt.
Das Ablegen einer Karte ist nicht zwingend. Will oder kann man keine Karte entbehren, so zieht man eine Karte vom Nachziehstapel und allenfalls gleich eine zweite, wenn man immer noch nicht legen kann oder will. Das Nachziehen von Karten ist bei Auruxxx auch ein strategisches Element.
Als letzte Möglichkeit darf man passen, bis zu drei Mal in einer Runde. Das wird am Ende allerdings mit 5 Strafpunkten gewertet.

Auruxxx

Das Ziel ist klar: Alle Karten ablegen, als letzte Karte muss eine Goldene Zwölf auf den Stapel. Die Mitspieler werten übriggebliebene Karten als Strafpunkte. Ein paar Spezial- und Aktionskarten machen den Spielern das Leben schwer.
Die „Happy-Man – Karte“ lässt eine Spielfigur unter den Spielern zirkulieren. Wer eine solche Karte legt, schnappt sich die Figur. Sie halbiert dem Besitzer am Ende die Strafpunkte.
Mit der Karte „2 ziehen“ ist der nächste Spieler gezwungen, Karten aufzunehmen. Mehrere solche Karten addiert man. Mit dem „Passen“ kann man die Strafe geschickt an den nächsten Spieler weiterleiten und kassiert allenfalls weniger Strafpunkte am Ende.
Die „50-Karte“ legt man auf Aktionskarten und gleiche Farben. Muss ich noch erwähnen, dass sie am Ende sonst 50 Strafpunkte bringen?

Auruxxx

Die Aktionskarten darf man immer legen. Mit dem Kartensegen (von allen eine Karte ziehen), dem Kartentausch (mit einem Mitspieler tauschen) und Karte ziehen (beim nächsten Spieler eine Karte ziehen) bringt man jederzeit Unordnung in die Spielrunde.

So versucht man, seine Handkarten zu reduzieren, sich irgendwann eine Goldene Zwölf zu schnappen, um am Ende die Partie zu beenden. Dazu muss man eben manchmal Karten nachziehen und nicht zu früh sein wahres Gesicht zeigen. Auch fiese Spielzüge sind möglich, denn eine begehrte Zwölf kann mit der passenden Aktionskarte ganz schnell wieder weg sein.

Gespielt werden bei Auruxxx – Die Goldene Zwölf drei Runden. Wer dann am wenigsten Punkte besitzt, gewinnt die Partie.


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Fazit

Auruxxx – Die Goldene Zwölf ist auf Grund seiner Ähnlichkeit zu UNO in jeder Spielrunde ziemlich schnell erklärt. Ganz so schön schlank wie der Klassiker spielt sich Auruxxx allerdings nicht. Die gleichen oder leicht abgeänderten Aktionen und Karten sind schnell erlernt. Der Abschluss einer Partie ist nur unter gewissen Bedingungen möglich. So kann sich eine Partie ganz unterschiedlich entwickeln. Mal sind die Zwölfer früh im Spiel, mal wartet man lange. Dann muss man sie bei den Mitspielern suchen oder Karten nachziehen, um wieder frische Fahrt aufzunehmen. Das macht das Spiel unberechenbar, was an der angegebenen Spielzeit von 15 – 45 Minuten zu erkennen ist. Während UNO auch mit kleinen Kindern gut spielbar ist, würde ich erst später auf Auruxxx zurückgreifen. Bei diesem Kartenspiel steuert man das Ende nicht immer direkt an und muss hin und wieder Umwege gehen. Hier kann man seine Mitspieler schön ärgern und ein Spiel kurz vor Schluss noch komplett drehen – wenn man Glück hat und die richtigen Aktionskarten. Ob man sich nun für das schlanke UNO oder das etwas weitreichendere Auruxxx entscheidet, ist dem eigenen Spielgeschmack überlassen. In ihrem Wesen sind die Spiele für mich nahe verwandt.

Alles über Auruxxx – Die Goldene Zwölf

Auruxxx – Die Goldene Zwölf | Autoren: Christiane Reiter, Stefan Martin | Illustrationen: NOW games | Verlag: NOW games

Spielerzahl: Kartenspiel für 2 – 6 Personen
Spieldauer: 15 – 45 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Auf jeden Fall eine goldene 12
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: ab 3 Personen
Richtet sich an: Familie

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