Black Fleet – Spielkritik

Einmal im Leben selber Pirat sein und in der Karibik Handel betreiben, Schiffe entern und Prinzessinnen befreien. Bei Black Fleet gehören all die Dinge zum Standardprogramm des Spiels. Dazu noch tolle Schiffe, echte Dublonen und gefährliche Mitspieler. Was will das Piratenherz noch mehr?

Black Fleet 1Schon das Öffnen der Spielschachtel ist bei Black Fleet ein Erlebnis. Das Material ist einfach spitze, der Karibik-Spielplan sehr bunt gehalten und riesig. Dieses Meer will erkundet werden. Da gibt es Inseln, Piratenverstecke und auch ganz normale Häfen, in denen man mit Waren handelt. Jeder Spieler erhält ein eigenes Handelsschiff, ein Piratenschiff und vier Entwicklungskarten, die er zwar anschauen, aber geheim halten muss. Das Handelsschiff legt in einem beliebigen Hafen an und wird beladen. Drei Waren haben Platz auf dem Schiff. Die Piratenschiffe stechen später in See. Auf dem grossen Spielplan tummeln sich zudem noch zwei Kriegsschiffe, die von allen Spielern bedient werden.

Das Ziel von Black Fleet gleich vorweg. Im Piratenleben geht das schnell mal vergessen: Dublonen verdienen, die eigenen Entwicklungskarten freikaufen und am Ende mit dem Kauf einer Siegkarte die Prinzessin befreien. Bis dahin fährt man aber noch einen langen Seefahrerweg.

Black Fleet 3Die Hackordnung in der Karibik ist einfach: Piratenschiffe überfallen Handelsschiffe, Kriegsschiffe überfallen Piratenschiffe und Handelsschiffe sollten ihre Waren abliefern. Alle Aktionen bringen Dublonen, die wichtig sind zur Zielerreichung.
Am meisten Geld bringt der Warenhandel, wenn man seine Fracht in einem Hafen abliefern kann, in dem die Nachfrage gross ist. Dummerweise muss man zu diesen Häfen einmal quer durch die Karibik schippern.

Gesteuert werden die Schiffe mit Bewegungskarten. Zwei davon hält man in der Hand, eine wählt man für seinen Spielzug aus. Speziell daran: Man bewegt gleich alle Schiffe mit seiner Karte, die Reichweite ist unterschiedlich. Das eigene Handelsschiff kommt seinem Ziel näher, das Piratenschiff sucht sich Opfer und mit einem Kriegsschiff versucht man gegnerische Piraten zu erledigen. Jedes Schiff darf auf seiner Fahrt genau EINE Aktion erledigen. Das bringt vor allem das Piratenschiff in Verlegenheit. Es kann auf seiner Fahrt kein Schiff überfallen UND auch noch den Schatz vergraben. Und bis zur nächsten Runde kann viel passieren. Auf jeden Fall kann man mit jedem einzelnen Schiff das eigene Einkommen verbessern, wenn man erfolgreich segelt.

Black Fleet 2

Sonderkarten bringen bei Black Fleet viele Vorteile. Man darf höchsten drei von ihnen in der Hand halten und sie auf den Schifffahrten einsetzen. Sie lassen Schiffe weiter fahren, vertauschen Schiffe oder werfen Ballast ab, um nur einige der zahlreichen Möglichkeiten zu nennen. Sonderkarten nimmt man mit den Bewegungskarten auf oder muss sie auch manchmal abwerfen.
Noch mehr Vorteile eröffnen freigekaufte Entwicklungskarten: Plötzlich dürfen auch Handelsschiffe andere Schiffe überfallen oder sind leere Warenplätze versichert. Das Spiel verändert sich von Runde zu Runde. Wer mit den veränderten Bedingungen am besten zurecht kommt, Dublonen verdient und die Prinzessin erlöst, geht als grosser Seefahrer in die Geschichte ein.

Fazit:
Black Fleet ist ein Piratenspiel mit einfachen Regeln, es ist vom Glück abhängig und es ist vor allem ein kleines Abenteuer. Das Thema macht nicht nur Spass, es ist super umgesetzt. Mit den Schiffen übers Meer zu ziehen und die Mitspieler zu ärgern, macht grosse Freude und eröffnet immer wieder neue Möglichkeiten. Geschlagene Schiffe kommen in der nächsten Runde wieder ins Spiel und sind gleich wieder mitten im Geschehen. Die Entwicklungskarten werden zufällig vergeben. Nicht jeder Spieler ist mit seinen Vorteilen zufrieden, nicht alle Begünstigungen sind gleich stark. Doch das stört bei Black Fleet kaum. Das Piratenleben ist eben nicht fair, dafür ein Erlebnis! Black Fleet wird ab 14 Jahren empfohlen. Dieser Wert ist ein wenig hoch gegriffen. Das Spiel ist ein Abenteuer, das die ganze Familie gut bewältigen kann. Also Piraten, ab an Bord!

Black Fleet | Autor: Sebastian Bleasdale | Verlag: Space Cowboys
Piratenspiel für 3-4 Personen | Spieldauer: 60-90 Minuten | Ab 14 (10) Jahren | Benötigt: Gut entwickelte Schiffe in der Karibik | Wiederspielreiz: sehr gross

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