Cross Roads – Spielkritik

Ziemlich hibbelig geht es im Ameisenhaufen zu und her. Doch was von Aussen betrachtet ziemlich wirr aussieht, folgt klaren Regeln der duftenden Laufwege. Bei Cross Roads kreuzen sich die Laufwege ständig – bis zur letzten Karte.

Das Kartenformat überrascht bei Cross Roads. Die länglichen Karten sind in zwei Hälften mit Zahlenfeldern von 1 bis 9 eingeteilt. Mit fünf Karten startet man in die Partie. Wer seine Ameisen zuerst im Haufen unterbringen kann, gewinnt. Die Legeregeln sind einfach, benötigen aber ein paar Spielzüge Zeit, um sie zu verinnerlichen.
Mit einer zufälligen Startkarte beginnt das Spiel. Der Reihe nach kann jeder Spieler eine Karte ablegen, wenn er folgende Regeln beachtet: Die neue Ameisenkarte muss zur Hälfte eine bereits ausliegende Karte abdecken. Das kann man aber nur, wenn der neue Kartenwert 1 höher oder tiefer als die abzudeckende Kartenhälfte ist.

Etwas schwieriger in der Handhabung ist Legeregel Nummer 2: Die neue Karte muss immer rechtwinklig angelegt werden. Das erweist sich dann als schwierig, wenn schon mehrere Karten übereinander liegen. Wer gar keine passende Karte legen kann, zieht vom Nachziehstapel eine weitere nach.

Nun spielen die Ameisen noch mit ihren Düften. Das sind bei Cross Roads perfekte Spielzüge, mit denen man gleich zwei Kartenhälften abdecken kann. Ein flotter Duft deckt zwei Kartenhälften ab, die sich bereits berühren. Achtung: Nach Legeregel muss zur oberen der beiden Karten rechtwinklig angelegt werden. Bei einem flotten Duft bestraft man den linken Nachbarn. Er muss eine zusätzliche Karte ziehen.
Ein flinker Stinker deckt zwei Kartenhälften ab, die sich bisher nicht berührten. Der flinke Stinker bestraft alle Mitspieler. Sie ziehen eine Karte nach.

Das Spiel endet, wenn ein Spieler alle Karten auf den Ameisenhaufen legen konnte. Ist der Nachziehstapel einmal leer, spielt man ohne zusätzliche Karten zu Ende.

Im Spiel zu zweit zieht der Mitspieler bei perfekten Düften jeweils eine oder zwei Karten nach.

Fazit

Cross Roads ist ein einfaches Kartenspiel, das längliche Kartenformat wirkt frisch. Und schnell stapeln sich die Karten auf dem Tisch. Würde man die Spielfläche in die Breite ziehen, so entstehen zu viele Anlegemöglichkeiten. Das wünscht sich niemand, denn man möchte mit den duftenden Tricks die Mitspieler ja zum Nachziehen von Karten zwingen. Die rechtwinklige Legeregel ist erst ein wenig gewöhnungsbedürftig. Wenn man dabei aber auf die jeweils oberste Karte eines Haufens achtet, findet man sich zurecht. Cross Roads funktioniert sehr gut, die Karten stapeln sich bald wild auf dem Tisch. Anlegemöglichkeiten gibt es meist genügend. So muss man die Mitspieler mit den Duftkombinationen bremsen. Zu zweit fehlt der Spannungsbogen ein wenig, der Ameisenhaufen ist schliesslich auch ein Mehrfamilienhaushalt. Mit drei und vier Spielern ist Cross Roads ein kurzes und knackiges Familienspiel.

Cross Roads | Autor: Martin Nedergaard Andersen | Verlag: Game Factory
Kartenspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 20 Minuten | Ab 7 Jahren | Benötigt: Rechtwinklige Wege im passenden Zahlenformat | Wiederspielreiz: gross  

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