Caracho – Spielkritik

Da wird gewürfelt, gewettet, und gefahren – das Rennspiel Caracho ist eine simple Mischung aus verschiedenen Zutaten und bleibt doch ganz einfach und bescheiden. Die Gefahr geht von den Mitspielern aus, denn die verfolgen alle unterschiedliche Ziele.

Caracho

Auf einer geraden Rennstrecke duellieren sich die Autos. Ob Oldtimer, Bus oder Rennwagen, in der Wüste kommen sie alle mehr oder weniger schnell voran. In Wahrheit duellieren sich aber nicht die Autos, sondern die Spieler. Sie erhalten zu Beginn eine Auswahl an Rennkarten mit Zielen der einzelnen Wagen. Zum Beispiel: Der Oldtimer soll den 2. oder 3. Platz erreichen. Je nach Zielerreichung erhält man am Ende dafür Punkte. Für 2 Rennkarten entscheidet man sich und hat ab sofort ein klares Ziel vor Augen.

Leider verfolgen die Mitspieler bei Caracho mit Sicherheit andere Ziele. So startet man mit total unterschiedlichen Voraussetzungen ins eigentliche Rennen. Das ist würfelgetrieben, allerdings nicht im herkömmlichen Sinn. Die Würfel sind mit Symbolen ausgestattet. Man wirft drei Würfel und legt zwei von ihnen zu einem Rennstall seiner Wahl, aber nie beide zum selben. Liegen dort im Laufe der Partie zwei Würfel mit dem gleichen Symbol, setzt sich das Auto in Bewegung. Wie weit es fährt, hängt von seiner aktuellen Rennposition ab. Liegt es auf Rang 3, schiebt man es 3 Positionen voran. Liegt es an erster Stelle, bewegt es sich nur um ein Feld. Es geht also um mehr oder weniger Caracho.

Caracho

Was nun folgt, ist Taktieren. So gut es eben geht. Welche Wagen unterstützt man? Welche lasse ich links liegen? Die eigenen Pläne sollen unter keinen Umständen auffliegen. Kleine Hindernisse gibt es trotzdem noch auf der Rennstrecke: Zwei Flüsse queren den Weg der Autos. Bleibt ein Wagen im Fluss stecken, benötigt er drei Würfel mit gleichen Symbolen, um aus dem Wasser wieder rauszukommen. Auch so kann man unliebsame Konkurrenten ein wenig aufhalten.

Caracho

Erreicht ein Wagen die Ziellinie, stellt man ihn sofort aufs Podest. Sind vier Autos im Ziel, deckt man seine Ziele auf und verteilt Punkte. Wer seine Ziele am perfektesten umsetzen konnte, gewinnt das Spiel mit ganz viel Caracho.


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Fazit

Caracho ist ein klassisches Familienspiel. Einfach in den Regeln, schnell zu spielen und mit den verdeckten Zielen bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten. Der Einfluss auf das Rennen ist eher klein. Vieles hängt vom Verhalten der Mitspieler ab und auch vom Würfelergebnis. So lange man selber bestimmen kann, ob ein Wagen fährt oder nicht, geht alles gut. Dazu benötigt man aber die richtigen Symbole auf den Würfeln. Bei einem Familienspiel stört mich diese Glücksabhängigkeit nicht. Man freut sich schon, wenn der eigenen Rennwagen auf einem der beiden gewünschten Plätze das Ziel erreicht. Muss man sich um zwei Wagen kümmern, ist das gar nicht so einfach. Die Mitspieler arbeiten dann doch ganz häufig quer. Dass mit dem Fluss noch ein kleines Störffeuerwerk auf der Rennstrecke liegt, gefällt mir gut. Es gibt tatsächlich Situationen, in denen man dem Fluss einfach nicht mehr ausweichen kann. Caracho ist ein kurzes, schnelles Spiel für zwischendurch. Mit einer geheimen Auflösung ganz am Ende, die mit Spannung erwartet wird.

Alles über Caracho

Caracho| Autoren: Anja Dreier-Brückner, Lisbeth Bos| Illustration: Folko Streese | Verlag: moses.

Spielerzahl: Würfelspiel für 2 bis 4 Personen
Spieldauer: 25 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Den rechtzeitigen Zieleinlauf
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3-4 Personen
Richtet sich an: Familie

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