Cacao – Spielkritik

Cacao ist ein richtiges Legespiel, bei dem sich die Plättchen im Schachbrett-Muster auf dem Tisch vermehren. Wer seine Arbeiter gut einsetzt und ihnen schön Arbeit zuteilt, wird am Ende der erfolgreichste Händler sein.

Cacao 1Legespiele gibt es nun doch schon einige. Cacao unterscheidet sich darin, dass die Aktions- und die Arbeiterplättchen in regelmässigem Muster auf den Tisch gelegt werden. Aus jeweils drei Arbeiterplättchen entscheidet der Spieler, welche seiner Mitarbeiter zum Einsatz kommen. Auf jedem Plättchen befinden sich zwar 4 Arbeiter, doch sie sind ganz verschieden auf die Plättchenseiten verteilt. Legt man nun ein Arbeiterplättchen an ein Aktionsfeld, aktiviert man es. Jeder angrenzende Arbeiter löst die entsprechende Aktion ein Mal aus.
Das Spielfeld in der Tischmitte wächst kontinuierlich. Neue Aktionsfelder erscheinen im Spiel, sobald zwei Seiten belegt sind. Jeweils zwei Aktionsfelder liegen in der offenen Auslage. Damit hat man auch bei diesen Plättchen ein kleine Auswahl zu treffen.

Cacao 3Ein Spielzug ist schnell erklärt: Ein Arbeiterplättchen wird eingesetzt, falls nötig mit neuen Aktionsfeldern ergänzt, danach führt man die Aktionen aus. Die Aktionen gelten übrigens für jeden Mitspieler, den sie betreffen. Oft legt man nämlich seine Arbeiter auf gut Glück ins Leere. Erst später erscheinen auf freien Arbeiterseiten die Aktionsplättchen. Dann entscheidet sich zwar ein Mitspieler für das Plättchen, die jeweilige Aktion darf trotzdem genutzt werden. Also immer schön achtsam bleiben, was man anderen zuführt.
Das Einsetzen der Arbeiter ist zwar wichtig, doch erst mit den unterschiedlichen Aktionen kommt man zu Geld. Man erntet Kakao, verkauft ihn auf dem Markt, erweitert seine Wasserfelder, baut Tempel und Sonnenkultstätten oder schürft einfach Gold. Alles treibt das Spiel voran und das Einkommen in die Höhe. Worauf man gerade setzt, hängt ein wenig vom Erscheinen der Aktionsplättchen ab.
Besonders erwähnenswert sind noch die Sonnenkultstätten. Dort gewinnt man Sonnensteine, die man gegen Ende des Spiels einsetzen kann, um bereits gelegte, eigene Arbeiterplättchen mit einem neuen zu bedecken. Das kann kurz vor Schluss entscheidend sein.

Cacao 2

Sind alle Arbeiterplättchen gelegt, entscheidet das Geld. Neben direktem Einkommen, gibt es mit den Tempeln auch noch Mehrheitenplättchen, die erst ganz am Schluss abgerechnet werden. Der reichste Händler gewinnt.

Fazit:
Cacao ist ein kurzweiliges Legespiel, bei dem man auch profitiert, wenn andere am Zug sind. Das Ziehen der Plättchen ist immer vom Glück begleitet, doch es gibt keine ausweglosen Situationen. Irgendwie macht man alles zu Geld, manchmal braucht man einfach ein wenig Geduld. Eine weitere Erkenntnis: Es ist schwierig, im Cacao-Urwald auf jeder Hochzeit zu tanzen. Man sollte seine Arbeiter klug einsetzen und gewisse Ziele anpeilen. Die sind jedoch, auf Grund des immer wechselnden Spielverlaufs, in jeder Partie anders. Cacao ist ein Spiel mit geringer Einstiegshürde, aber doch einer gewissen Spieltiefe. Eine Partie Cacao geht in jeder Spielrunde, mit jeder Spielerzahl. Nach nun schon zahlreichen Spielrunden Cacao vermisst man aber ein wenig die Abwechslung. Die ist mit einer Erweiterung bereits angekündigt. Fortsetzung folgt…

Cacao | Autor: Phil Walker-Harding | Verlag: Abacusspiele
Legespiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 30-45 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Am Ende einfach Geld | Wiederspielreiz: gross

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