Burgenland – Spielkritik

Nirgends stehen so viele Burgen auf dichtem Raum wie in Burgenland. Daher haben die Baumeister auch ziemlich flott zu tun. Unter allen Baumeistern wird nun der flotteste von allen gesucht. Wer seine Gebäude zuerst komplett errichtet hat, gewinnt das Spiel. Dabei schenkt man der Bauqualität keinerlei Beachtung. Wenn das mal gut geht…

Burgenland 1Auf dem Spielplan reiht sich Burg an Burg, lediglich getrennt durch Grenzsteine, die auf den Wegen rumliegen. Jeder Spieler erhält eine Anzahl von Mauern, Häusern, Palassen und Brunnen, die er möglichst schnell in den jeweils vier Bauplätzen der Burgen bauen soll. Für jede Gebäudeart gelten aber andere Baubedingungen. Als Grundlage gilt für jedes Bauwerk: Für vier Karten in den Farben der anliegenden Grenzsteine darf auf einer Burg gebaut werden. Während für Mauern keine weiteren Voraussetzungen nötig sind, baut man Häuser nur, wenn schon eine Mauer steht. Für einen Palas engagiert man zusätzlich einen Baumeister. Und ein Brunnen darf sowieso nur in einer einzigen Burg erstellt werden. Eine Karte bestimmt zufällig den nächsten Bauplatz.

Gesteuert wird mit Farbkarten. Sie dienen sowohl als Eintritt zu Burg, aber auch als Währungsmittel. Jokerkarten sind ebenfalls im Umlauf und helfen häufig in Notsituationen. Für seine Bauten erhält man oft einen kleinen Bonus auf den Bauplätzen: Jokerkarten, Bonusplättchen oder einen zusätzlichen Bauplatz. Mit Tauschplättchen darf man Grenzsteine vertauschen. All diese Aktionen bringen ein wenig Pfeffer ins Spiel.

Burgenland 2Der Zug eines Spieler verläuft einfach. Entweder man baut ein Gebäude in eine Burg oder man zieht zwei Karten nach. Aktionskarten dürfen jederzeit eingelöst werden. Und sollte es auf der Baustelle besonders harzig laufen, hält Burgenland noch zwei Auswege bereit. Gegen 6 Geld darf man sich jederzeit einen Joker eintauschen.
Und zudem steht da noch eine grosse Burg. Dort sind die Bauplätze unbegrenzt, bringen allerdings keine Bonis. Gebaut wird mit gleichfarbigen oder verschiedenfarbigen Karten. Die Preise richten sich nach dem zu bauenden Gebäude.
Wer hat seine Gebäude zuerst erstellt?

Fazit:
Burgenland ist in den Grundregeln ein einfaches Familienspiel, das durch die Bauregeln und Aktionsplättchen ein wenig Tiefgang erhält. Einerseits beschafft man sich dauernd neue Farbkarten, versucht aber auch seine Gebäude auf die besten Plätze zu stellen. Eine gewisse Übersicht ist nötig, um die Farben der Bauplätze richtig einzuordnen und die Bauvorschriften einzuhalten. Es gibt aber immer einen Ausweg im Spiel, doch welche Bauten sollen zuerst weg? Eine Partie verläuft ziemlich flüssig und zu Beginn kämpft man um gute Bonusplätze. Gegen Ende sind alle Bauplätze in den Burgen belegt. Gibt es bis dahin noch keinen Sieger, reduziert sich Burgenland zum einem Wettlauf im Karten ziehen, damit auf der grossen Burg gebaut werden kann. In solchen Situationen verliert das Spiel ein wenig von seinem Charme. Das kommt zum Glück aber nicht in jeder Spielrunde vor.

Burgenland | Autoren: Inka und Markus Brand | Verlag: Ravensburger
Bauspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: ca. 40 Minuten | Ab 9 Jahren | Benötigt: Übersicht im dicht bebauten Burgenland | Wiederspielreiz: gross

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