Das Kleinhorn vom Riesenwald – Spielkritik

Im Zauberwald tummeln sich Riesen und Einhörner. Die verirrten Exemplare versuchen wir zu retten. Das Kleinhorn vom Riesenwald ist ein buntes Sammelspiel, bei dem uns die Riesen unterstützen. Wer holt die meisten Einhörner aus dem Wald?

Das Kleinhorn vom Riesenwald

Während wir noch überlegen, ob es überhaupt Einhörner gibt, sind wir bereits mit zahlreichen Exemplaren konfrontiert: Piekfeinhörner, Sonnenscheinhörner, Schweinhörner, Schleimhörner, Keinhörner und auch Kleinhörner. Und natürlich sehen die Tiere so aus, wie man es von ihnen vermutet. Im Zauberwald auf dem Spieltisch stapeln sich immer drei Karten zufällig zu einem Stapel. Die einzelnen Stapel formiert man zu einem Viereck. In den Ecken stehen Riesen in den Farben rot, gelb, grün und blau auf den jeweiligen Stapeln bereit. Auf den Spielkarten finden wir die unterschiedlichen Einhörner abgebildet, die Hintergrundfarbe unterscheidet sich aber auf den Karten. Mit drei Handkarten starten alle auf die Suche nach verirrten Einhörnern. Mit den Handkarten lösen wir die Aktionen aus.

Gespielt wird bei Das Kleinhorn vom Riesenwald reihum. Wer am Zug ist, spielt eine passende Karte auf den Ablagestapel. Passend ist sie, wenn entweder die Hintergrundfarbe oder das darauf abgebildete Einhorn gleich sind zur zuletzt gespielten Karte. Besitzt man keine passende Karte, zieht man eine vom Nachziehstapel nach. Passt die neue Karte, darf man sie noch spielen.

Das Kleinhorn vom Riesenwald

Nun treten die Riesen in Aktion. Besitzt die eben gespielte Karte einen grünen Hintergrund, nimmt man den grünen Riesen und bewegt ihn zu einem Einhorn, das auf der Karte abgebildet ist. Gibt es mehrere gleiche Einhörner, wählt man sich eines aus. Riesen dürfen niemals stehenbleiben und auch nicht zu anderen Riesen auf dasselbe Feld.
Als Belohnung erhält man das Plättchen mit dem Einhorn aus dem Riesenwald und legt es vor sich aus. Nun kann es zu einer Kettenreaktion kommen. Da das obere Plättchen weg ist, taucht ein neues Einhorn darunter auf. Besitzt man die Karte des neuen Einhorns ebenfalls, spielt man sie aus und nimmt sich auch das nächste Plättchen. So kann man sich im besten Fall gleich drei Plättchen schnappen oder muss seinen Zug früher beenden. Jedes gewonnene Einhorn ist wichtig.

Zwei besonders wichtige Spielsituationen kennt Das Kleinhorn vom Riesenwald noch. Wer seine letzte Karte ausspielt, zieht drei Karten nach. Dadurch lohnt sich das Wegspielen der Karten und bringt wieder mehrere Möglichkeiten in der nächsten Runde.
Findet ein Riese kein freies Plättchen mit dem eben ausgespielten Einhorn, darf man sich das Tier bei einem Mitspielenden holen, wenn es dort in der Auslage liegt. Man kann sich also zu keinem Zeitpunkt sicher sein, die erworbenen Einhörner bis zum Ende zu behalten.

Das Kleinhorn vom Riesenwald

Das Kleinhorn vom Riesenwald endet sofort, wenn die letzte Karte vom Nachziehstapel gezogen wird. Nun vergleichen alle ihre Stapel mit den Einhörnern. Wer am meisten Tiere aus dem Wald retten konnte, gewinnt das Spiel.


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Fazit zu Das Kleinhorn vom Riesenwald

Das Kleinhorn vom Riesenwald ist ein thematisch gut passendes Kinderspiel, das ein wenig anspruchsvoller ist. Einhörner ziehen bei Kindern immer, die Tiere mit den lustigen Namen sind hier noch passend und witzig illustriert. Dafür muss man bei den einzelnen Arten ganz schön genau hinsehen. Da das Spiel mit den Hintergrundfarben arbeitet und die Gestaltung auch sonst sehr bunt ausgefallen ist, sind die Tiere mit ihren bunten Mähnen manchmal schwer zu unterscheiden. Die Spielidee überzeugt aber. Das Sammeln der Einhörner liegt im ersten Schritt auf der Hand, was sich in den unteren Schichten befindet, erfordert ein wenig Spielglück. Ein Einhorn rettet man also meist in jedem Zug, aber besitzt man ein passendes Einhorn, um auch noch das nächste Plättchen zu nehmen? Wenn alle Stricke reissen, bedient man sich bei geretteten Einhörnern der Mitspielenden. Auch dieses Element ist nötig, um Gewinne einzuschränken. Meist wandert das Kartenglück ein wenig hin und her. Man freut sich über doppelte Gewinne. Gegen Ende fallen die aber auch seltener aus, da sich im Wald immer weniger Tiere tummeln. Das Kleinhorn vom Riesenwald ist ein schönes, buntes Sammelspiel mit kleinen Überraschungseffekten beim Erforschen des Waldes, bei dem man die Auslage auf dem Tisch gut im Auge behalten muss – im Wald und bei den fremden Rettern. Der Kartenstapel ist schnell leergespielt und dann wird abgerechnet.

Fakten zu Das Kleinhorn vom Riesenwald

Autoren: Emma und Benjamin Schwer | Illustrationen: Michele Cavaloti | Verlag: Zoch Verlag

Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 4 Jahren
Benötigt: Viele bunte Einhörner
Wiederspielreiz: gross


Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Kinder, Familie

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