Da Luigi – Spielkritik

Bei Luigi wartet man nie lange aufs Essen. Doch es kann ganz schön eng werden, wenn sich das Lokal langsam füllt. Als eigener Chef im Da Luigi sollte man das Essen gut einteilen, um seine Gäste nicht zu verärgern… bevor der RTL-Restauranttester eingreifen muss.

Da Luigi 1Thematisch spricht Da Luigi die Spieler schon einmal an. Wer kennt sich schliesslich nicht aus im Restaurantbusiness? Jeder ist selber ein kleiner Feinschmecker. Da Luigi ist ein locker-flockiges Familienspiel, bei dem man mit zufriedenen Gästen punkten kann.
Jeder Spieler erhält sein eigenes Pasta-Lokal. Unter der Zeitleiste haben einige Gäste Platz, die im 10-Minuten-Rhythmus ungeduldiger werden. Manchmal erscheinen sie sogar schon ziemlich ärgerlich im Ristorante und haben sehr wenig Zeit. Die Gästekarten sind witzig illustriert und man schiebt sie auf der Zeitleiste im Laufe des Spiels immer weiter Richtung Ausgang. Das ist alles nicht so schlimm, wenn man vorher ihre Wünsche erfüllt. Auf dem Markt holt man sich fehlende Zutaten, die man den Gästen danach serviert. Das benötigt aber wieder Zeit. Je grösser die Einkaufsliste, desto weiter schiebt man seine Gäste zum Ausgang hin.

Da Luigi 2So ist Da Luigi in erster Linie ein Ressourcenmanagement-Spiel, allerdings in bescheidenem Rahmen. Nun kommt aber noch ein wenig Interaktion ins Spiel. Ist das Restaurant einmal leer, holt man sich neue Gäste ins Haus. Dazu zieht man vom verdeckten Stapel Gast für Gast. Zwei Personen betreten das eigene Lokal, jeder andere Mitspieler erhält als kleines Geschenk unter Konkurrenten ebenfalls einen Gast zugeteilt. Bei jeder gezogenen Karte muss man sofort entscheiden, wem der Gast zugeteilt wird.
Alle Gäste bringen zudem noch eine Spezialfunktion mit, die man beim Betreten des Lokals ausführen muss. Das kann durchaus eine nette Aktion sein: Ein Blumenstrauss (bringt am Ende einen Punkt) oder man darf eine Zutat nachziehen. Der Besucher kann aber auch einen weiteren Gast mitbringen, eine Zeitstrafe verordnen oder eine Zitrone verschenken (bringt am Ende einen Minuspunkt). Die Gästeschar ist eben bunt gemischt und will gut zugeteilt sein.

Da Luigi 3

Betreten neue Gäste das Lokal, schieben sie unter Umständen die vorhandenen Gäste Richtung Ausgang. Denn an jeder Stelle der Zeitleiste darf nur ein Gast sitzen. Verlässt jemand das Haus, ohne seine Bestellung komplett erhalten zu haben, handelt man sich zur Strafe eine Zitrone ein. Bei erfüllten Wünschen erhält man am Spielende die volle Punktzahl des Gastes.
Wer mit seinen Gästen die meisten Punkte holt, gewinnt.

Fazit:
Da Luigi verbreitet so richtig schönes Restaurant-Gefühl. Hier wird man Wirt – allerdings mit einfachsten Strukturen. Das Bedienen der Gäste und Einkaufen der Zutaten verläuft zügig und unkompliziert, Da Luigi ist ideale Familienkost. Ein paar Kniffe beinhaltet Da Luigi aber dennoch. Das Schieben der Gäste will geplant sein, wenn da nicht laufend neue Kundschaft das Lokal betreten würde. So kann man den Mitspielern Gäste schicken, die man nicht gerne im eigenen Restaurant haben möchte. Oder man gibt einen Gast weiter, der im benachbarten Lokal zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt eintritt. Schön sind auch die Gästeketten: Ein einziger Gast bringt gleich mehrere weitere mit. Obwohl das nun ein wenig chaotisch klingt, Da Luigi verläuft in ruhigen Bahnen, jedoch immer mit ein wenig Schadenfreude. Der Spielmechanismus wirkt frisch, die Illustrationen sind super. Dem eigenen Restaurant steht also nichts mehr im Wege.

Da Luigi | Autor: Rüdiger Dorn | Verlag: Kosmos
Spiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 30-40 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Freundlichen Service bei schwierigen Gästen | Wiederspielreiz: gross

» Mit dem Newsletter immer spielend mehr wissen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Pflichtfelder sind mit * markiert.