Der Herr der Ringe – Gemeinsam zum Schicksalsberg – Spielkritik

Der Ring soll im Schicksalsberg vernichtet werden. So weit kennen Freunde der Herr der Ringe – Reihe die Geschichte natürlich. In diesem Brettspiel setzt Frodo aber auf unsere Hilfe. Wir begleiten ihn bei: Der Herr der Ringe – Gemeinsam zum Schicksalsberg.

Der Herr der Ringe - Gemeinsam zum Schicksalsberg

Bei einem kooperativen Spiel sind die Gefährten natürlich wichtig. Frodo & Sam, Merry & Pippin, Aragorn, Legolas und Gimli verteilen sich auf 5 Spielfiguren. Wir führen die Figuren gemeinsam zum Schicksalsberg. Unterwegs lauern die Gefahren in Form der Nazgul und Uruk-hai. Wer die Geschichte kennt, findet sich in der Welt von Der Herr der Ringe – Gemeinsam zum Schicksalsberg schnell zurecht. Unser Weg führt uns quer durch das Land. Das Spielbrett zeigt uns allerdings nicht die Original-Karte aus den Romanen. Doch das spielerisch angepasste Brett lässt keine Wünsche offen. Es ist wunderbar gestaltet und man steckt ganz schnell in der von Tolkien erschaffenen Welt.
Die 5 Gefährten (einige eben im Duo) starten in Bruchtal. Der Weg führt auf grossen Feldern bis zum Schicksalsberg. Unterwegs lauern schon die Uruk-hai und die Nazgul, auch der Hexenkönig von Angmar wartet. Gandalf unterstützt uns durch seine Kraft und einige Karten, die ebenfalls bereit liegen.

Zentral bei Der Herr der Ringe – Gemeinsam zum Schicksalsberg sind allerdings die Begegnungen. Das Spielfeld ist in sechs Etappen eingeteilt. Für jede Etappe gibt es mögliche Begegnungen, die man mit Karten am unteren Spielfeldrand vorbereitet.

Der Herr der Ringe - Gemeinsam zum Schicksalsberg

Der Spielablauf ist nicht komplex. Es beginnt mit einer Würfelphase, gefolgt von einer Auswertungsphase, in der sich die Gefährten, als auch die Gegner auf den Pfaden bewegen. Mögliche Effekte kommen über die Begegnungskarten in die Partie. Doch gehen wir der Reihe nach.

Die Spielzüge führt man der Reihe nach durch, bei einem kooperativen Spiel darf allerdings permanent beraten werden. Im Zweifel besitzt die aktive Person das letzte Wort.
In der Würfelphase nimmt man 2 schwarze Begegnungswürfel und wählt 2 der farbigen Gefährtenwürfel. Nach dem ersten Wurf legt man einen schwarzen und einen der farbigen Würfel auf die Würfeltafel. Die restlichen Würfel ergänzt man für einen zweiten Wurf wieder mit einem farbigen Würfel nach Wahl. Auch jetzt legt man den schwarzen Würfel und einen der beiden farbigen auf die Würfeltafel. Damit sind die Würfel komplett gewählt und man wertet sie aus.

Die Reihenfolge der Würfel ist vorgegeben: Schwarz, bunt, schwarz, bunt. Die schwarzen Würfel entsprechen einer Begegnung mit einer Person am unteren Spielbrettrand. Die Zahlen geben die Position vor. Dort gibt es Überraschungsbegegnungen, weil manche Karten noch verdeckt liegen oder offene Begegnungen mit Freunden oder Gegnern. Freundeskarten bringen Effekte, die man aufsparen, aber nur einmal verwenden darf. Gegnerkarten schaden in irgendeiner Weise der Gemeinschaft. Wenn ein Kartenplatz bereits leer ist, gibt es gute und schlechte Effekte auf dem Spielbrett. Ein schwarzer Begegnungswürfel löst also immer eine Aktion aus.

Der Herr der Ringe - Gemeinsam zum Schicksalsberg

Mit den bunten Würfel bewegt man den jeweiligen Gefährten weiter. Es dürfen mehrere Gefährten auf demselben Feld stehen. Auch manche Felder bringen Ereignisse mit. So muss man die Nazgul bewegen oder verliert an Zuversicht auf der Herzen-Leiste.
Zuversicht gewinnt man wieder, indem man ein Etappenziel mit genauer Punktzahl erreicht. Während die Gefährten die Herzen auf der Leiste steigen lassen, holt sich der Ringträger eine Gandalf-Karte, inklusive Bonus für zukünftige Gefahren.
Erreicht der Ringträger ein Etappenziel, kommen neue Begegnungskarten ins Spiel und es geht in den nächsten Abschnitt Richtung Schicksalsberg.

Begegnungskarten können auch zu Kämpfen führen. Die würfelt man mit dem Kampfwürfel aus. Am Kampf beteiligen können sich allerdings nur Gefährten, die sich auf demselben Feld oder vor dem Ringträger in derselben Etappe befinden. Auch hier kann man Zuversicht verlieren.

Die letzte Etappe bis zum Schicksalsberg ist so etwas wie das Finale. Die Begegnungskarten sind nun nicht mehr freundlich gesinnt und man zieht nur noch mit dem Ringträger – hoffentlich bis zum Krater des Berges.

Erreicht der Ringträger den Krater, wirft man den Ring hinein und gewinnt die Partie. Sinkt die Zuversicht unter das letzte Herz auf der Leiste oder der letzte Nazgul kommt aufs Spielbrett, dann verlieren die Gefährten die Partie.


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Fazit zu Der Herr der Ringe – Gemeinsam zum Schicksalsberg

Es gab ja bereits einige Der Herr der Ringe – Brettspiel-Umsetzungen. Das Spiel von Kosmos sieht wunderschön aus, obwohl man sich nicht auf der Original-Karte bewegt. Der Herr der Ringe – Gemeinsam zum Schicksalsberg (erhältlich ab 25.49 Euro) ist ein kooperatives Familienspiel. Gemeinsam geht man mit den Gefährten auf die Reise und lässt sich spielerisch treiben. Zwar wählt man in jeder Runde die Würfel aus und koordiniert so die Begegnungen und Bewegungen, doch die Karten geben geben den Takt an und bringen die richtigen Effekte ins Spiel. Natürlich muss man sich als Gruppe geschickt verhalten, sich möglichst ohne viel Risiko über den Pfad bewegen. Der Herr der Ringe – Gemeinsam zum Schicksalsberg ist nicht so ohne Weiteres zu meistern. Durch das Ausliegen der Karten und die ungewisse Reihenfolge begibt man sich manchmal in zufällige Abhängigkeiten, die nicht vorhersehbar sind. Auch der Kampfmodus hängt stark vom Würfelglück ab, das man durch geschicktes Verschieben der Gefährten ein wenig minimieren kann. Gandalf und einige Freunde auf dem Weg bieten aber gewisse Rettungsanker an. Spielerisch ist Der Herr der Ringe – Gemeinsam zum Schicksalsberg ein schöner Einstieg in die Tolkien-Welt. Das Spiel ist nicht zu komplex und lässt sich gemeinsam angehen. Ein Wettlauf zum Schicksalsberg mit ungewissem Ausgang.

Fakten zu Der Herr der Ringe – Gemeinsam zum Schicksalsberg

Autor: Michael Rieneck | Illustrationen: Aleksander Karcz | Verlag: Kosmos

Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Spieldauer:  50 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Kluge Gefährten auf dem Weg zum Schicksalsberg
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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