Color Brain – Spielkritik

Das Wissen fasziniert die Spieler einfach. Immer und immer wieder schaffen es neue Quizspiele auf den Markt. Color Brain arbeitet mit Farben. Erstaunlich, was sich alles farblich abarbeiten lässt.

Color Brain

Gespielt wird Color Brain einzeln oder noch besser in Teams. Für vier Gruppen sind Antwortkarten in der Box, die allesamt aus Farben bestehen: gelb, orange, rot, pink, violett, blau, grün, weiss, grau, braun und schwarz. Abgerundet wird das Gesamtbild mit einem Farbkopierer. Mehr Vorbereitung benötigt Color Brain nicht. Das Spiel lässt sich sofort starten.

In einer Fragebox befinden sich zahlreiche Fragen. In der vorderen Öffnung findet man alles, was es zum Rätseln braucht. Erster Hinweis: Eine Zahl. Sie zeigt an, wie viele Farbkarten zur Beantwortung der nächsten Frage benötigt werden. Darunter die Frage oder der Hinweis: Zunge einer Giraffe – zu beantworten mit einer Farbkarte.

Zeitlimit gibt es keines bei Color Brain, es bleibt genug Zeit zur stillen Besprechung. Gerade in Teams mischt sich das Halbwissen zu einem gefährlichen Mix. Ist man sich sicher, legt man die entsprechende Farbkarte verdeckt raus. Die Antwort wird geprüft. Punkte macht man mit dem eigenen Wissen, kombiniert mit dem Nichtwissen anderer. Das bedeutet: Man erhält so viele Punkte, wie falsche Antworten ausliegen. Natürlich nur, wenn man selber richtig geantwortet hat.

Color Brain

In einem Anfall von höchster Intelligenz antworten alle Farbbekenner richtig. Das ist vorerst schlecht, denn niemand erhält Punkte. Die Fragekarte landet dafür in einem Pot. In der nächsten Runde holt man sich so unter Umständen einen Punkt mehr.

Einmal pro Partie darf man den Farbkopierer einsetzen. Der macht vor allem Sinn bei Fragen mit vielen Farben. Anzahl 7, Tulpen – im besten Fall weiss man ja nur 6 Farben auf die Schnelle. Daher setzt man den Farbkopierer als siebte Karte ein. Beim Aufdecken der Karten schaut man nach, was die Mitspieler gewählt haben und ersetzt den Farbkopierer nachträglich mit einer ausliegenden Farbe der Mitspieler. Hoffentlich haben die es wenigsten gewusst.

Color Brain

Erreicht jemand 15 Punkte (zu zweit 10 Punkte), endet das Spiel und der Gewinner präsentiert sich in den prächtigsten Farben.


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Fazit

Color Brain ist kein Quiz für Intelligenzbestien. Es zieht sein Wissen aus Informationen, der Merkfähigkeit, aber auch fotografischem Wissen. Man kann sich die Schlümpfe schon hundertmal angesehen haben und notiert sich bei der Hosenfarbe trotzdem ein „blau“. Das sind die erleuchtenden Momente von Color Brain. Die treten vor allem in der Teamarbeit auf, wenn man sich auf eine Antwort einigen muss. Wie überzeugt ist man dann noch von seinem Wissen, wenn andere mitreden? Der Schwierigkeitsgrad der Fragen schwankt zwischen einfach und schwierig. Das ist aber kein Problem. Liegen alle Quizzer richtig, kommt die Frage ja in den Pot und bringt in der nächsten Runde einen Zusatzpunkt. Die nächste Entscheidungsfrage kommt bestimmt. Color Brain macht Spass, die Idee mit der Farbensuche ist toll und lässt sich vielseitig verwenden, ohne hier zu viel zu verraten. Es bleibt nie bei nur einer Spielrunde, das Spiel fordert seine Mitspieler heraus. Color Brain ist für grössere Spielgruppen besonders gut geeignet. Die 300 Fragen sind leider eher schnell verspielt. Ein wenig mehr hätten es sein dürfen.

Alles über Color Brain

Color Brain| Autor: Tristan Williams| Illustration: Big Potato Games, Game Factory | Verlag: Game Factory

Spielerzahl: Quizspiel für 2 bis 12 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 12 Jahren
Benötigt: Wissen in allen Farben
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: es geht
Beste Spielerzahl: ab 4 bis 6 Personen
Richtet sich an: Familie

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