Böse Kuh – Spielkritik

Die Kühe präsentieren sich lustig in diesem Kartenspiel, doch die Minuspunkte verteilt man böswillig am Spieltisch. Bei Böse Kuh macht man sich nicht nur Freunde. Wer verteilt die Kühe am geschicktesten?

Böse Kuh

Böse Kuh ist ein einfaches Kuhkarten-Sammelspiel, bei dem man Aufträge erfüllen soll. Jeder Auftrag bringt Punkte ein. Pluspunkte darf man selber behalten, Minuspunkte verschenkt man grosszügig an seine Mitspieler. Am Ende entscheiden die Punkte, wer seine Kühe am besten im Griff hatte. Und immer wieder muss man entscheiden, welche Kühe man ins Rennen schickt, um seinen Mitspielern keine zu klaren Vorlagen zu liefern. Die Kuhkarten (6 Farben, Werte 1-10) mischt man kräftig durch und verteilt jedem Spieler 5 Karten auf die Hand. 6 doppelseitige Auftragskarten legt man beliebig auf den Tisch. Jede Karte erhält zufällig ein offenes Punkteplättchen, egal ob Plus oder Minus.

Nun muss man in jedem Spielzug seine Kuhkarten nur noch passend anlegen. Das Spielprinzip ist einfach. Der aktive Spieler MUSS mindestens eine Karte an einen Auftrag anlegen. Es darf in jedem Spielzug aber nur ein einzelner Auftrag bedient werden. Dann ist auch schon der nächste Spieler an der Reihe. Ist ein Auftrag komplett erfüllt, nimmt man sich die Punkte. Wie schon erwähnt: Pluspunkte behält man für sich, Minuspunkte verschenkt man. Irgendwoher muss ja der Name des Spiels kommen.

Eine erledigte Auftragskarte wendet man auf die Rückseite, legt ein neues Punkteplättchen darauf. Der nächste Spieler schöpft somit mit einem neuen Auftrag wieder aus dem Vollen.

Böse Kuh

Die Aufträge erinnern entfernt an Kniffel: Drillinge oder Vierlinge legen, gerade oder ungerade Zahlen, eine Summe anpeilen etc. In den seltensten Fällen kann ein Spieler einen gesamten Auftrag sofort auf den Tisch legen. Daher legt man mit einzelnen Karten Vorlagen, die von den Mitspielern weitergeführt oder vollendet werden dürfen, wenn sie denn können wollen. So macht man bei den Vierlingen eine Ansage, welche Zahl es denn sein soll. Oder beim Summenspiel legt man einige Zahlen vor, die es später zu ergänzen gilt.

In sehr seltenen Fällen ist Böse Kuh derart böse, dass man keine Karte mehr legen kann. Dann zeigt man sie seinen Mitspielern zur Überprüfung und zieht anschliessend neue Karten. Oft läuft es aber wie geschmiert und die Punkteplättchen nehmend reissenden Absatz.

Böse Kuh

Wenn kein Punkteplättchen mehr nachgezogen werden können, endet die Partie sofort. Wer die meisten Punkte besitzt, gewinnt das Spiel.


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Fazit

Böse Kuh macht ihrem Namen alle Ehre. Es gibt genügend Minuspunkte, die man munter am Spieltisch verteilt. Das macht nicht nur Freu(n)de, aber man muss ja nicht immer alle verschonen. Das Kartenspiel funktioniert zwar zu zweit, macht aber deutlich mehr Spass, wenn mehrere Mitspieler am Tisch sitzen und man sich merken muss, wer die Minuspunkte verdient hat. Die Aufgabenstellungen sind nicht schwierig zu verstehen, das Kartenglück spielt manchmal doch mit. Mal wartet man ewig auf eine gewünschte Karte, mal zieht man zügig die passende Karte nach. Für ein derart kurzes Kartenspiel ist das aber ok. Viel mehr muss man darauf achten, seinen Mitspielern keine Steilvorlagen bei den Aufträgen zu liefern, die sie mit nur wenigen fehlenden Karten erledigen können. Böse Kuh ist auf jeden Fall ein toll illustriertes Kartenspiel, das sich ziemlich gradlinig herunter spielt. Schnell zu verstehen, mit Kartensammeleffekt und hin und wieder bösen Geschenken.

Alles über Böse Kuh

Böse Kuh | Autor: Marco Teubner | Illustration: Monika Suska | Verlag: moses.

Spielerzahl: Kartenspiel für 2 – 5 Personen
Spieldauer: 25 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Böse Kühe für Geschenkpunkte
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3 – 5 Personen
Richtet sich an: Familie

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