Corona nervt! – Spielkritik

Nerven behalten und Viren besiegen. Die Pandemie hat uns alle ziemlich beschäftigt und auch kreativ werden lassen. Wie zum Beispiel die 8jährige Jana, die mal eben ein Kartenspiel erfunden hat. Mit Corona nervt! spricht sie allen tief aus dem Herzen. Und so legen wir nun die Karten auf den Tisch.

Corona nervt!

Das Herzstück von Corona nervt! sind 60 Aktionskarten, die man reihum auf den Tisch legt. In den Ampelfarben findet man darauf „klassische“ Corona-Situationen, eben alles, was uns im letzten Jahr beschäftigt hat. Es dreht sich um Viren, Tests, Impfungen, Homeschooling und systemrelevante Personen, sofern man den Begriff kennt. Alle Aktionen wirken sich auf die Spieler aus. In einigen Fällen nur für sich selber, manchmal zieht man einen Mitspieler ins Geschehen rein und manchmal beschäftigt man nur die Anderen. Aktionskarten zieht man regelmässig nach, sie sind nur das Mittel zum Zweck.

Bei Corona nervt! dreht sich alles um das Virus oder die eigenen Nerven. Jede Aktionskarte hat Auswirkungen darauf. Mit 5 Virenkarten und 5 Nervenkarten startet man in die Partie, danach geht es auf und ab. Man gewinnt oder verliert mit jeder Aktion Viren- oder Nervenkarten. Ein Spieler gewinnt die Partie, wenn er sämtliche Virenkarten wegspielt. Dazu sollte man aber die Nerven in den Augen behalten. Denn ist der letzte Nerv gerissen, scheidet man aus der Partie aus.

Corona nervt!

Es beginnt ein Hauen und Stechen. Wer kaum noch Virenkarten besitzt, wird von den Mitspielern sofort wieder eingedeckt. So kann der Sieg auch mal über die fehlenden Nerven führen. Ein altbekannter Kartenmechanismus lebt Corona-thematisch neu auf.

Corona nervt!

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Fazit

Corona ist spielerisch zwar ein aktuelles Thema, doch nicht unbedingt das Lieblingsthema, das man auch noch auf dem Tisch sehen will. Die 8jährige Jana hat sich aber mit dem Thema beschäftigt und mit vielen Situationen wurde man letztes Jahr ganz bestimmt irgendwann mal konfrontiert. Der Spielmechanismus ist bekannt: Karte legen, Aktion ausführen. Bei Corona nervt! verschiebt man ständig Viren oder Nerven. Das Glück spielt stark mit. Auch bei 5 Karten sieht man manchmal nur noch rot und schadet sich mit den Aktionen selber. Doch das Blatt wendet sich schnell wieder. Die Partien verlaufen ganz unterschiedlich. Manchmal geht es schnell, manchmal zieht sich das Spiel enorm in die Länge. Eine Erweiterung für ein schnelles Spiel liegt bei, die ich unbedingt nutzen würde. Corona nervt! ist ein typisches Kartenablegespiel in aktuellem Gewand. Gerade mit Kindern lässt sich das gut spielen. Die liegen auf einer Wellenlänge mit der Autorin.

Alles über Corona nervt!

Corona nervt! | Autorin: Jana Martin | Illustration: Theresa Viehhauser | Verlag: H2O

Spielerzahl: Kartenspiel für 2 bis 4 Personen
Spieldauer: ca. 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Nerven ohne Viren
Wiederspielreiz: ok

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 3 Personen
Richtet sich an: Familie

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