Das Vermächtnis des Maharaja – Spielkritik

Der Maharaja ist schon alt, Zeit seinen Nachfolger zu bestimmen. Wer es zu einer bedeutenden Sammlung aus Antiquitäten schafft, darf auf den Thron hoffen: Das Vermächtnis des Maharaja!

Das Vermächtnis des MaharajaEine ganze Reihe von Antiquitätenkarten sind das Ziel aller möglichen Thronfolger. Doch so eine Sammlung soll überlegt angelegt sein, damit der Wert in schwindelnde Höhen steigt. In 6 Sorten und 6 Farben existieren Instrumente, Krüge, Kannen etc. und nur vier der Karten liegen zufällig aus. Um die aktuellen Karten darf gehandelt werden.

Der Spielzug eines Spielers ist sehr einfach gehalten: Er nimmt eine Antiquitätenkarte oder Geld, wählt danach allenfalls eine Sammlungskarte aus und gibt am Ende überschüssiges Geld ab. In der gesamten Partie darf man nie mehr als 8 Rupien besitzen. Sammelt man trotzdem mal mehr, gibt man sie als Steuern ab. Reich sein macht nicht glücklich.
Die erste Aktion ist ziemlich vernetzt. Den Kaufpreis einer Antiquitätenkarte bestimmen die Spieler selber mit dem Nehmen von Geld. Der Einstandspreis zu Beginn einer Runde ist immer gleich – 4 Rupien. Nimmt der erste Spieler das Geld statt einer Karte, so sinkt der Preis für den nächsten schon auf 3 Rupien. So handelt man den Preis langsam runter, mit dem Risiko, dass die besten Karten weg sind, wenn man sie nicht eher und zu einem teureren Preis nimmt. Eine Runde endet, wenn die Antiquitätenkarten oder das Geld auf dem Verhandlungstisch ausgehen.

Das Vermächtnis des Maharaja

Gespielt werden mehrere Verkaufsrunden, in denen man schon einmal erste Punkte sichern kann durch das Nehmen von Sammlungskarten. Besitzt man zwei oder drei gleiche Antiquitäten, darf man sie gegen eine Sammlungskarte eintauschen. Nimmt man sich die kleinere Sammlungskarte, verliert man allerdings eine Antiquitätenkarte. Dafür darf man später auch noch um die grosse Karte buhlen. Mit der grossen Karten verliert man die Ambitionen auf die kleine Sammlungskarte, erhält aber gleich die höhere Punktzahl. Es darf also um die Karten gepokert werden.

Das Vermächtnis des Maharaja

Und was ist am Ende die eigene Sammlung wert? Am Schluss kommen die Kartenfarben ins Spiel. Nur wer mehr als eine Karte einer Farbe besitzt, darf die Kartenwerte zu den bereits gesammelten Punkten dazuzählen. Einzelne Farbkarten wirft man ab. Mit dem Geld kann man sich auch noch wenige Punkte ergattern. Das Vermächtnis des Maharaja endet, wenn keine neuen Antiquitätenkarten mehr da sind. Wer die meisten Punkte aus seiner Sammlung holt, gewinnt.

Fazit

Das Vermächtnis des Maharaja ist ein einfaches Karten-Sammelspiel, das in der Wertung dann doch noch ein wenig mehr Tiefgang besitzt. Am Spieltisch geht es ruhig zu und her. Jeder Spieler hat seinen Spielzug schnell abgewickelt, Geld oder Antiquität ergattert, das Sammelziel vor Augen. Oft muss man Kompromisse eingehen. Wenn das Geld knapp ist, vielleicht noch einmal sammeln. Zu viel darf man aber auch nicht besitzen, Steuern drohen. Die Sammlung sollte man überlegt angehen, Panikkäufe sind nicht angesagt. Die Punkte kann man sich über Sammelkarten sichern, aber auch bis zum Ende warten, indem man sich geeignete Farbkarten auswählt. Das Gesamtpaket muss stimmen, um richtig Punkte zu sammeln. Die Sammlungsziele verändern sich im Laufe einer Partie. Wer seine Mitspieler aufmerksam beobachtet, weiss, welche Sammlung sie gerne perfektionieren würden. Das Vermächtnis des Maharaja ist ein schnelles Kartenspiel für die ganze Familie, bei dem man vor wenigen Entscheidungen steht, sie aber doch richtig treffen sollte. Kurz, aber für Sammler unterhaltsam.

Das Vermächtnis des Maharaja | Autor: Michael Schacht | Verlag: ABACUSSPIELE
Kartenspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 20-30 Minuten | Ab 10 Jahren | Benötigt: Komplette Sammlungen im Antiquitätenrausch | Wiederspielreiz: gross

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