Captain Jack’s Gold – Spielkritik

Wer am schnellsten Goldmünzen sammelt kann in diesem Kartenspiel das Geheimnis um Captain Jack’s Gold lüften und kehrt als reicher Mann zurück. Doch auf dem Meer lauern zahlreiche Gefahren, denen man sich stellen muss, um an die Goldmünzen zu gelangen.

Auf der Pirateninsel liegen Piratenmünzen bereit. Die müssen sich die Spieler bei Captain Jack’s Gold verdienen, um das Spiel zu gewinnen. Münzen erhält man, wenn man Kaperbriefe erfüllt oder Schatzkarten sammelt. Im Grundspiel funktioniert das noch recht einfach. Drei Kartenstapel liegen für die Schiffe der Spieler bereit. Dort entscheidet man, ob an der Küste, in der Schiffspassage oder auf hoher See gesegelt wird. Je nach Ort gibt es unterschiedliche Waren zu erobern.
Die eigene Schiffstafel zeigt an, wie viele Segel und Kanonen man an Bord hat. Sie gehören zur Grundausrüstung des eigenen Schiffes und bieten Schutz. Wenn man sich entscheidet an der Küste zu segeln, darf man entsprechend der Anzahl seiner Segel Karten des Küstenstapels wenden. Bei jeder Karte wählt man, ob man eine Aktion durchführt oder eine Ware aufs Schiff nimmt.

Bei den Aktionskarten kann einiges passieren. So kann man Segel, Kanonen, Waren oder Schatzkarten aufnehmen, in eine Flaute segeln, einen Mitspieler im gleichen Gewässer entern oder das Schiff einer anderen Nation kapern. Die ganze Piraterei benötigt allerdings etwas Glück und vor allem Kanonen an Bord. Für jede der Kanonen darf gewürfelt werden. Dabei muss der Zahlenwert des Gegners erreicht oder überboten werden. Gelingt dies, so erhält man die Schiffskarte mit Ladung. Bei einem besiegten Mitspieler wird sogar eine beliebige Karte geraubt. Scheitert man aber, so muss man eine Karte abgeben. Die Mitspieler sind für die Auswahl zuständig.

So kehrt man nach dem Beutezug in den sicheren Hafen der Pirateninsel zurück und tauscht die erbeutete Ware gegen Piratenmünzen, wenn Kaperbriefe erfüllt werden können. Im Hafen können gewonnene Karten zudem gedreht werden. Denn viele Karten besitzen auch auf der unteren Hälfte Waren, die vielleicht dringend gebraucht werden.

Noch grössere Möglichkeiten bietet das Ausbauspiel. Dort sind die Regeln etwas härter und es darf nur noch geentert werden, wenn man mit seinen Segeln dem Gegner folgen kann. Zudem muss beim Würfeln die gegnerische Zahl übertroffen werden, um ohne Verluste aus der Schlacht zu gehen. Bei den Karten lauern neue Gefahren in Form von Sandbänken, Stürmen und Seeungeheuern. Aber es können auch Matrosen oder Passagiere aufgenommen werden, die über gewisse nützliche Fähigkeiten für den Spielverlauf verfügen. Mit dem Ausbauspiel gewinnt Captain Jack’s Gold stark an Spieltiefe und wird anspruchvoller.

Fazit:
Captain Jack’s Gold verbreitet so ein richtiges Piratengefühl. Das Spiel in der Schatztruhe enthält richtige Piratenmünzen, das Material ist genial. Das Grundspiel bietet einfache Spielmöglichkeiten mit einem schnellen Zugang für die ganze Familie. Captain Jack’s Gold ist allerdings ein eher glückslastiges Spiel. Beim Würfeln oder beim Ziehen der Karten kann das Glück den Piraten schon recht Wind in die Segel blasen. Alles nur auf das Glück zu reduzieren, würde Captain Jack’s Gold aber Unrecht tun. Mit etwas Risiko oder Angriffslust kann ein Pirat auch wieder gestoppt werden.
Die Ausbauvariante bringt dann beinahe ein neues Spiel hervor. Die Zahl der Möglichkeiten und Entscheidungen nimmt stark zu und macht das Spiel noch spannender und anspruchsvoller. Wer sich vom Glück nicht blenden lässt, der will bei Captain Jack’s Gold gerne Pirat sein.

Captain Jack’s Gold | Autoren: Christian Fiore & Knut Happel | Verlag: noris
Kartenspiel für 2-4 Piraten | Spieldauer: 30-45 Minuten | Benötigt: Wind in den Segeln, Kanonen an Bord, Gold im Hafen | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an noris für ein Rezensionsexemplar von Captain Jack’s Gold!

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