Crash Test Bunnies – Spielkritik

Die Rennhasen schlagen ein rasantes Tempo an. Links, recht oder doch besser geradeaus? Bei Crash Test Bunnies wechseln die Seiten ständig und es ist gut, wenn man sich das Rennen im Replay anschaut. Denn dann wird abgerechnet!

Crash Test Bunnies

Das kleine Hasen-Kartenspiel baut eigentlich auf dem typischen Links-Rechts-Ding auf. Wo war nochmal links? Da, oder doch das andere Links? Und so werden die Crash Test Bunnies ihrem Namen schnell gerecht, wenn sie unabsichtlich in irgendwas hineindonnern, was dort gar nicht stehen sollte. Doch der Reihe nach. Das Spiel läuft in zwei Phasen ab. In der ersten Phase ist es ein Rennspiel: Wer legt seine Karten zuerst ab? Jeder Spieler schnappt sich seine 10 Rennhasen in der gewünschten Farbe. Auf den witzigen Illustrationen fahren die Hasen links, recht oder geradeaus. Mit der Turbokarte wählt man die Richtung später.

Der Starthase legt eine seiner Karte mit der Rückseite nach oben in die Schachtel. Die Rückseite ist nämlich die Streckenseite mit einer Kreuzung. Dort tummeln sich allerlei Gestalten, die man natürlich nicht über den Haufen fahren soll. Münzen, Bunny-Coins, sammelt man hingegen gerne ein. Auch Bonus-Würfel können attraktiv sein – einsammeln. Hat man sich also für eine Seite entschieden, legt man eine seiner Hasen-Karten in die Schachtel – mit der Rückseite nach oben. Das liefert sogleich die Vorlage für die nächste Hasenkarte.

Nun ist Crash Test Bunnies ein Wettrennen, also fliegen die Hasen in allen Farben nur so in die Schachtel und bilden einen immer grösser werdenden Stapel. Wer seine 10 Hasenkarten ins Rennen gebracht hat, stoppt das Rennen und gewinnt die erste von drei Etappen. Doch war wirklich alles korrekt?

Crash Test Bunnies

In Phase 2 folgt das Replay. Man spielt den ganzen Kartenstapel von unten nach oben noch einmal durch und kontrolliert. Fährt ein Hase auf einer freien Strecke, geschieht nichts. Sammelt er einen Bunny-Coin ein, nimmt er sich eine Münze. Rammt er ein Hindernis, gibt er einen Bunny-Coin ab. Bei einer Turbo-Karte bestimmt man die Fahrtrichtung selber, doch Vorsicht: Eine Turbokarte auf einer Bananenschale geht gar nicht – minus 1 Bunny-Coin.

Der Bonus-Würfel bringt temporäre Boni. Mit dem ABS, dem Anti-Bananen-System fliegt man mit dem Turbo ausserordentlich über eine Bananenschale. Der Kescher fängt die Fehler-Münze eines Mitspielers ein und bringt sie in den eigenen Vorrat. Bei der Rakete muss der aktuell führende Spieler zwei Coins abgeben. Zudem locken Bunny-Coins, Startspieler oder ein Joker die Würfelnden.

Crash Test Bunnies

Die Etappensieger erhalten ebenfalls Coins. Nach drei Etappen ist Schluss. Wer die meisten Coins besitzt, ist der schnellste Hase am Tisch.


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Fazit

Ich will gar nicht lange um den heissen Brei herum reden: Crash Test Bunnies ist einfach klasse. In seiner Kategorie sorgt es für beste Unterhaltung am Tisch, wenn sich links und rechts wieder einmal die Hand reichen. Gemischt mit dem Wettkampf-Fieber und dem temporeichen Kartenspiel ergeben sich herrliche Situationen, bei denen nur gewinnen kann, wer sich nicht aus der Ruhe bringen lässt. Werfen zwei Spieler fast gleichzeitig ihre Karten in die Schachtel, muss man sie liegen lassen. Das Chaos ist vorprogrammiert, die Schadenfreude ebenfalls. Sitzt man rund um den Tisch, erhöht das den Schwierigkeitsgrad. Oder wisst ihr, auf welcher Seite links ist, wenn die Karte über Kopf liegt? Einem schnellen Rennspiel steht also nichts im Wege. Crash Test Bunnies bietet beste Unterhaltung im Hasen-Look. Ein Tempo-Spiel, bei dem früher oder später kein Auge trocken bleibt.

Alles über Crash Test Bunnies

Crash Test Bunnies| Autor: Florian Nadler| Illustration: Monika Suska | Verlag: moses.

Spielerzahl: Kartenspiel für 2 bis 4 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Hasenwahl mal links, mal rechts
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3-4 Personen
Richtet sich an: Familie

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