Chaos im Museum – Spielkritik

Dass es Nachts im Museum hin und wieder rund läuft, wissen wir spätestens seit der Filmreihe im Kino. Nun bittet aber das örtliche Museum um Hilfe. Eine Sonderausstellung soll das schwindende Publikum wieder anlocken. Wir helfen gerne bei der Suche nach geeigneten Objekten, entdecken vor Ort aber ein Chaos im Museum.

Chaos im Museum

Das Spiel in der grossen Schachtel, beim frechverlag unter dem Label TOPP erschienen, entlockt beim Anheben des Schachteldeckels erst einmal ein grosses Staunen. 300 Bilder von unterschiedlichsten Objekten gibt es da auszupöppeln. Es sind Fundstücke aus dem Museum, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben. Die Exponate waren wohl allesamt einmal Teil einer Ausstellung, doch im Lager herrscht nun ein grosses Durcheinander. Da sind jede Menge helfende Hände gefragt. Chaos im Museum ist eine Mischung aus Quiz und Suchspiel. Dazu benötigt man den Blick für das Ganze. Wir verteilen die 300 Objekte vor Spielbeginn übersichtlich auf dem Tisch. Es wimmelt nur so von lustigen, spannenden, alten, modernen, bekannten und unbekannteren Gegenständen. Dazu kommen Fragekarten in 5 Kategorien. Damit kann die Suche beginnen.

Chaos im Museum ist ein flexibles Spiel. Es lässt sich gegeneinander oder in Teams spielen. Für unterschiedliche Altersgruppen einigt man sich auf einen Schwierigkeitsgrad bei den Fragekarten. Bei den einfachsten Fragen verlagert sich das Spiel mehr auf den Suchteil. Die komplexeren Fragen führen dazu, dass man sich hin und wieder Objekte erschliessen muss. Beides funktioniert spielerisch sehr gut. Wir widmen uns erst einmal dem Grundspiel.

Chaos im Museum
Ein kleiner Teil der Auslage

Wer an der Reihe ist, würfelt die Kategorie aus und nimmt sich eine entsprechende Fragekarte. Mit dem Vorlesen der Karte beginnt die Suche im grossen Heuhaufen. Irgendwo in der Menge befindet sich das gesuchte Objekt. Wer es sieht, schnappt es sich, ruft den Namen des Gegenstands und hält ihn in die Luft. Nun wird überprüft, ob es sich tatsächlich um das gesuchte Objekt handelt. Ist das nicht der Fall, erhält man eine neue Frage zum selben Objekt, die einen Schwierigkeitsgrad tiefer liegt. Ist die Antwort richtig, nimmt man das gute Stück in seine Sammlung und das Spiel geht mit der nächsten Frage weiter. Wer sich zuerst 5 Objekte schnappen kann, gewinnt das Spiel. Das Museum ist dadurch natürlich gerettet.

Chaos im Museum

Nun hat Chaos im Museum noch ein paar andere Spielversionen parat. Im gemeinsamen Spiel mit Kindern passt man die Schwierigkeitsstufe bei jeder Person an. Hier sucht jeder alleine. Wer einen Gegenstand findet, behält ihn bei sich.
Im Spiel zu zweit kann man gemeinsam auf die Suche gehen. Man einigt sich auf einen Schwierigkeitsgrad, kann die Aufgabe diskutieren, hat jedoch nur einen Versuch zur Verfügung. Falsch beantwortete Fragekarten legt man beiseite. Wie viele Objekte findet man bis zur 5. falschen Fragekarte?
Im Spiel zu viert arbeitet man sich von der schwierigsten bis zur leichten Frage durch. Kann jemand eine Frage nicht beantworten, ist die nächste Person an der Reihe. Wer in dieser Variante zuerst 5 Objekte sammelt, gewinnt.
Und dann gibt es noch eine Team-Variante für grosse Gruppen, in der man die Fragen ruhen lässt. Man sieht sich auf der Karte aber das gesuchte Objekt an und beschreibt es den Mitspielenden. Während einer Minute löst man möglichst viele Aufträge einer Kategorie. Welches Team holt sich die meisten Objekte in allen 5 Kategorien?


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Fazit

Ich mache es kurz: Chaos im Museum ist ein richtig tolles Suchspiel! Das hat vor allem zwei Gründe: Die 300 kleinen Bilder animieren so richtig zum Suchen. Sind sie alle auf dem Tisch ausgebreitet, ist das wie in einem riesigen Wimmelbild. Mit jedem Blick entdeckt man etwas Neues. Das Spiel erklärt sich eigentlich von allein, mit ganz vielen Varianten. Zum Zweiten lassen die vorhandenen Spielvarianten ein breites Spektrum offen. Mit Kinder suchen? Kein Problem! Den unterschiedlichen Wissensstand nutzen? Dann passen wir die Fragen an! Eine grosse Gruppe beschäftigen? Machen wir ein Spiel auf Zeit daraus! Die vielen Objekte aus dem Archiv des Museums bieten ganz viel Spielraum, der sofortigen Suchspass ermöglicht. Will man das Chaos auch schulisch ein wenig auskosten, lernt man ganz viele Begriffe kennen – eben auch die von älteren Museumsstücken. Und mit etwas Phantasie setzt man sofort neue Spielideen mit den vielen Objekten um. Dieses Chaos lässt sich auf unterschiedlichen Ebenen nutzen, immer mit einem schnellen Zugang. Das macht Chaos im Museum zu einem tollen Familienspiel.

Alles über Chaos im Museum

Chaos im Museum | Autoren: Karoline und Morten Weber | Illustrationen: Gabor Racsmany | Verlag: frechverlag

Spielerzahl: Such- und Quizspiel für 2 – 8 Personen
Spieldauer: 30 – 60 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Objektsicherheit
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: ab 3 Personen
Richtet sich an: Familie

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