Das Elektronik Labyrinth – Spielkritik

25 Jahre sind bereits vergangen, seit Das verrückte Labyrinth seinen Erfolgszug bei Ravensburger antrat. Zum Jubiläum wird das sehr beliebte Labyrinth-Spiel nun in die Moderne geführt. Das Elektronik Labyrinth verbindet nun das Schiebespiel mit ein wenig Magie, Zauberei und Technik. Und so funktioniert es:

Als mutige Abenteurer müssen die Spieler die böse Hexe Grimelda besiegen. Sie hat nämlich den weisen Zauberer und die Bewohner des Labyrinths in das magische Buch verbannt. Nur mit vielen Zaubersteinen kann die Hexe besiegt werden.
Das Grundprinzip des verrückten Labyrinths wird exakt übernommen. Gängekarten des Labyrinths können reihenweise verschoben werden, um sich selber einen Weg zu öffnen. Dabei darf eine gerade verschobene Reihe nicht sofort wieder zurück geschoben werden. Fällt eine Spielfigur beim Verschieben aus dem Feld, erscheint sie sofort auf der anderen Seite der Reihe wieder. Jede Spielfigur startet in einer Ecke des quadratischen Feldes, das aus vielen Gängekarten besteht.

Beim Vorbereiten des Spiels werden viele Gegenstände auf das Spielfeld verteilt. Sie müssen im Verlaufe des Spiels eingesammelt werden. Auf den Gängekarten sind auch 5 Bewohner des Labyrinths eingezeichnet: Riese, Gnom, Drache, Fee und Einhorn geben den Spielern im Laufe des Spiels wertvolle Tipps und auch Zaubersteine. Jeder Spieler erhält einen Zauberschlüssel, den er mit Zaubersteinen füllen muss und einen Auftrag in der Farbe des diagonal gegenüberliegenden Startfeldes.
Geführt wird das Spiel vom magischen Zauberbuch. Dabei wird die Technik des Spiels Wer war’s? übernommen. Gelangt man zu einem Bewohner des Labyrinths, so geben diese wertvolle Hinweise, Aufträge oder Belohnungen für erfüllte Aufträge. Aber auch der Zauberer oder die Hexe sprechen durch das Buch und erleichtern oder erschweren die Aufgabe ständig.


So besteht ein Spielzug aus folgendem Ablauf: Eine Gängekarte wird ins Labyrinth geschoben. Die eigene Spielfigur kann gezogen werden. Ein Bewohner kann über das magische Buch kontaktiert werden.
Gegenstände dürfen eingesammelt werden, wenn man sie während des Spiels erreicht, allerdings hat man nur Platz für einen Gegenstand in seiner Tasche.

So sammelt man fleissig seine Zaubersteine. Die erhält man für erfüllte Aufträge, wenn man das gegenüberliegende Startfeld erreicht hat, oder man findet sie im Labyrinth. Und manchmal holt die Hexe auch Zaubersteine wieder zurück. Wer seinen Zauberschlüssel komplett hat und wieder auf sein Startfeld zurückkehren konnte, gewinnt Das Elektronik Labyrinth.

Fazit:
Das Elekronik Labyrinth bietet einige überraschende Momente. Die Technik erzeugt immer wieder neue, spannende Partien. Verbunden mit den immer wieder anders liegenden Gängekarten des Labyrinths wird man wohl nie zwei exakt gleiche Partien spielen. Das magische Buch führt klar durch das Spiel. Und der eigentliche Knackpunkt mit dem Schieben und Legen der Wege wird um einen Schwierigkeitsgrad erhöht, da man sich viele Gegenstände und deren Besitzer während des Spiels merken muss. Eine wirklich gelungene Weiterentwicklung des bisherigen Spielprinzips – nicht nur für Kinder! Das Elektronik Labyrinth ist wirklich mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Die Stimmen der Labyrinthbewohner sind spitze. Dass zu viel Rauch schadet, beweist der Drache immer wieder – er leidet an chronischem Husten. Das Spielmaterial sieht toll aus und funktioniert einwandfrei. Und ich habe schon seit langem keine derart passende und aufgeräumte Spieleschachtel mehr gesehen. Eine rundum gelungene Umsetzung.

Das Elektronik Labyrinth | Autoren: Max J. Kobbert / Reiner Knizia | Verlag: Ravensburger
Magisches Schiebespiel für 2-4 Personen | Spieldauer: ca. 45 Minuten | Benötigt: Auge, Ohr und Hirn im Durcheinander des Labyrinths | Wiederspielreiz: sehr gross

Besten Dank an Carlit + Ravensburger Schweiz AG für ein Rezensionsexemplar von Das Elektronik Labyrinth!

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4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Wow, das klingt echt toll. Ich habe nur den Klassiker zu Hause, aber die Neuerungen klingen echt voll gut. Da weiß ich doch schon mal was für meinen Wunschzettel.

  2. Hallo.Dieses Spiel bekam meine Tochter zu Weihnachten.Es macht direkt ,,süchtig“.Es ist spannend und sehr kreativ.Macht einfach nur Spaß.Ein sehr empfehlenswertes Spiel.

    • Es ist wirklich ein tolles Spiel. Kinder sind von den Stimmen der Figuren sofort fasziniert und suchen immer wieder gerne den Weg durchs Labyrinth. Eine gelungene Kombination!

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