Catch the Moon – Spielkritik

Einmal zum Mond und wieder zurück geht es mit den Himmelsleitern von Catch the Moon. Das Stapelspiel funktioniert ohne lange Anleitung. Einfach losspielen und den Mond anvisieren.

Catch the Moon

Eine Wolke liefert den Startpunkt unserer Reise. Zwei schöne, gerade Startleitern steckt man beliebig in die Wolkenlöcher. Die restlichen Leitern bilden den Vorrat. Sie unterscheiden sich durch Ecken und Kanten, manchmal sogar mit Löchern, doch das ist bewusst so gewählt und ganz nützlich beim spielerischen Stapeln. Ein Würfel liefert die Vorgaben. Der Weg zum Mond ist nicht mehr weit.

Mit nur einer Hand macht man sich ans Werk. Zeigt der Würfel eine Leiter, muss die neue Leiter so gestapelt werden, dass sie nur eine Leiter berührt. Zeigt er zwei Leitern, muss die neue Leiter genau zwei Leitern berühren. Würfelt man den Mond, muss die neue Leiter die höchste im Leiterturm sein. Mindestens eine Spitze sollte über die restlichen Leitern ragen. Leitern dürfen sich bewegen, der Stapel darf wackeln – alles kein Problem. Sobald die neue Leiter losgelassen wird, muss die Vorgabe aber erfüllt sein.

Catch the Moon

Fehler geschehen, bei Catch the Moon sowieso. Berührt eine Leiter die Wolke oder fällt gar auf den Tisch, erhält man einen Regentropfen. Liegt die Leiter nicht so wie vorgegeben ebenfalls. Insgesamt 7 Regentropfen sind im Spiel. Ist der letzte Tropfen weg, endet die Partie. Wer am wenigsten Regentropfen besitzt, gewinnt das Spiel. Bei einem Gleichstand duellieren sich die Sieger mit den übriggebliebenen Leitern. Jeder neue Leiter muss immer die höchste sein. Wem passiert der erste Fehler?

Catch the Moon

Catch the Moon verfügt auch über ein kooperatives Spiel und einen Solo-Modus. In beiden Versionen versucht man einen Höhenrekord zu schaffen. Insgesamt 5 Mal darf man werten oder einen Fehler machen. Für eine Wertung nimmt man den Schachteldeckel und stellt ihn neben den Leiterturm. Für teilweise oder komplett über den Schachteldeckel hinausragende Leitern erhält man Punkte. Die Leistung misst man anhand einer Tabelle. Ob im Höhenrausch die Leitern halten?


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Fazit

Im ersten Moment denkt man bei Catch the Moon an alte Klassiker wie Jenga oder den Packesel mit ihren unterschiedlichen Stapeltechniken. Doch Catch the Moon kann eindeutig mehr. Die Leitern lassen sich ineinander stellen, einhängen, schwingen oder auflegen. In der kleinen Leiterkunde im Regelheft findet man Beispiele und lustige Namen zu den einzelnen Stapelmöglichkeiten. Man lernt nie aus. Es ist erstaunlich, was mit den Leitern alles möglich ist. Selbst wenn es aussichtslos scheint, finden sie mit ein wenig hakeln eine gewisse Stabilität. Doch es ist klar: Catch the Moon ist ein Geschicklichkeitsspiel und benötigt ein ruhiges Händchen. Auch ein Blick für gute Leiterpositionen ist von Vorteil. Beides ist nicht allen Menschen gegeben. Nach wenigen Partien lernt man aber dazu. Man bekommt ein Gefühl für geeignete Stellen im Leiterturm. Am Ende bleibt die Faszination des grossen Turms. Das Stapeln macht in allen vorgeschlagenen Modi Spass und sorgt immer wieder für Überraschungen. Catch the Moon ist ein kurzes, knackiges Stapelspiel mit dem man gerne wieder in den Himmel steigt.

Alles über Catch the Moon

Catch the Moon | Autoren: Fabien Riffaud, Juan Rodriguez | Illustrationen: Emmanuel Malin, Fiore GmbH | Verlag: Kosmos

Spielerzahl: Geschicklichkeitsspiel für 1 – 6 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Leitertechnik
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Richtet sich an: Kinder, Familie

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