Crazy Race – Spielkritik

Nachts im Museum war gestern. Was machen die Tiere nachts im Zoo? Wettrennen! Der letzte Wärter schläft, der Kurs wird ausgesteckt, die Wagen gestartet, die Tiere eingespannt. Auf geht’s – zum Crazy Race!

Der Spielplan wird zusammen gesteckt und mit farbigen Bögen gefüllt. So entsteht in jeder Spielrunde ein neues Spielfeld für das tierische Wettrennen. Jeder Spieler schnappt sich einen Wagen und spannt für die erste Etappe einen Esel davor. Damit fährt man relativ störrisch bis zur ersten Palme, bevor man neue Tiere vor den Wagen spannt.

Der Würfelmechanismus ist durchdacht. Jeder Spieler bestimmt sein Risiko selber. Entsprechend den Farbfeldern, die man vorwärts ziehen möchte, schnappt man sich seine Würfel. Übertrifft man mit dem Wurf das Limit des eigenen Zugtieres nicht, fährt man die gewählten Felder vorwärts. Als Beispiel: Der Esel hat ein Tempolimit von 8. Würfelt man mit drei Würfeln gleich viel oder weniger als die 8, bewegt man sich die drei Felder vorwärts. War das Risiko zu hoch? Als Trost rollt der Wagen trotzdem noch ein Feld weiter. Jeder Farbwürfel ist anders eingestellt. Braune Würfel liefern eher höhere Zahlen, beige eher tiefere. Am Ende entscheidet trotzdem das Glück.

Nun mischt sich ein wenig Taktik ins Crazy Race. Erreicht ein erster Spieler eine Palme, werden neue Zugtiere vor die Wagen gespannt. Die Tiere liegen bereits offen aus. Der letzte Rennfahrer des Feldes wählt sein neues Tier zuerst – ausgleichende Gerechtigkeit. Und ganz wichtig: Ab der zweiten Etappe besitzen die Tiere aussergewöhnliche Fähigkeiten: Man darf einige Würfel noch einmal werfen, jeder Würfel zählt maximal 2, man zieht für jeden Fehlwurf eines Gegners ein Feld vor – es liessen sich noch weitere attraktive Vorteile aufzählen. Auch das Limit der Tiere verändert sich. Während der Gepard mit 12 Sachen durch die Gehege brettert, schleicht der Elefant mit einer 4 durch den Zoo. Doch will man überhaupt die Führung in diesem verrückten Rennen übernehmen, damit man bei der nächsten Etappe als Letzter sein neues Zugtier erhält? Nach vier Wechseln ist man am Ziel angelangt – zumindest beinahe…

Einige Tiere besitzen noch einen Bonuswert. Den zählt man ganz zum Schluss noch dazu. Mit diesem Ausrollen der Rennwagen bringt man das Rennen unter Umständen noch einmal ganz schön durcheinander. Wer nach den Bonuswerten an der Spitze steht, gewinnt das Crazy Race.

Fazit

Crazy Race hat mehrere unberechenbare Faktoren. Da wären einmal die Würfel: Klar kann man das Risiko ungefähr einschätzen, aber meistens kommt es eben doch ganz anders als man denkt. Die Tierkarten wirken sich sehr unterschiedlich aus und die Wahl des Zugtieres kann mitentscheidend sein. Man sollte auch gut überlegen, was man den Mitspielern überlässt. Doch egal – Crazy Race macht einfach ganz viel Spass. Durch die Tierwechsel verändern sich die Situationen laufend. Wer eben noch Letzter war, grüsst schon bald von der Spitze. Die Gestaltung des Spiel ist sehr gut gelungen, der Würfelmechanismus gefällt mir gut. Kindern freuen sich am turbulenten Wettrennen, und Erwachsenen ebenso – auch wenn für ein Mal nicht immer alles vorhersehbar ist. Muss es ja nicht, ist ja ein verrücktes Rennen nachts im Zoo. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.

Crazy Race | Autor: Alessandro Zucchini | Verlag: Ravensburger
Würfelrennspiel für 2-5 Personen | Spieldauer: 30-60 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Tiere, Tempo, Turbulenzen | Wiederspielreiz: sehr gross 

 

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