Autsch! – Spielkritik

Ein kurzes und knackiges Kartensammelspiel verbirgt sich hinter Autsch! Sämtliche Kaktuskarten besitzen eine schöne Seite, auf der sich die Pflanzen in aller Pracht und mit vielen Blüten präsentieren. Doch Vorsicht vor den Rückseiten, denn dort lauern die Stacheln.

Autsch!

Kakteen – auf über 40 Spielkarten nur Kakteen, von denen wir uns vor allem für die Blüten interessieren. In vier Farben findet man Blüten in unterschiedlicher Anzahl auf den Pflanzen, die wir gerne einsammeln würden. Doch um an die Blüten ranzukommen, muss man die Pflanze an der richtigen Stelle anfassen, denn sonst pikst sie. Die Karten werden einmal gut durchgemischt und 6 Karten auf dem Tisch ausgelegt, mit der schönen Kaktusseite nach oben. Danach geht es auch schon los, gespielt wird reihum und das ganz flott.

Mit einer kurzen Ansage macht man sich bereit zum Griff nach den Blüten. Mit einem „Oben“ greift man den oberen Rand der ausgewählten Karte und wendet sie. Liegen die eigenen Finger nun in den Stacheln, ruft man „Autsch!“ und legt die Karte in die Schachtel – Pech gehabt!

Besser wäre es, wenn sich keine Stacheln unter den Fingern befinden würden. Dann nimmt man die Karte zu sich und legt sie vor sich ab. So beginnen alle ihre eigenen Kaktusblütensammlungen. Die Auslage füllt man wieder auf, bevor sich die nächste Person an den Kaktusblüten versucht.

Autsch!
Welche Karte soll es denn sein?

Die Sammlung soll nur 8 Karten gross werden, doch die Auswahl muss wohl überlegt sein. An den Vorderseiten der Karten ist erkennbar, wie viele Blüten es zu holen gibt. Doch mehr Blüten bedeuten auch mehr Seiten mit Stacheln. Bei drei Blüten bleibt also nur noch eine Seite stachelfrei. Autsch!
Zudem gibt es noch zwei mögliche Überraschungen unter den Karten. Die Schlange sorgt unter Umständen für zusätzliche Blüten. Greift die nächste Person in die Stacheln, geht die Karte an die Person mit der Schlange.
Der Wüstenfuchs ermöglicht sofort das Wenden einer weiteren Karte. Doch Vorsicht, greift man bei der nächsten Karte in die Stacheln, ist auch die Karte mit dem Wüstenfuchs wieder weg. Will man das Risiko eingehen?
Eine spezielle Rolle erhalten die roten Blüten. Bei einem Autsch! mit roten Kaktusblüten muss man eine weitere Karte abgeben. Das hat mit der Punktevergabe zu tun, bei der es mit den roten Blüten eine Mehrheitenwertung gibt.

Autsch!

Besitzt jemand 8 Kaktuskarten endet Autsch! sofort. Die Anzahl der Blüten bestimmt über den Sieg. Wer die meisten roten Blüten gesammelt hat, erhält 5 zusätzliche Punkte. Wer ein Set aus allen vier Farben vorweisen kann, bekommt 4 Punkte dazu. Stacheln in den Fingern zählen übrigens nicht als Punkte.


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Fazit zu Autsch!

Autsch! ist eines dieser Spiele, über das man nicht lange reden muss, man sollte es einfach spielen. Die Regeln sind einfach und können mit dem Spielaufbau erklärt werden. Da gibt es in erster Linie diese Glückskomponente beim Wenden der Karten, die man selber minimieren kann, indem man nicht jedes Mal den Kaktus mit den meisten Blüten wendet. Je nach Spielsituation entscheidet man sich für mehr oder weniger Risiko bei der Kartenwahl. Die Schlange und der Wüstenfuchs sorgen für plötzlichen Kartenzuwachs, doch noch wichtiger erscheint mir eine schöne Sammlung von Blüten: Ein Set, vielleicht gar zwei oder die Mehrheit der roten Blüten? Spielerisch erlebt man alles bei Autsch!, den glatten Durchmarsch, weil man sich mit etwas Glück in Serie für die richtige Seite entschieden hat, oder den Untergang, weil man sich mit den roten Blüten ständig verspekuliert. Und manchmal zahlt sich schlicht der Mittelweg aus, indem man auf Nummer sicher geht und regelmässig Blüten sammelt, auch mal wenige. Auf jeden Fall ist Autsch! ein flottes Kartensammelspiel, das kleine, aber feine Kniffe bietet. Ein schöner Absacker oder schnell für zwischendurch.

Fakten zu Autsch!

Autoren: Romain Caterdijan, Théo Rivière | Illustrationen: Fran Collado | Verlag: Kosmos

Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 6 Jahren
Benötigt: Keine Stacheln
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Richtet sich an: Familie

Ein Kommentar

  1. Hallo Patrick,
    danke für deine ausführliche Beschreibung vom Spiel. Das Prinzip sagt mir sehr zu, es verspricht lustige Nachmittage mit Kindern und Großeltern. Da kommt mal ein bisschen farbenfrohe und akustische Abwechslung auf den Spieltisch. Werden wir testen!
    Beste Grüße von Judith

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