Crazy Lab – Spielkritik

Im verrückten Labor geht’s drunter und drüber. Auf das richtige Mischverhältnis kommt es eben an. Also schnell die Karten gemischt und Crazy Lab startet in eine neue farbige Runde. Bei diesem Stichspiel ist jede Farbe einmal Trumpf, doch nicht jede möchte man gerne haben. Wirklich crazy!

Crazy LabDas Spielprinzip ist so einfach, wie verwirrend. Jeder Spieler erhält eine offene Farbe für seine Minuspunkte und wählt eine geheime Farbe für seine Pluspunkte. Danach beginnt ein normales Stichspiel mit den Labor-Spielkarten. Auf ihnen befinden sich gefüllte Laborgefässe, die sich in Wert und Farbe unterscheiden. Meist sind sie in wilden Kombinationen verfügbar. Die Zahlenwerte variieren von 1 bis 6, sie beinhalten bis zu 3 Farben. In jeder Runde wird (fast) zufällig eine Trumpffarbe bestimmt. Jeder Spieler legt nun eine Karte aus. Wer den höchsten Wert in der Trumpffarbe spielt, sticht.

Die Spannung bei Crazy Lab liegt in verschiedenen Bereichen. Die eigene Plusfarbe wird geheim gewählt. Was geschieht, wenn mehrere Spieler die gleiche Farbe sammeln? Findet man heraus, auf welche Farben es die Mitspieler abgesehen haben, so kann man sie in diesem Farbsegment ein wenig trockenlegen. Und zumindest eines ist gewiss: Jeder kennt die Farbe, die ein Spieler NICHT haben will. Also schnell noch Punkte nachlegen, das macht Freude.

Crazy Lab 2

Beim Ausspielen der Karten ist man an keine Regeln gebunden. Man gibt, was man gerne weg haben will. Die höchste Trumpfkarte gewinnt. Sind gleiche Werte im Spiel, gilt: Wer zuerst kommt…! Spielt keiner der Spieler eine Trumpffarbe, sticht der Spieler mit dem höchsten ausgelegten Wert einer beliebigen Farbe.

Nach 10 Runden ist die Partie beendet. Jeder zählt die Pluspunkte seiner Stiche, subtrahiert die Minuspunkte und schreibt sich gut, was übrig bleibt. Nach x Spielrunden gewinnt, wer am meisten Punkte gesammelt hat.

Fazit:
Crazy Lab ist ein unterhaltsames Stichspiel, bei dem man auf mehrere Dinge gleichzeitig achten muss: Die Trumpffarbe wechselt ständig, die eigene Plusfarbe sollte man sammeln, Minuspunkte vermeiden. Hat man das Spiel im Griff, kann man auch die Mitspieler ärgern. Jeder hat ja so seine Schwachstelle. Ein wenig Kartenglück ist immer im Spiel, trotzdem kann man taktisch einiges rauskitzeln. Die Reihenfolge beim Kartenlegen ist oft hilfreich, manchmal verbessert man die eigene Spielsituation, wenn man Stiche vermeidet. Crazy Lab ist ein kurzweiliges Stichspiel, das ein wenig an buntes Jasses erinnert. Und damit ist es ganz nahe an der Schweizer Tradition.

Crazy Lab | Autoren: Gregorio Morales & Jordi Gene | Verlag: AMIGO
Kartenspiel für 3-5 Personen | Spieldauer: ca. 20 Minuten | Benötigt: Den farbigen Überblick mit Stich | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Carletto und AMIGO für ein Rezensionsexemplar von Crazy Lab!

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