Chakra – Spielkritik

Stressfrei spielen, die inneren Werte nach aussen kehren und ein harmonisches Lächeln am Ende des Spiels – das gelingt nur mit Chakra. Hier fliessen die Energien, purzeln die bunten Steinchen, bis sich am Ende alles in farblicher Harmonie auflöst.

Chakra

Das Spielbrett ist die Wohlfühloase jedes einzelnen Spielers. Dort sollen die Energien fliessen bis zu ihren farblich passenden Bereichen. In den einzelnen Energiefeldern gibt es Platz für drei bunte Steinchen. Doch das Ziel ist die Ordnung im eigenen Körper. Sind in 5 der 7 Felder drei passende Steine drin, läutet man das Spielende ein. Was noch nicht bedeutet, dass es zum Sieg reicht. Denn Chakra ist nicht gleich Chakra – da gibt es solche und solche. Um sich die richtigen rauszupicken, hilft eine Meditation. Denn in der Ruhe liegt die Kraft und bei Chakra auch das Wissen!

Jeder Spieler schnappt sich 5 Spielsteine und einen zufälligen Meditations-Chip. Er ermöglicht es, sich ganz persönlich die Punkte einer Energiefarbe anzusehen. Die liegen in jeder Partie zufällig aus. Zwischen 1 und 4 Punkte liegen drin, wenn eine Farbe komplett harmonisiert ist. Daher sollte man auch die richtigen Energien fliessen lassen.

Die Spielaktionen sind überschaubar und laufen nach wenigen Runden sehr flüssig ab. Man schnappt sich Energiesteine von der Auslage. Dort liegen drei Dreierkombinationen aus, bei denen man sich bedienen kann. Doch es gibt Regeln: Nur unterschiedliche Farben sollen es sein und man bedient sich in einer Spalte. So wählt man zwischen 1 und 3 neuen Steinen, die man auf dem eigenen Spieltableau ganz zuoberst in die Baghya-Blase legt. Fieserweise liegen manchmal auch negative, schwarze Energien aus. Die muss man mitnehmen, wenn man sich für eine solche Spalte entscheidet. Negative Energien sollte man durch den Körper durchspülen. Dann können sie ganz wertvoll werden, wenn man sie in einer Aktion gegen einen beliebigen Stein eintauscht.

Chakra

Steine lassen sich mit Inspiration auch mitten in den Fluss legen. Das kostet allerdings eine Aktionsscheibe, die man erst wieder erhält, wenn die entsprechende Stelle farblich komplett ist. Damit gewinnt man ein paar Spielzüge, schränkt man aber den eigenen Bewegungsradius ein.

Aktionen gibt es vor allem im Bewegungsbereich der bunten Energien. Mit dem Abdecken von Bewegungsfeldern schiebt man die Energien nach oben oder nach unten, um einzelne oder mehrere Positionen. Das geht nur, wenn die Felder frei sind. Bewegungen müssen immer komplett durchgeführt werden. Ist ein Farbfeld harmonisiert und besitzt alle drei Steinchen seiner Farbe, darf man es überspringen. Damit kommt der Fluss zusätzlich in Fluss.

Chakra

Sinnloses Drauflossammeln wird bei Chakra nicht zum Erfolg führen. Daher empfehle ich die Meditation. Wenn man seine Aktionsscheiben zurückrufen möchte, meditiert man und sieht sich als kleine Belohnung die Punktescheibe einer weiteren Farbe an.
Am Ende bringen nur komplett belegte Energiefarben die zugeteilten Punkte. Jede schwarze, negative Energie, die es bis ganz nach unten geschafft hat, bringt ebenfalls einen Punkt. Und schliesslich erhält der Spieler mit der längsten, kompletten Energiekette von unten nach oben noch 2 Punkte. Mit 20 oder mehr Erfüllungspunkten spricht die Weisheit aus den Spielern.


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Fazit

Chakra ist ein ruhiges, harmonisches Spiel. Eines, bei dem man die Welt in Ordnung bringt und die besten Optionen für seine bunten Energien sucht. Selbst wenn man sich eine Auszeit nimmt, gewinnt man in der Meditation wertvolles Punktewissen. Obwohl die Aktionen überschaubar sind, steckt mehr hinter Chakra, als man erst meint. So startet man mit einigen verlockenden Energiesteinchen in die Partie, weiss aber noch nicht, ob es sich überhaupt lohnt, sie zu sammeln. Das Verschieben der Energien gleicht einer leichten Knobelaufgabe, Verstopfungen versucht man zu vermeiden. Mit ein paar aufgefüllten Energien purzeln die Steine plötzlich schneller. In der Summe bringt man seine Mitspieler aber unter Druck, wenn man die kürzesten Wege für die Energien findet. Wenig Bewegung bedeutet auch Zeitersparnis auf dem Weg ans Ziel. Diese Mischung aus knobeln, Punkte raten und klugem Einsatz der Aktionschips macht den Spielreiz bei Chakra aus. Alle Energien fliessen in einem ruhigen Wohlfühlspiel, bei dem die letzten überraschenden Momente in der Punkteabrechnung eintreten.

Alles über Chakra

Chakra | Autor: Luka Krleza | Illustration: Claire Conan | Verlag: Game Factory

Spielerzahl: Harmoniespiel für 1 bis 4 Personen
Spieldauer: ca. 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Energien im Fluss
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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