Biber Gang – Spielkritik

Die Biber sind wieder unterwegs. In ihrem dritten Abenteuer knüpfen sie an überraschende Umdrehmomente an. Karten sammeln, am besten in gleichen Paarkombinationen – die Biber Gang ist ein kurzes, schnelles Kartentauschspiel.

Biber Gang

Die putzigen Biber kennt man schon von Biberbande oder Biberclan. Nun ist die ganze Biber Gang unterwegs, wieder in einem kleinen, feinen Kartenspiel für die ganze Familie. Und auch die Zahlenwerte sind geblieben. Es gibt über 100 Spielkarten mit den Werten von 0 bis 12, dazu noch 4 Biberkarten, die als Joker gelten. Jeder Spieler erhält ein verdecktes Kartendeck vor sich ausgelegt im Format 2×4. Zwei zufällig ausgewählte Karten darf man umdrehen. Die restlichen Karten dienen als Nachziehstapel, eine Karte davon deckt man auf. Es ist die Startkarte des Ablagestapels.

Wer häufiger spielt, dem wird das Spielprinzip mittlerweile bekannt vorkommen. Bei Biber Gang dreht sich alles ums Karten tauschen und das Sammeln von guten Kombinationen. Erst nach und nach erlebt man überraschende Momente beim Aufdecken der eigenen Karten. Ob man seine Auslage noch rechtzeitig verbessern kann?

Biber Gang

Gespielt wird der Reihe nach, ein Spielzug dauert äusserst kurz und bietet verschiedene Möglichkeiten: Entweder man zieht die oberste, verdeckte Karte des Nachziehstapels oder die oberste, offene Karte des Ablagestapels. Diese Karte tauscht man mit einer in der eigenen Auslage. Ganz einfach.
Wählt man in der eigenen Auslage eine offene Karte, legt man diese nun auf den Ablagestapel. Wählt man eine noch verdeckte Karte, kommt sie nun offen auf den Ablagestapel. Natürlich darf man sie nicht vorgängig ansehen. Die neue Karte liegt dafür nun offen aus.
Gefällt einem die Karte vom Nachziehstapel nicht, kann man sie direkt wieder verwerfen. Dafür deckt man eine Karte in der eigenen Auslage auf, mit dem Risiko der Überraschung.
Besitzt man nur noch eine verdeckte Karte, kann man Karten auch abwerfen, ohne die letzte Karte aufzudecken, denn: Deckt ein Spieler seine letzte Karte auf, endet die Partie nach einem letzten Spielzug der Mitspieler.

Biber Gang

Karten aufdecken und sammeln, das geht ziemlich flott. Doch welches Ziel verfolgt man? Grundsätzlich will man am Ende möglichst wenige Punkte offen ausliegen haben. Mit einem Kartenpaar in der Spalte erhält man keine Strafpunkte, also sammelt man tiefe Werte oder Paare. Mit 2, 3 oder gar 4 gleichen Paaren locken sogar Pluspunkte. Allerdings ist das nicht so leicht zu erreichen. Die Biber-Karten sind als Joker flexibel einsetzbar und können mit einem passenden Wert sogar in den eigenen Reihen verschoben werden. Mit nur 4 Bibern im Spiel kann man mächtig stolz sein, einen zu erwischen.

Gespielt werden 5 Runden, in denen man die Punkte notiert. Wer am wenigsten Punkte sammelt, gewinnt die Partie.


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Fazit

Das Spielsystem von Biber Gang ist in der Tat nicht neu, scheint aber gross im Trend zu sein: Skyjo, Hi-Lo oder Papageno funktionieren sehr ähnlich. Das ist kein schlechtes Zeichen, doch wird man kaum alle Spiele dieser Art benötigen. In allen genannten Spielen funktioniert dieser Tauschmodus sehr gut. Er erzeugt Spannung, sorgt für Überraschungen und treibt immer die Hoffnung auf bessere Karten an. Kleine taktische Raffinessen gibt es auch. Man kann ein Spiel schnell machen und mit einer minimalen Anzahl an Tauschgeschäften beenden. Oder man wartet auf optimale Karten, um sicher ein paar Pluspunkte zu ergattern. Trotzdem bleibt ein gewisses Restrisiko, ein Glücksfaktor bei der Kartenvergabe und beim Nachziehen. Die insgesamt 5 Spielrunden sorgen ein wenig für Ausgleich und tatsächlich enden die Partien häufig eher knapp. Biber Gang ist eine schlanke Form des Kartentauschs, spielt sich gradlinig mit wenigen Effekten und ist dadurch sehr familientauglich.

Alles über Biber Gang

Biber Gang | Autor: Haim Shafir | Illustration: Jan Bintakies, Ran Arieli | Verlag: AMIGO

Spielerzahl: Kartenspiel für 2 – 6 Personen
Spieldauer: ca. 15 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Zahlenpärchen
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: geht gut
Beste Spielerzahl: 3 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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