Bonbons – Spielkritik

Bei Bonbons kann es sich ja definitiv nur um ein süsses Spiel handeln. Süss ist denn auch schon die Schachtel, in der das Kartenspiel steckt. Die perfekte Geschenksverpackung vermittelt einen perfekten ersten Eindruck. Dieses Spiel im Regal macht sich so oder so gut. Doch wie bewährt es sich auf dem Spieltisch?

68 quadratische und runde Karten befinden sich in der Bonbonschachtel. Bonbons in Kringeln, in Rollen, als Bärchen, als Dreiecke und zudem noch in vielen verschiedenen Farben. Wer dieses Spiel spielt, weiss sicher, was er nebenbei aufzutischen hat.
Die quadratischen Karten werden verdeckt in der Tischmitte verteilt – reihenweise. Jeder Spieler erhält 4 runde Karten vor sich ausgelegt, ebenfalls verdeckt. Und nun spielt man Memory. Jeder Spieler dreht in seinem Zug eine seiner runden und eine quadratische Karte aus der Mitte auf. Sind die Karten in Farbe und Bonbonsorte identisch, so bleiben sie offen liegen und man macht einen weiteren Zug. Passen die Karten nicht, so dreht man sie wieder um.

Aber so einfach ist die Sache dann trotzdem nicht, denn Bonbons ist so eine Art Memory Plus! Die süsse Versuchung schlägt nämlich zu und darf auch bei seinen Mitspielern geklaut werden. Wenn man also ein Bonbonpärchen mit einer Karte seiner Mitspieler bilden kann, so darf man die runde Karte dort aufdecken und klauen. Im Gegenzug gibt man als kleines Dankeschön eine eigene runde Bonbonkarte verdeckt dem Mitspieler in die Auslage. Das bringt eine doppelte Dynamik ins Spiel. Daher sollte man sich immer auch die Karten seiner Gegner einprägen, sie könnten plötzlich sehr wichtig werden. Wer die eigenen runden Karten seinen Mitspielern zu früh zeigt, verhilft eventuell auch anderen zum Glück.
Im Spiel befinden sich zudem noch mehr Spezialkarten. 3 Münzenkarten sind unter die quadratischen Karten gemischt. Wer eine aufdeckt, darf versuchen alle drei zu finden. Schafft man das, so legt man die Münzenkarten auf eine seiner runden Bonbonkarten, die ab sofort als aufgedeckt gilt.
Deckt man eine leere Bonbonverpackung auf, so muss man eine zusätzliche runde Karte ziehen und benötigt 5 Paare bis zum Sieg.

Es gewinnt nämlich der Spieler, der zuerst seine 4 runden Karten mit der passenden Karte aus der Mitte aufdecken konnte.

Fazit:
Memory ist nicht unbedingt ein Spiel, das zuoberst auf meiner Hitliste steht. Aber Bonbons hat Charme, macht Laune, bringt Überraschung… und hat eben Bonbons. Mit Tieren, ja dann wäre das Spiel einfach, mit diesen verflixten Bonbons muss man seine Konzentration ziemlich beisammen haben. Schnell ist eine Sorte oder eine Farbe verwechselt. Der Bonbonklau bringt zusätzlich Stimmung in die Spielrunde und etwas Glück braucht es eben auch.
Bonbons ist eines dieser Spiele mit einfachen Regeln, das man sofort spielen kann. Die Spielzeit ist knackig kurz und meist bleibt es nicht bei einer Partie. Mit Bonbons kann man ja so oder so nichts falsch machen.

Bonbons | Autor: Marc André | Verlag: Game Works
Kartenspiel für 2-6 Personen | Spieldauer: 15 Minuten | Benötigt: Ein blendendes Gedächtnis im süssen Bereich | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Swissgames und Game Works für ein Rezensionsexemplar von Bonbons!

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