Black Stories Investigation – Spielkritik

Eine richtige Mordserie wälzt sich über den Spieltisch. Opfer reiht sich an Opfer. Inmitten dieser düsteren Stimmung versuchen die Spieler wieder Ordnung zu schaffen. Black Stories Investigation ist ein Deduktionsspiel, das ein wenig an den Klassiker Mastermind erinnert.

Black Stories InvestigationDie Spieler tauchen sofort in die dunklen Fälle des Spiels ein. Jeder erhält eine Ermittlungsakte mit seinem ganz persönlichen Fall, der von den Mitspielern aufgedeckt werden soll. Die Akte bleibt natürlich vorerst geheim. Danach noch schnell drei Mordfallkarten auf die Hand und es kann schon losgehen. Der Reihe nach versuchen die Spieler wichtige Hinweise zu erspielen, die zur Auflösung eines Falles beitragen. Dazu spielt man eine beliebige Mordfallkarte einem der Mitspieler zu. Auf den Karten sind zwei bis vier Merkmale eines Mordes zu finden. Opfer, Tatzeit, Ort und Waffe sind abgebildet. Doch in jeder Kategorie gäbe es eigentlich zwei Möglichkeiten. Ob Mann oder Frau, Tag oder Nacht, drinnen oder draussen, Pistole oder Messer – das gilt es eben herauszufinden.

Black Stories Investigation

Der Spieler, der gerade eine Karte erhalten hat, überprüft, wie viele Hinweise korrekt sind. Er legt die Karte unter die entsprechende Zahl seiner Indizienleiste. Je mehr Karten dort im Laufe des Spiels liegen, desto mehr lichtet sich der Schleier des Verbrechens. Etwas gemein: Ob 0 oder 1 richtiger Hinweis, die Karte liegt an derselben Stelle. Das gibt Arbeit für die Detektive.
Wer sich seiner Sache ganz sicher ist, wagt einen Aufklärungsversuch. Mit seinen Ermittlerchips legt er die (vermeintlich) richtige Lösung es Falles. Mit Ermittlerkarten, in Form von 1-3 Blutstropfen, gibt er der eigenen Theorie noch zusätzliches Gewicht. Stimmt die Lösung, erhält er Punkte für den Fall. Die Punktzahl richtet sich nach der Anzahl der Mordfallkarten, die bereits liegen und den eben gelegten Blutstropfen.
Bei einem falschen Verdacht kommt die Ermittlerkarte mit den Blutstropfen aus dem Spiel und der nächste Spieler könnte einen neuen Anlauf zur Lösung des Falles nehmen.

Black Stories Investigation

Für einen gerade gelösten Fall gibt es sofort einen neuen und das muntere Raten kann weiter gehen. Das Spiel dauert so lange, bis ein Spieler alle drei Ermittlerkarten eingesetzt hat. Wer die meisten Punkte sammelt, gewinnt.

Fazit

Black Stories Investigation ist ein astreines Ratespiel mit düsterem Thema. Wären Mordfälle in Wirklichkeit auch mit einer fifty-fifty-Möglichkeit zu lösen, die Ermittler würden sich freuen. Wie in Mastermind erhält man Hinweise über die Anzahl der richtigen Lösungsansätze. Welche es allerdings sind, findet man erst mit Nachhaken heraus. Im Spiel zu zweit spielt man im direkten Schlagabtausch, etwas mehr Spielraum bieten Partien mit drei oder vier Spielern. Dann kann man die Mordfallkarten schön verteilen und ein wenig Taktieren. Schliesslich will man den Mitspielern nicht unbedingt gleich die Lösung des Falles vorlegen. Denkt man an mehreren Fällen mit, ist das Höchstarbeit für das Hirn. Ob direkt kombiniert oder im Ausschlussverfahren, wer zuerst auf die Lösung kommt, holt sich die Punkte. Da kommen Karten mit den richtigen Hinweisen gelegen. Nicht immer hat man das in der Hand, was man gerade abfragen möchte. Auch Kommissar Zufall spielt mit. Black Stories Investigation ist tolle Krimi-Raterei für Kombinierer – und das erst noch mit der tollsten Spieleschachtel, die ich je gesehen habe.

Black Stories Investigation | Autorin: Liesbeth Bos | Verlag: moses.
Deduktionsspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 30 Minuten | Ab 12 Jahren (themenbedingt) | Benötigt: Scharfsinn, Spürsinn, alles im Sinn | Wiederspielreiz: gross

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

    • Ja, das ist so. Bei Black Stories Investigation ist die Auswahl der Möglichkeiten kleiner, daher ein wenig leichter kombinierbar. Und thematisch passt es natürlich perfekt in die Black Stories-Familie.

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