ColleXion – Spielkritik

Ein Polygon ist ein Vieleck. In der grossen Schachtel von ColleXion liegen daher 80 Drei-, Vier-, Fünf- und Achtecke. Passend gesammelt, bringen sie ganz viele Punkte ein. Doch dazu muss man sie erst aus der Box holen.

ColleXion

Die Spielschachtel von ColleXion ist zugleich das Spielfeld. In einem grossen Teller liegen die Polygone bereit. Zum Mischen schüttelt man ganz einfach die geschlossene Schachtel durch. In die Ecken legt man die Punktechips, verteilt ein paar Aktionsmarker an die Spieler und schon ist das Spiel startbereit.
Die Polygone gibt es in vier Formen und in vier Farben. Darauf konzentriert sich auch das Sammeln von Sets. Mit gelungenen 4er-Kombinationen erhält man Punkte, die am Ende die Partie entscheiden.

ColleXion besitzt ganz einfache Regeln. Der aktive Spieler nimmt in seinem Spielzug bis zu vier Polygone aus dem Teller. Die Formen müssen frei erreichbar sein und obenauf liegen. Andere Polygone sollten dabei nicht bewegt oder verschoben werden. Strafen gibt es allerdings keine, das Spiel ist kein Mikado. Nimmt man mehrere Polygone in seinem Spielzug, muss mindestens eine Eigenschaft übereinstimmen. Entweder die Farbe oder die Form muss dieselbe sein wie beim Vorgängermodell.

Spätestens nach 4 Polygonen ist Schluss. Nun kann man 4er-Sets bilden aus seiner Sammlung. Ein Farbset besteht aus der gleichen Farbe und 4 unterschiedlichen Formen. Ein Formset besteht aus gleichen Formen und 4 unterschiedlichen Farben. Für ein komplettes Farbset nimmt man sich den obersten Punktechip der entsprechenden Farbecke. Zwei, drei oder vier Punkte sind verfügbar. Je später, desto mehr gibt es. Nach dem dritten Punktechip gibt es in einer Ecke aber nichts mehr zu holen. Mit einem Formset wählt man sich die Punkteecke frei aus.

ColleXion

Sets muss man auch ablegen, wenn man keine Punkte ergattern kann. Das erscheint hart, doch übrig gebliebene Polygone bringen am Ende Minuspunkte.

Für etwas Unruhe sorgen die Aktionsmarker. Jeder Spieler besitzt drei davon, von denen er einen in seinem Spielzug einsetzen kann. So tauscht man ein Polygon mit einem Mitspieler oder klaut sich gar eines. Oder man entfernt ein erreichbares Polygon aus dem Spielteller und vereitelt damit den Mitspielern einen guten Zug. Jeder Aktionsmarker, der nicht eingesetzt wird, bringt am Ende einen zusätzlichen Punkte.

ColleXion

ColleXion endet, wenn alle Punktemarker weg sind oder alle Polygone eingesammelt wurden. Punktechips und Aktionsmarker sorgen für Pluspunkte, übrige Polygone in der Sammlung für Minuspunkte. Wer die meisten Punkte holt, gewinnt.

In einer Teamvariante spielen 2er-Teams gegeneinander. Die Polygone können dabei dem Teamspieler übergeben werden. Bei der Expertenvariante wählt man eine der drei Aktionen, wenn man zwei identische Teile nacheinander aus dem Teller zieht.


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Fazit

ColleXion ist ein Spiel mit einfachstem Zugang. Vom Mechanismus her gibt es allerdings wenige solcher Spiele. Ein Vergleich mit Mikado drängt sich auf, doch hier geht es um eine perfekte Sammlung. Zwar nimmt man offen liegende Polygone vom Teller, doch eine Bestrafung für Bewegungen gibt es nicht. Der Farb- und Formkniff beim Nehmen der Teile ist damit das einzige strategische Element im Spiel. Mit dem ersten Polygon entscheidet man über eine mögliche Reihenfolge und Sets, die sich daraus bilden lassen. Zu viele Formen sollte man aber nicht sammeln, das bringt Minuspunkte. Und auch hier gibt es eine spielfreundliche Bremse: Mögliche Sets muss man ablegen. So kann eine Sammlung nicht unendlich gross werden. Die Punkte sind ziemlich schnell weg. So sammelt man, was man kriegt und zu Punkten machen kann. Mit den Aktionen ärgert man die Mitspieler ein wenig. ColleXion ist leichte Unterhaltung für Spieleinsteiger oder Familien. Ein kurzweiliges Sammelspiel mit wenigen Regeln. Die Teamvariante hat für mich zu wenig Pfiff. Meist sammelt man die Teile immer für einen der beiden Spieler. Das bringt schnellere Punkte. Die Expertenvariante bringt einen zusätzlichen Sammelanreiz, um an Aktionen zu kommen. Das funktioniert gut, macht ColleXion aber nicht viel komplexer.

Alles über ColleXion

ColleXion | Autor: Antoine Bauza | Illustrationen: keine Angabe | Verlag: Schmidt Spiele

Spielerzahl: Sammelspiel für 2 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 7 Jahren
Benötigt: Sets
Wiederspielreiz: ok

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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