Bandido – Spielkritik

Mit Bandido stellt Autor Martin Nedergaard Andersen wieder einmal eindrücklich unter Beweis, dass er ein Meister der kleinen, knackigen Spiele ist. Das Spiel, bei dem Bandido immer neue Ausbrüche unternimmt kann nur gemeinsam gewonnen werden.

bandidoErst einmal fällt bei Bandido das ungewöhnlich Kartenformat auf. Längliche Karten sollen es sein – das ist typisch Helvetiq. Der noch junge Schweizer Verlag arbeitet gern mit neuen Dimensionen. Die grossen Streichholzschachtelspiele sind noch in bester Erinnerung. Auf 69 Karten findet man unterschiedliche Tunnelgänge: Sackgassen, verzweigte Wege, mit einem oder mehreren Ausgängen. Je drei Karten erhält jeder Spieler zufällig in die Hand. Im Zentrum liegt Bandido. Der Ausbrecherkönig hat schon kräftig vorgeschaufelt und sich mehrere Ausgänge unter seiner Zelle freigebuddelt. Die Spieler versuchen nun, das Labyrinth mit ihren Karten wieder zu schliessen. Der Reihe nach muss jeder ein Karte anlegen und zieht wieder nach.

Das Bandido-System verzweigt sich schnell auf dem Spieltisch. Da und dort versiegt es aber auch und endet in einer Sackgasse. Die Karten müssen natürlich immer passend gelegt werden. Ausgänge dürfen nicht abgewürgt werden.
Schaffen es die Spieler, das Labyrinth zu schliessen, so dass Bandido wieder im eigenen Labyrinth gefangen ist, gewinnen sie die Partie.

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Eine kleine Anpassung des Schwierigkeitsgrades ist möglich. Bandido’s Startkarte kann gedreht werden. So wählt man in jeder Spielrunde zuerst aus, ob man mit 5 oder 6 Ausgängen ins Spiel starten will.

Fazit:
Bandido ist ein kleines Spiel, das wirklich überall hineinpasst. Die Regeln kurz und einfach, das Spiel gestaltet sich in jeder Partie anders. Es gibt die kurzen Partien, die mit ein wenig Kartenglück relativ schnell zu einem Ende führen. Da sind aber auch die längeren Partien, bei denen sich das Kartenspiel in seiner ganzen Pracht auf dem Tisch entfaltet. Das Labyrinth wächst und wächst, mal ist man kurz vor dem Ziel, da muss man neue Wege öffnen, da es keine anderen Möglichkeiten gibt. So oder so – Bandido macht jede Menge Spass, nicht nur wenn man gerne Labyrinthrätsel löst. Dahinter steckt eine simple Idee, die zu einem unterhaltsamen Familienspiel ausgearbeitet wurde. Eine Partie Bandido geht immer!

Bandido | Autor: Martin Nedergaard Andersen | Verlag: Helvetiq
Kartenspiel für 1-4 Personen | Spieldauer: 5-15 Minuten | Ab 5 Jahren | Benötigt: Den Blick für unterirdisch geschlossene Wege | Wiederspielreiz: gross

helvetiq

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