Bad Bunnies – Spielkritik

Wer sagt denn, dass Hasen immer niedlich sein müssen? Bad Bunnies – Diese Hasen haben es faustdick hinter ihren Löffeln. Nur wer bis zuletzt mit den witzigen Tierchen mithalten kann, gewinnt viele Karten und kommt dem Sieg langsam näher. Ein richtig knackiges Zockerspiel.

Bad Bunnies 1Bad Bunnies ist ein Kartenspiel mit den Werten von 1 bis 13. Jede Zahl ist dabei mit einer eigenen Hasensorte illustriert. Diese Tierchen sind echte Hingucker, aber man möchte ihnen lieber nicht begegnen. Diese bösen Karnickel sind irgendwie nicht für die Umwelt gemacht. Daher knallt man sie am besten flach auf den Tisch.
Mit 7 Hasenkarten startet jeder Spieler in die Runde. Der Startspieler legt eine Karte aus und macht eine Ansage: Höher oder tiefer will er den nächsten Wert sehen. Der folgende Spieler erfüllt den Wunsch oder scheidet schon aus der aktuellen Runde aus. Kann er wie gewünscht bedienen, legt er eine Karte auf den Stapel und macht erneut eine Ansage. Wieder wünscht er sich die Anschlusskarte höher oder tiefer.
Damit ist die Grundregel von Bad Bunnies erklärt. Wer bedienen kann, bleibt im Spiel. Wer bis zuletzt drin ist, gewinnt den Kartenstapel. Jede gewonnen Karte ist einen Punkt wert.

Bad Bunnies 2

Da aber Hasen ab und zu einen Haken schlagen, gibt es bei Bad Bunnies natürlich auch den einen oder anderen Kniff. Die 1 spielt man als kleinen Joker. Diese Karte darf (fast) immer gelegt werden und setzt das Spiel auf Null. Der folgende Spieler kann frei und unbekümmert eine neue Karte auf den Stapel legen und seine eigene Ansage machen.
Zudem ist es (fast) immer erlaubt, eine Karte mit dem gleichen Wert zu legen. Dabei ruft man laut Doppel Hoppel. Nun dürfen nur noch Karten mit dem gleichen Wert gelegt werden. Selbst eine 1 löst ein Doppel Hoppel nicht auf und ist nutzlos. Aber man darf auch mit der 1 einen Doppel Hoppel starten.
Wie löst man denn nun einen Doppel Hoppel wieder auf? Die 7 macht das. Dieser grosse Joker geht immer. Zudem entknotet er eben den Doppel Hoppel. Legt man eine 7, macht man zusätzlich eine neue Ansage und das Spiel geht weiter.

Die Joker sind zwar ziemlich hilfreich, doch bis am Ende sollte man sie nicht behalten. Wer als letzte Karte einer Spielrunde einen Joker legt, kann nicht gewinnen. Einzige Ausnahme: Die zweitletzte Karte war ebenfalls ein Joker.
Wer aus einer Runde aussteigt, darf für die nächste seine Karten tauschen. Mit 60 Punkten, also 60 gewonnenen Karten gewinnt man Bad Bunnies.

Fazit:
Habe ich schon erwähnt, dass die Hasen einfach toll aussehen? Also so richtig böse toll. Das Kartenspiel mit einfachsten Regeln macht wirklich Spass. Trotz der wenigen Kniffe hat man doch Variationsmöglichkeiten, die man nutzen sollte, wenn man die Mitspieler beobachtet. Die Joker retten so manche Situation, aber reicht es bis zuletzt? Bad Bunnies ist ein richtig schönes Ärgerspiel mit manchmal überraschenden Wendungen und ein wenig Schadenfreude. Obwohl man ab und zu aus einer Runde aussteigen muss, spielt sich Bad Bunnies schnell. Die Wartezeiten sind kurz. Das Passen darf auch als taktische Variante des Spiel genutzt werden, um den Mitspielern nicht unnötig viele Karten zu schenken. Doch wann ist ein geschickter Zeitpunkt, um auszusteigen? Bad Bunnies ist ein kurzes, knackiges Kartenspiel für die ganze Familie.
Bad Bunnies lässt sich in jeder Spielerkonstellation gut spielen, zu dritt oder viert hat es in den Testrunden am meisten Spass gemacht. Ein Blick auf das Spiel der bösen Hasen lohnt sich auf jeden Fall!

Bad Bunnies | Autor: Jacques Zeimet | Verlag: Schmidt Spiele
Kartenspiel für 2-6 Personen | Spieldauer: 20 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Böse Hasen, die doppelt hoppeln | Wiederspielreiz: sehr gross

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