Clack! Family – Spielkritik

Ein typisches Haim Shafir-Spiel erkennt man nach wenigen Sekunden. Der israelische Autor ist ein Meister von schnellen Reaktionsspielen und schneller Auffassungsgabe (Halli Galli, Crazy Cups). Da haut auch Clack! Family in dieselbe Kerbe. Wachsam sein und zugreifen!

Clack! Family

Das kleine Kartenspiel benötigt nur wenig Platz, dafür viel Aufmerksamkeit. Die Spielkarten zeigen unterschiedliche Objekte (Tiere, Bäume, Fahrzeuge) in unterschiedlichen Farben (rot, grün, blau). 7 Spielkarten liegen immer offen auf dem Tisch. Zentral liegt die „Gibt’s nicht!“- Scheibe. Einen Zahlenwürfel mit 0, 1 oder 2 und einen Eigenschaftswürfel reicht man Runde für Runde von Spieler zu Spieler weiter. Und schon ist man mitten im Spiel und lässt seine Augen nicht mehr von den ausliegenden Karten.

Das Ziel ist schnell umrissen: Sammle möglichst viele Karten ein! Es gibt oft mehrere richtige Karten pro Runde und es dürfen alle eingesammelt werden. Das funktioniert bei Clack! Family ziemlich schnell. Der aktive Spieler würfelt und alle folgen gleichzeitig den Angaben. Blau und 2 bedeutet: Sammelt alle Karten mit genau 2 blauen Objekten. Rot und Baum heisst: Alle Karten mit einem roten Baum müssen geschnappt werden. Wie bereits erwähnt, gibt es häufig mehrere passende Lösungen, die man auch alle einsammeln kann. Gibt es nichts mehr zu holen, füllt man die Auslage wieder auf und der nächste Spieler macht seinen Wurf.

Clack! Family

Nun ist also ein schnelles Auge gefragt. Würfel abchecken, Bilder suchen, Karten schnappen. Die Vorgaben müssen immer exakt erfüllt sein. Fehler werden nicht bestraft. Wer sich eine falsche Karte holt, verliert Zeit und bestraft sich gleich selber. Falsche Karten legt man wieder in die Mitte und weiter geht es.

Spannend wird es, wenn für einmal gar nichts passt. Gibt es keine Karte, die den Vorgaben entspricht, muss man die etwas dickere „Gibt’s nicht!“- Scheibe nehmen. Holt man sich die Scheibe korrekt, erhält man zur Belohnung alle 7 ausliegenden Karten. Das gilt leider nur für den schnellsten Spieler. Doch hier sollte man vorsichtig sein. Wer sich die Scheibe holt, obwohl es richtige Karten gibt, muss zur Strafe allen Mitspielern eine seiner gewonnenen Karten abgeben.

Clack! Family

Sobald alle Karten weggespielt sind, endet das Spiel. Wer die meisten Karten besitzt, gewinnt Clack! Family.


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Fazit

Clack! Family ist wieder ein typisches Haim Shafir-Spiel, das Aufmerksamkeit und Reaktion erfordert. Diese Anforderungen bringt das Spiel kurz und knackig auf den Punkt. Einfachste Spielregeln lassen eine Partie sofort starten. Obwohl die Aufmachung an ein Kinderspiel erinnert, ein reines Kinderspiel ist Clack! Family nicht. Eine solch schnelle Auffassungsgabe, wie hier gefordert ist, liegt den Kindern oft besser, als den Erwachsenen. So muss man sich warm anziehen, wenn man gegen flinke Kinderhände spielt. Durch die klare Symbolik und die bunten Bilder lässt sich das Spiel sogar schon unter 7 Jahren spielen. Besonders gut gefällt mir die „Gibt’s nicht!“ – Scheibe. Sie bricht den Spielrhythmus und sorgt für überraschende Momente. Doch Vorsicht: Bloss nicht zu früh zugreifen. Clack! Family erfindet das Genre der schnellen Reaktionsspiele zwar nicht neu, ist aber eine gute, familiengerechte Alternative.

Alles über Clack! Family

Clack! Family | Autor: Haim Shafir | Illustration: Yaniv Shimoni | Verlag: AMIGO

Spielerzahl: Reaktionsspiel für 2 – 4 Personen
Spieldauer: 10 Minuten
Altersangabe: ab 7 Jahren
Benötigt: Auge und Hand
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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