Chartae – Spielkritik

Wie sah die Landschaft früher aus? Aus alten Kartenteilen entsteht eine grosse Karte. Aber war da Land oder Meer? Chartae ist ein kleines, taktisches Legespiel für 2 Personen. Mit einer kurzen Spieldauer und dem passenden Dreh.

Chartae

Es gibt ganz wenig zu erklären bei Chartae. Und doch ist das kleine Spiel nicht zu unterschätzen. Die wenigen Regeln und nur 9 Landkartenteile lassen trotzdem eine taktische Spieltiefe zu, die auch ein wenig räumliches Vorstellungsvermögen einfordert. Im direkten Duell versuchen die Spieler, die entstehende Landschaft zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Spieler 1 möchte gerne Wasser, Spieler 2 bevorzugt Land. Wer am Ende das grössere Gebiet erstellt hat, gewinnt.

Die 9 Kartenteile sind aus dicker Pappe. Die Windrose liegt als Startteil offen aus, die restlichen Teile mischt man. Vom verdeckten Stapel liegt nur eine Karte offen aus. Die Aktionsmöglichkeiten sind auf den ersten Blick bescheiden: Entweder einen neuen Landschaftsteil anlegen oder einen bereits ausliegenden Teil um 90 Grad im Uhrzeigersinn drehen. Fertig. Legt man ein weiteres Teil an, deckt man das nächste Kartenstück auf. Man sieht immer ein wenig in die Zukunft.

Chartae

Eine Drehung ist allerdings nur 2 Mal nacheinander durchführbar, egal mit welchen Teilen. Spätestens im dritten Spielzug muss ein Spieler also wieder eine neues Kartenteil anlegen. Die Teile sollen am Ende in einem 3×3-Raster eine schöne Landschaft bilden. Mit dem Anlegen des letzten Plättchens, endet das Spiel und die Wertung folgt.

Chartae

Wer eine möglichst grosse, zusammenhängende Landschaft mit seinem Element erstellen konnte, gewinnt Chartae. Oft enden die Partien äusserst knapp und der Tie-Breaker entscheidet: Bei einem Unentschieden verliert, wer das letzte Plättchen angelegt hat.


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Fazit

Chartae ist ein kleines Legespiel von Reiner Knizia. Und der bekannte Autor versteht sein Handwerk. Chartae ist richtig schön auf das Wesentliche reduziert. Kurze Regeln, trotzdem knackiges Spiel, zweckmässiges Material. Mit nur 9 Karten rauchen die Köpfe beim Duell. Denn taktische Elemente gibt es in diesem Spiel. Durch das schnelle Anlegen von Karten treibt man das Spiel voran. Mit dem Anlegen berechnet man zukünftige Drehungen mit ein. Die Kartenteile kennt man nach wenigen Partien auswendig. Man weiss, womit man noch rechnen kann. Das Ende des Spiels erhält oft spezielle Aufmerksamkeit. Die Möglichkeiten der letzten Spielzüge sind nicht zu unterschätzen, das letzte Kartenteil kann entscheidend sein. Doch nicht zuletzt versucht man die Pläne seines Kontrahenten zu durchkreuzen. Chartae ist ein echt pfiffiges, kurzweiliges Spiel. Ein Schätzchen auf der Landkarte.

Alles über Chartae

Chartae | Autor: Reiner Knizia | Illustration: Michele Mor | Verlag: Board Game Circus

Spielerzahl: Legespiel für 2 Personen
Spieldauer: 10 Minuten
Altersangabe: ab 7 Jahren
Benötigt: Wasser oder Land
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 Personen
Richtet sich an: Familie

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