Biberbande – Spielkritik

Biberbande ist ein kleines, aber feines Kartenspiel, bei dem man fleissig Punkte sammeln soll – aber möglichst wenige! Die Biber verstecken sich dabei geschickt. Nur wer sich die Kartenwerte gut einprägen kann, schickt auch den Gegenspielern die hohen Tiere vorbei.

Die Biberkarten sind mit den Zahlenwerten von 0 – 9 versehen. Jeder Spieler startet mit 4 Biberkarten, die verdeckt vor ihm ausliegen. Die äusseren Karten seiner Reihe darf er sich kurz ansehen und einprägen. Die beiden mittleren Karten bleiben vorerst verborgen.
In der Mitte liegen ein Zug- und ein Ablagestapel. In seinem Spielzug kann man eine Karte ziehen und sie ansehen. Nun entscheidet man, ob man sie gegen eine seiner 4 Karten tauschen will (natürlich verdeckt) oder gleich wieder ablegt. Als Variante kann man auch die offene Karte vom Ablagestapel nehmen und bei sich einsetzen. So versucht man seine eigenen Karten zu verbessern, also möglichst wenige Punkte zu sammeln.

So weit wäre die Sache ja einfach, wenn die kleinen Nager nicht noch Sonderkarten hätten. Mit einer Sonderkarte kann man Karten mit den Gegnern tauschen, darf sich eine seiner verdeckten Karten anschauen oder gleich zweimal eine Karte ziehen (aber nur eine auswählen). Memory ist also gefragt, um immer zu wissen, wo sich gerade welche Zahlenwerte befinden.

Wenn ein Spieler seine Karten besonders gewinnbringend findet, klopft er auf den Tisch und läutet die letzte Runde ein. Jeder darf noch einmal eine Karte ziehen, dann werden alle umgedreht und die Werte addiert. Es gewinnt, wer nach einer bestimmten Anzahl Runden am wenigsten Punkte hat.
Sollte sich am Ende noch eine rote Sonderkarten im Spiel befinden, so wird vom Kartenstapel nachgezogen, bis eine Zahlenkarte erscheint. Mit etwas Glück liegt eine Verbesserung drin.

Fazit:
Mit Biberbande spielt man eine schnelle und kurzweilige Memoryvariante. Das Spiel eignet sich für unterwegs, zwischendurch, am Ende eine Spieleabends – eigentlich immer, wenn man mal schnell Zeit hat. Biberbande ist ein flottes Familienspiel, das neben einem guten Gedächtnis auch ein wenig Glück benötigt. Natürlich kann man seine Gegner auch täuschen, ihnen hohe Karten zum Tausch legen. Dabei sollte man den Abschluss jedoch nicht verpassen. Beim Punkte zählen gibt es so manche Überraschung. Daher bleibt es ganz oft nicht nur bei einer Runde Biberbande.

Biberbande | Autoren: Monty & Ann Stambler | Verlag: AMIGO
Kartenspiel für 2-6 Personen | Spieldauer: ca. 20 Minuten | Benötigt: Memory, Glück und gute Biber | Wiederspielreiz: gross

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